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Das schwere Straßenbrückengerät S-Brücke (früher SS 80-Brücke) ist eine stählerne Fachwerkstraßenbrücke, die aus standardisierten Bauelementen besteht. Die einzelnen Bauelemente können in kurzer Zeit mit Schrauben zu einer Behelfsbrücke zusammengesetzt werden. Sie kann schnell wieder zerlegt und für neue Vorhaben eingesetzt werden. Die Montage erfolgt im Regelfall mit Hilfe eines Vorbauschnabels oder eines Mobilkrans.
Das schwere Straßenbrückengerat wurde in den 1970er-Jahren von der Friedrich Krupp GmbH, Krupp Industrie und Stahlbau in Duisburg-Rheinhausen, im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums entwickelt. Das schwere Straßenbrückengerät S-Brücke ist laut der Beschreibung und Bauanweisung, Ausgabe 2006 für Einwirkungen nach Brückenklasse 60/30 gemäß DIN 1072 bemessen.
Das Ziel des Projektes ist die Aktualisierung der Beschreibung und Bauanweisung für das schwere Straßenbrückengerät S-Brücke auf Grundlage der heute gültigen Normen und Regelwerke. Darin eingeschlossen ist die Nachrechnung für ein vorgegebenes Verkehrslastniveau auf dem Niveau der aktuellen Eurocodes inkl. der Ausarbeitung der ggf. erforderlichen Verstärkungsmaßnahmen der einzelnen Bauteile und Neuentwicklung von verbesserungswürdigen Komponenten (z.B. Fahrbahnübergang).
Obwohl man im Einsatzfall auf einen expliziten Nachweis der Ermüdung im Regelfall verzichtete, wurden für die Konzeption der vorgesehenen Verstärkung Ermüdungsbetrachtungen der Tragglieder und deren Verbindungen einbezogen, ggf. wurden Bezüge zur erfolgten experimentellen Absicherung hergestellt.
Durch ein gemeinsam mit der BASt und dem Prüfingenieur abgestimmtes Konzept zur Bauwerksprüfung, - überwachung und Wartung der Bauteile, während und nach dem Einsatz, wird jedoch immer sichergestellt, dass ggf. im Einsatzfall auftretende Ermüdungsschäden rechtzeitig erkannt und Bauteile instandgesetzt oder ausgetauscht werden können.
Zum Nachweis der Dauerhaftigkeit wurde für den neu zu entwickelnden Fahrbahnübergang in Anlehnung an die TL/TP FÜ und in Abstimmung mit dem Prüfingenieur die ausreichende Ermüdungsfestigkeit nachgewiesen.
Ebenso werden funktionale Defizite, die bei der Nutzung des schweren Straßenbrückengeräts S-Brücke festgestellt wurden, beseitigt. Das schwere Straßenbrückengerät S-Brücke wird damit auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
Als Nutzen ergibt sich für den Anwender und die Verkehrsteilnehmer die Sicherheit, ein dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes temporäres Bauwerk zu planen, zu errichten und zu benutzen, das hinsichtlich Standsicherheit und Verkehrssicherheit den aktuellen Anforderungen entspricht.
Abschließend wurde eine neue, aktualisierte Ausgabe der Beschreibung und Bauanweisung auf Basis der geprüften statischen Berechnungen und der Ausführungspläne erstellt.
Die neue Ausgabe steht auf der Internetseite der BASt (www.bast.de) als Download zur Verfügung (Handbuch S-Brücke).
