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Brücken mit dichtgeschweißten nicht begehbaren Hohlkästen

  • Brücken sind grundsätzlich baulich so auszubilden, dass die Prüfung und Überwachung nach DIN 1076 sowie die erforderliche Erhaltung jederzeit sicher, einfach, handnah und wirtschaftlich durchgeführt werden kann. Konstruktionen sind so auszubilden, dass ein leichter Zugang zu den einzelnen Bauteilen gegeben ist. Kleinere (luft-)dicht verschweißte Hohlkästen erfüllen diesen Grundsatz nicht, da der Zustand der inneren Bauteile nicht ohne weiteres überprüft werden kann. Dicht verschweißte, nicht prüfbare Hohlkästen kommen bei Bogenbrücken, Verkehrszeichenbrücken, Rohrfachwerken und zunehmend auch als Verbundfertigteilträger als tragende Elemente für Überführungsbauwerke zum Einsatz. Ihr Vorteil liegt in der günstigen Herstellungsweise, da die Vorfertigung im Werk erfolgen kann und im Inneren kein (voller) Korrosionsschutz aufzubringen und zu erneuern ist sowie auf eine Ausstattung zur Bauwerksprüfung (Besichtigungsstege, Beleuchtung etc.) hinsichtlich Ihrer Dauerhaftigkeit verzichtet wird. Auf der anderen Seite sind vereinzelt Schäden im Inneren durch das Eindringen von Wasser bekannt, sei es durch Korrosionsschäden oder Mikrorisse aufgrund dynamischer und thermischer Beanspruchung. Im Rahmen des Projekts wurden Untersuchungen an Brücken mit dichtgeschweißten und nicht begehbaren Hohlkästen im Bereich der Bundesfernstraßen durchgeführt, um eine ganzheitliche Betrachtung dieser Bauweise auch unter den Aspekten des Korrosionsschutzes, der (nachträglichen) Schweißarbeiten , der Instandsetzung im Schadensfall (z. B. Anfahrschäden) sowie der Resilienz gegenüber zukünftigen Verkehrsbelastungen zu erhalten. Ziel ist es, Sicherheit über eine Bauweise zu erlangen, die insbesondere in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und entsprechend im Netz der Bundesfernstraßen als tragendes Element zum Einsatz kommt. Die im vorliegenden Bericht zusammengefassten Erfahrungen mit der Bauweise der dichtgeschweißten und nicht begehbaren Hohlkästen und die Ergebnisse der Vor-Ort-Untersuchungen an 7 Bauwerken lassen einen grundsätzlich positiven Befund zu. Ferner ist festzuhalten, dass sowohl die technischen, als auch die volkswirtschaftlichen Vorteile dieser Bauweise den entscheidenden Nachteil der zum größten Teil fehlenden Zugangsmöglichkeit der Hohlkästen überwiegen. Dies ist vor allem darin begründet, dass die Erfahrungen aus der Anwendung der Bauweise den Rückschluss zu lassen, dass keine Schädigung des Innenbereichs zu erwarten ist, wenn die Ausführung und Qualitätssicherung fachgerecht erfolgten. Somit lässt sich die Anwendungssicherheit maßgebend durch die Fokussierung auf die Qualitätssicherung des Fertigungsprozesses erhöhen.
  • Bridges must always be designed in such a way that inspection and monitoring in accordance with DIN 1076 and the necessary maintenance can be carried out safely, simply, easily and economically at all times. Structures must be designed in such a way as to allow easy access to the individual components. Smaller (airtight) welded box girders do not fulfil this principle, as the condition of the internal components cannot be easily inspected. Seal-welded, non-inspectable box girders are used for arch bridges, traffic sign bridges, tubular trusses and increasingly also as composite prefabricated girders as load-bearing elements for bridge structures. Their advantage lies in the low-cost manufacturing method, as prefabrication can be carried out in the factory and no (full) corrosion protection needs to be applied and replaced on the inside, and there is no need for equipment to inspect the structure (inspection walkways, lighting, etc.) with regard to its durability. On the other hand, there are known cases of internal damage caused by water intrusion, whether due to corrosion damage or micro-cracks caused by dynamic and thermal stress. As part of the project, investigations were carried out on bridges with seal-welded and non-accessible box girders in order to obtain a holistic view of this construction method, including the aspects of corrosion protection, (subsequent) welding work, repair in the event of damage (e.g. collision damage) and resilience to future traffic loads. The aim is to gain certainty about a construction method that has become increasingly important, particularly in recent years, and is therefore used as a load-bearing element in the federal highway network. The experiences summarized in this report with the construction method of seal-welded and non-accessible box girders and the results of the on-site inspections of 7 structures allow a fundamentally positive conclusion to be drawn. It should also be noted that both the technical and economic advantages of this construction method outweigh the decisive disadvantage of the largely inaccessible box girders. This is mainly due to the fact that experience from the use of this construction method leads to the conclusion that no damage to the interior is to be expected if the construction and quality assurance are carried out professionally. This means that application safety can be significantly increased by focusing on the quality control of the manufacturing process.

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  • Zu diesem Forschungsprojekt werden nur die Kurzfassung und der Kurzbericht veröffentlicht. Die Langfassung des Schlussberichts kann auf Anfrage an verlag@bast.de zur Verfügung gestellt werden.

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Metadaten
Author:Martin Holzapfel, Robert Arnold
URN:urn:nbn:de:hbz:opus-bast-31909
DOI:https://doi.org/10.60850/fv-b8
Title Additional (English):Bridges with seal-welded non-accessible hollow box girders
Document Type:Report
Language:German
Date of Publication (online):2025/07/29
Year of first publication:2025
Publishing institution:Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)
Release Date:2025/07/29
Tag:Bauweise von Brücken; Bauwerksinspektion; DIN 1076; Hohlkästen; Strukturelle Resilienz
Box girders (Bridges); Bridge inspection; Structural health monitoring; bridge construction methods
Number of pages:12
Comment:
Fachveröffentlichung zu Forschungsprojekt: 15.0633
Untersuchungen an Brücken mit dichtgeschweißten nicht begehbaren Hohlkästen im Bereich der Bundesfernstraßen
Fachbetreuung: Heinz Friedrich
Referat: Stahlbau, Brückenausstattung

Es wird darauf hingewiesen, dass die unter dem Namen der Verfasser veröffentlichten Berichte nicht in jedem Fall die Ansicht des Herausgebers wiedergeben. Nachdruck und photomechanische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Bundesanstalt für Straßenund Verkehrswesen, Stabsstelle Presse und Kommunikation.
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