The risks senior road users face in road traffic

  • The significant demographic changes are predicted for the European future. The age group over 65 years is permanently increasing and over next 30 years every fourth person will belong to this group. This development will continue so far that by 2050 in many countries will double the percentage of the population aged 65 and more. Many studies analyze the new phenomena of the ageing (graying) society during the last decade. Mobility is integrated part of the life of every citizen, even more it means for the elderly people. The adequate mobility is the precondition for their active life and for their social communication that contribute to their health and functional capacity and their autonomy and independency. The active seniors demand less public support. The mobility of the older citizens is closely linked with health and societal problems and creates an important public challenge. On the other side the participation of seniors in transport due to their limited physical and mental possibilities means for them an increased risk to be injured or killed. The main mobility spaces are roads that can be used not only as a traveler in a vehicle (driver or passenger) but also as a pedestrian or cyclist or even as a motorcyclist. The road traffic is then an opportunity and danger in the same time. The accident analyzes show specific risk features of seniors that are different compared with other age groups. First of all the older road users (65 and more) are facing to the higher risk (number of killed divided by the population size) to be killed in a road accident compared with the group of younger road users (0 - 64). More significant difference can be observed when comparing the road user groups. The fatality percentage of the older pedestrians is 2,5 times higher compared with the group 25 " 64. Similar frequency show the cyclist fatalities. On the other side the vehicle passengers in the younger group have more or less two time higher percentage compared to seniors and in the group of motorcyclists even achieved in 2008 almost five times higher compared with the older group. The share of the old road users fatalities (around 19%) didn"t practically change during the last 10 years in the European average. But comparing the gender involvement (2006) there is an interesting difference " female fatalities make 30, 2%, male fatalities 15, 3% of all fatalities in their groups. The risk of the senior users is more connected with their physical and mental limits than with their risk behavior. According to the Czech statistics (2007) the vehicle drivers over 65 years cause only 3, 6% of all accidents. The solution of the problem is to minimize the risk and to create a safe environment for the elderly people using the roads. In order to achieve this goal a deep knowledge of risk and of accident circumstances, full understanding of the behavior of the seniors and their limitations and accommodating approach of the whole society is necessary. Road risk of the ageing society has to be considered as a part of the health and social policy. These can build a creditable basis for the implementation of the measures that secure safe moving of seniors on the roads.
  • Europa steht vor einem erheblichen demographischen Wandel. Die Gruppe der über 65-Jährigen wächst ständig , in 30 Jahren wird jeder Vierte dieser Gruppe angehören. Diese Entwicklung wird anhalten, so dass sich bis zum Jahr 2050 in vielen Ländern der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen verdoppeln wird. In den letzten 10 Jahren beschäftigen sich zahlreiche Studien mit dieser neuen Entwicklung der alternden Gesellschaft. Mobilität ist ein fester Bestandteil im Leben des Einzelnen, vor allem für Ältere ist sie wichtig. Ausreichende Mobilität ist Voraussetzung für ein aktives Leben und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie trägt zu Gesundheit, funktioneller Leistungsfähigkeit und Unabhängigkeit bei. Aktive Senioren benötigen weniger staatliche Unterstützung. Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Mobilität der Älteren und gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Problemen und sie stellt soweit eine große Herausforderung für die Öffentlichkeit dar. Andererseits bedeutet die Teilnahme der Senioren am Straßenverkehr aufgrund ihrer eingeschränkten körperlichen oder mentalen Fähigkeiten ein erhöhtes Verletzungs- oder Sterberisiko. Der häufigste Verkehrsträger ist zweifellos die Straße, die nicht nur von Autos (Fahrer oder Beifahrer), sondern auch von Fußgängern, Radfahrern oder Motorradfahrern genutzt werden kann. Der Straßenverkehr ist also Chance und Risiko zugleich. Im Vergleich mit anderen Altersgruppen zeigen die Unfallanalysen besondere Risiken von Senioren. Zum einen besteht für ältere Verkehrsteilnehmer (65 und älter) ein höheres Risiko (Anzahl der Verkehrstoten geteilt durch die Gesamtbevölkerung), in einem Verkehrsunfall umzukommen, als für jüngere Verkehrsteilnehmer (0 - 64). Weitere Unterschiede zeigen sich im Vergleich der Gruppen von Verkehrsteilnehmern. Die Anzahl der Todesfälle älterer Fußgänger ist 2,6 mal so hoch wie diejenige in der Gruppe der 20- bis 64-Jährigen. Bei Radfahrern treten ähnlich häufig Todesfälle auf. Andererseits haben Autoinsassen in der jüngeren Gruppe ein 1,3-faches, und Motorradfahrer sogar ein 11-faches Risiko im Vergleich zu den Älteren. Der Anteil tödlich verunglückter älterer Verkehrsteilnehmer (etwa 19 Prozent) ist in den letzten 10 Jahren im europäischen Durchschnitt nahezu unverändert geblieben. Allerdings gibt es einen interessanten Unterschied beim Vergleich der Geschlechter: 2006 machten Frauen in dieser Gruppe 30,2 Prozent und Männer 15,3 Prozent aller Todesfälle aus. Das Risiko älterer Verkehrsteilnehmer hängt eher mit körperlichen und mentalen Einschränkungen als mit ihrem Risikoverhalten zusammen. Den tschechischen Statistiken (2007) zufolge verursachen Fahrer über 65 Jahre lediglich 3,6 Prozent aller Unfälle. Zur Lösung dieses Problems müssen die Risiken minimiert und ein sicheres Umfeld für ältere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden. Hierfür sind umfassende Kenntnisse der Gefahren und Unfallumstände, des Verhaltens der Senioren und ihrer Einschränkungen und ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz erforderlich. Die Verkehrsrisiken in einer alternden Gesellschaft müssen im Gesundheits- und Sozialsystem berücksichtigt werden. Diese können einen glaubwürdigen Ausgangspunkt für die Umsetzung von Maßnahmen bilden, die die sichere Fortbewegung von Senioren auf unseren Straßen gewährleisten.

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Metadaten
Author:Josef Mikulik
URN:urn:nbn:de:hbz:opus-bast-2795
Document Type:Conference Proceeding
Language:English
Date of Publication (online):2012/04/16
Contributing corporation:Transport Research Centre (CDV), Brno
Release Date:2012/04/16
Tag:Alte Leute; Europa; Fahrer; Konferenz; Medizinische Gesichtspunkte; Mobilität; Risiko; Schweregrad (Unfall; Sicherheit; Tschechische Republik; Tödlicher Unfall; Unfall; Unfallverhütung; Verkehrsteilnehmer; Verletzung)
Accident; Accident severity; Conference; Czech Republic; Driver; Europe; Fatality; Hazard; Medical aspects; Mobility; Old people; Prevention; Safety; Traveler
Source:7. ADAC/BASt-Symposium 2009 Sicher Fahren in Europa. Referate ; 15. Oktober 2009 in Baden-Baden
Institutes:Sonstige / Sonstige
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 36 Soziale Probleme, Sozialdienste / 360 Soziale Probleme und Sozialdienste; Verbände
collections:BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 81 Unfallstatistik
BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
BASt-Beiträge / Tagungen / Symposium Sicher fahren in Europa 2009

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