TY - BOOK A1 - Bach, Peter A1 - Rüter, Gert A1 - Carstengerdes, Nils A1 - Wender, Karl F. A1 - Otte, Dietmar T1 - Untersuchung von Verkehrssicherheitsaspekten durch die Verwendung asphärischer Außenspiegel T1 - Investigations of traffic-safety aspects associated with a use of aspherical external mirrors N2 - Der vorliegende Bericht befasst sich mit den Auswirkungen von teilasphärischen Außenspiegeln von Kraftfahrzeugen auf das Unfallgeschehen. Es wird untersucht, ob die Vorteile teilasphärischer Spiegel (größeres Sichtfeld, Reduzierung des "toten Winkels") mit Nachteilen durch die optisch bedingten Verzerrungen des Spiegels verbunden sind (zum Beispiel fehlerhafte Distanz- oder Geschwindigkeitsschätzungen). Hierzu wird ein mehrstufiges Vorgehen gewählt, dass aus der Bestimmung des derzeitigen Ausrüstungsstands, einer Zusammenstellung und vergleichenden Betrachtung nationaler und internationaler Richtlinien und einer umfangreichen Literaturrecherche zur bisherigen Spiegelforschung besteht. Auf der Grundlage dieser Informationen wird der aktuelle Wissensstand zur seitlichen und rückwärtigen Sicht aus Kraftfahrzeugen unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Arten von Außenspiegeln (plan, sphärisch konvex und teilasphärisch) ermittelt und systematisiert. Ergänzend wird im Rahmen von Unfallanalysen untersucht, ob die Verwendung neuartiger Spiegelsysteme einen messbaren Einfluss auf die Unfallstatistik hat. Besondere Relevanz haben in diesem Zusammenhang Unfälle bei AbbiegevorgÃ-¤ngen und Fahrspurwechseln, also Unfalltypen, bei denen der so genannte "tote Winkel" eine maßgebliche Rolle spielen könnte. Zusätzlich wird die Verwendung unterschiedlicher Spiegelsysteme und der Stand der Technik in der derzeitigen Fahrzeugpopulation ermittelt und eine Prognose für die weitere Entwicklung erarbeitet. Diese Erhebungen dienen als Basis für die Durchführung von drei Experimenten, die Informationen zum Einfluss teilasphärischer Spiegel auf die Wahrnehmung liefern sollen. Experiment 1 beschäftigt sich mit Distanzschätzungen durch plane, sphärische und teilasphärische Spiegel. Experiment 2 untersucht die Fähigkeit von Versuchspersonen, mit Hilfe eines planen, sphärischen oder teilasphärischen Außenspiegels die Distanz- und Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeugs einzuschätzen und so den Kollisionszeitpunkt zu bestimmen. Während die ersten beiden Experimente eher Nachteile teilasphärischer Spiegel zu entdecken versuchen, widmet sich Experiment 3 explizit der Frage nach den Vorteilen dieser Spiegel. Es wird daher untersucht, ob das größere Sichtfeld trotz optischer Verzerrungen genutzt werden kann und sich somit Fehleinschätzungen bei der Objekterkennung im "toten Winkel" signifikant reduzieren lassen. Die Experimente können keine Belege für sicherheitsrelevante Nachteile teilasphÃ-¤rischer Außenspiegel finden, sie zeigen jedoch, dass ein größeres, rückwärtiges Sichtfeld genutzt werden kann. Die EinfÃ-¼hrung teilasphärischer Außenspiegel wird daher befürwortet und es wird erwartet, dass diese positive Auswirkungen auf das Unfallgeschehen haben werden. N2 - This report deals with the effects of partly aspherical vehicle mirrors on accident occurrences. It investigates the extent to which the advantages of partly aspherical mirrors (larger field of view, smaller blind spot) are offset by the distorted perspectives they provide (for example, incorrect impressions of clearance and speed). The investigations are conducted in a multistage procedure comprising a determination of state-of-the-art fittings, compilation and comparison of national / international guidelines, and detailed research of existent literature on vehicle mirrors. The acquired information is organized to create a contemporary database on lateral and reverse views afforded on motor vehicles, accounting specially for the various types of available external mirrors (plane, convex and partly aspherical). Accident analyses are used to examine whether modern mirror systems perceptibly influence accident statistics. Of special relevance in this context are accidents occurring during turning and lane-changing, i.e. situations in which the mirrors' blind spots can play a significant role. The extent of usage of various mirror systems and the state-of-the-art prevailing among vehicles currently in operation are ascertained, and further developments in this area forecasted. The surveys form a basis for conducting three experiments supplying information on how partly aspherical mirrors influence drivers' perceptions. Experiment 1 deals with distances estimated via plane, convex and partly aspherical mirrors. Experiment 2 examines the capability of test persons to estimate clearances and speeds of approaching vehicles with the help of plane, convex and partly aspherical mirrors in order to determine potential collision times. Whereas the first two experiments are meant mainly to determine the disadvantages of partly aspherical mirrors, experiment 3 focuses exclusively on their advantages, examining the usefulness of their larger field of view notwithstanding optical distortions, i.e. the significance of smaller blind spots in improving object identification. The experiments do not reveal any safety-related disadvantages of partly aspherical external mirrors, instead demonstrate the usefulness of a larger, reverse field of view. Accordingly, an introduction of partly aspherical external mirrors is recommended and expected to positively influence accident rates. T3 - Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik - 56 KW - Außenseite KW - Blickfeld KW - Deutschland KW - Fahrer KW - Fahrzeug KW - Forschungsbericht KW - Rückspiegel KW - Simulation KW - Verkehrsteilnehmer KW - Versuch KW - Wahrnehmung KW - Driver KW - Field of vision KW - Germany KW - Outside KW - Perception . Rear view mirror KW - Research report KW - Road user KW - Simulation KW - Test KW - Vehicle Y1 - 2006 UR - https://bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor/index/index/docId/232 UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:opus-bast-2320 SN - 3-86509-419-8 N1 - Weitere beteiligte Körperschaften: Universität Trier, Fachbereich Psychologie; Medizinische Hochschule Hannover, Verkehrsunfallforschung ER -