Kongressbericht 2005 der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V.

  • Die Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin beschäftigt sich satzungsgemäß mit der Unfallursachenforschung, der Unfallrekonstruktion sowie den physiologischen und psychologischen Voraussetzungen beim Betrieb von Kraftfahrzeugen aller Art und den Leistungseinschränkungen in Abhängigkeit von Lebensalter, Krankheit, Arzneimitteln sowie psychotropen Substanzen. Neben Alkohol als nach wie vor prädominierender psychotroper Substanz nehmen Drogen und Medikamente, hier vor allem Cannabis, heute einen zunehmenden Stellenwert ein. Daher wurde auf der 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin der Einfluss von Cannabis auf die Fahrsicherheit und Fahreignung aus Sicht der beteiligten Fachdisziplinen (Medizin, insbesondere Rechtsmedizin; Toxikologie; Psychologie) diskutiert. Kontroversen ergaben sich zu möglichen Grenzwerten absoluter Fahruntüchtigkeit bei Cannabiskonsum, während sich zur Fahreignung nach Cannabiskonsum ein homogeneres Meinungsbild abzeichnete. Vor der zunehmenden Alterspyramide sind die Auswirkungen von Erkrankungen auf Fahreignung und Fahrtüchtigkeit von nach wie vor aktueller Relevanz - auch im Hinblick auf neü Therapiemaßnahmen. Daher wurden auf der 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin aus der Sicht klinischer Disziplinen die verkehrsmedizinische Relevanz großer Krankheitsgruppen erörtert und vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse zur Pathogenese und Therapie Begutachtungsleitlinien diskutiert, die teilweise bislang gültige Richtlinien modifizieren. Dies gilt vor allen Dingen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das Schlaf-Apnoe-Syndrom, den Diabetes mellitus, Anfallsleiden etc. Weitere Schwerpunkte waren die Ermüdung sowie die methodischen Probleme, die sich beim Zusammenwirken von Krankheiten und einer zur Behebung der Krankheitssymptome indizierten Arzneimitteltherapie und ihren jeweiligen Auswirkungen auf die Fahrsicherheit und -eignung ergeben. Zahlreiche weitere Vorträge beschäftigen sich mit der Traumatomechanik, Verletzungsrisiken neuartiger Fahrzeuge (Quads), der Epidemiologie der suchtstoffabhängigen Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und dem beweissicheren Wirkungs- und Substanznachweis. Mehrere Beiträge befassten sich darüber hinaus mit der Begutachtung der Fahreignung aus medizinischer und psychologischer Sicht. Die insgesamt 66 Vorträge auf dem 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin spiegeln aktuelle Diskussionen und künftige Entwicklungen innerhalb der Verkehrsmedizin wider.

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Metadaten
URN:urn:nbn:de:hbz:opus-bast-23882
Subtitle (German):33. Jahrestagung : Bonn, 10. bis 12. März 2005
Title Additional (English):Report on the 2005 Congress of the German Society of Traffic Medicine
Series (Serial Number):Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit (171)
Publisher:Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft
Place of publication:Bremerhaven
Contributor(s):Burkhard Madea
Document Type:Conference Proceeding
Language:German
Date of Publication (online):2020/06/23
Date of first publication:2005/08/20
Publishing institution:Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Corporative Author:Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin
Release Date:2020/06/23
Tag:Arzneimittel; Biomechanik; Deutschland; Droge; Fahrtauglichkeit; Grenzwert; Gutachten; Konferenz; Krankheit; Medizinische Gesichtspunkte; Psychologische Gesichtspunkte; Risiko; Süchtigkeit; Toxizität; Verletzung
Addiction; Biomechanics; Conference; Driving aptitude; Drugs; Expert opinion; Germany; Illness; Injury; Limit; Medical aspects; Medication; Psychological aspects; Risk; Toxicit<
Number of pages:300
Institutes:Sonstige
Dewey Decimal Classification:6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 61 Medizin und Gesundheit / 610 Medizin und Gesundheit
Licence (German):License LogoBASt

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