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InBuch (Kapitel / Teil einer Monographie) zugänglich unter
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Untersuchung der Unfälle mit Personenschäden auf Autobahnen

Investigation of motorway accidents involving fatalities and injuries

Brühning, Ekkehard

Originalveröffentlichung: (1977) S. 65-136

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Autobahn , Baustelle , Bewertung , Erwartungswert (stat) , Fahrstreifen , Karte , Korrelation (math, stat) , Längsprofil , Querschnitt , Statistik , Straßennetz , Unfall , Unfallhäufigkeit , Unfallschwerpunkt , Verkehrszusammensetzung , Versuch , Zwei
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Accident black spot , Accident rate , Construction site , Correlation (math, stat) , Cross section , Evaluation (assessment) , Expectation (math) , Longitudinal profile , Map , Motorway , Road network , Statistics , Test , Traffic composition , Traffic lane , Two
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 82 Unfall und Verkehrsinfrastruktur
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Dokumentart: InBuch (Kapitel / Teil einer Monographie)
Schriftenreihe: Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik
Bandnummer: 223
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1977
Publikationsdatum: 16.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die Anwendbarkeit von Regressionsrechnungen zur Erfassung der Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Kenngrößen des Unfallgeschehens und der Verkehrsmenge wurde theoretisch untersucht und empirisch überprüft. Die Ergebnisse betreffen die Transformierbarkeit sowie die Zulässigkeit bestimmter Regressionsrechnungen ohne Gewichtung der Beobachtungsvektoren. Für das Netz der Bundesautobahnen (BAB) wurde mit dem Datenmaterial eines Jahres für fast alle Abschnitte und nach Fahrtrichtungen getrennt eine Ermittlung der Unfallraten der Unfälle mit Personenschaden (URP), vorgenommen. Diesen wurden unter Berücksichtigung einer Reihe von baulichen verkehrlichen Einflussgrößen nach dem Verfahren der multiplen linearen Regression errechnete Erwartungswerte der Unfallraten URP gegenübergestellt. Auf der Grundlage der entsprechenden theoretischen Konzeption wurde hieraus eine Karte der Unfallhäufungen auf BAB erstellt, in der Unfallschwerpunkte ausgewiesen werden. Mit dem Datenmaterial konnte neben einer Untersuchung der Auswirkungen des DTV und verschiedener baulicher Einflussgrößen überprüft werden, welche Auswirkungen ein unterschiedlicher Anteil der Güterverkehr am Gesamtverkehr auf die Höhe der Unfallrate hat. Es ergab sich nur ein geringer Einfluss des Güterverkehrsanteils auf die Unfallrate. Weiter wurde festgestellt, dass es eine Reihe baulicher Bedingungen gibt, welche die Unfallrate der Unfälle mit Personenschaden (URP) deutlich beeinflussen. So konnte unter anderem herausgestellt werden, dass Autobahnen mit 2-streifigen Richtungsfahrbahnen bei Vorhandensein eines Standstreifens eine i.M. wesentlich geringere Unfallrate aufwiesen als bei fehlendem Standstreifen. Mit dem Vorhandensein von Reparaturbaustellen sowie mit zunehmender mittlerer Neigung der Strecke steigt ebenfalls i.M. der Wert von URP. Treffen mehrere der genannten Umstände zusammen, so führt dies zu einem Kumulierungseffekt, ebenso tritt bei Vorliegen ungünstiger baulicher Bedingungen mit wachsendem durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) i.M. eine deutliche Zunahme von URP auf.
Kurzfassung auf Englisch: The applicability of regression analyses for comprehending the correlations between the characteristics of accident occurrence and the volume of traffic was theoretically investigated and empirically re-examined. The results refer to the transformability and admissibility of specific regression analyses without giving weight to observation vectors. Based on the data of a one-year period, for nearly all sections of the Federal motorway network the rates of traffic accidents involving fatalities and injuries (URP) were determined, separately according to either direction of travel. With regard to a series of road design elements and factors of influence in terms of traffic, these rates were compared with the expected accident rates (URP), calculated according to the multiple linear regression method. Based upon the corresponding theoretical concept, from this the high accident locations on the Federal motorway were mapped, pointing out black spots. The data could not only be used to investigate the effects of average daily traffic volumes and those of various road design elements, but also to examine the kind of effect variable percentages of goods traffic are having on the accident rate level. The results indicate that the effects of goods traffic percentage on the accident rate are rather low. lt was further found out that there is a number of road design features having definite influence upon the rate of accidents involving fatalities and injuries (URP). Among others, it was thus possible to prove that the mean rate of accidents occurring on motorways with 2-lane carriageways + emergency lane in either direction was essentially lower than that of those occurring on motorways without emergency lanes. The mean value of URP also goes up as a result of an increasing mean gradient of the road as well as when there are repair sites. lf more than one of the mentioned circumstances coincide, there will be the effect of cumulation; unfavorable road design features and an increasing average daily traffic volume (ADT) bring about a distinct mean increase in the URP, too.