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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/964/


Einfluss der Oberflächenausführung von Betondecken auf die Griffigkeit

Influence of the surface finish of concrete pavement slabs on skid resistance

Schulze, K. H. ; Hoffmann, G. ; Dames, Jürgen ; Schuster, Franz Otto ; Sulten, Peter ; Maaß, Alfred


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Abstumpfen , Betonstraße (Oberbau) , Bewertung , Forschungsbericht , Griffigkeit , Oberflächentextur , Verfahren
Freie Schlagwörter (Englisch): Evaluation (assessment) , Method , Non skid treatment , Research report , Rigid pavement , Skidding resistance , Surface texture
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 32 Zementbeton
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 23 Deckeneigenschaften
Collection 3: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 52 Bau von Oberbauten und Decken
Institut 1: Sonstige
Institut 2: Abteilung Straßenbautechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Technische Universität Berlin, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrswegebau, Fachgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik
Bandnummer: 356
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1982
Publikationsdatum: 16.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Der gemeinsam vom Institut für Verkehrsplanung und Verkehrswegebau der Technischen Universität Berlin und von der Bundesanstalt für Straßenwesen, Köln, durchgeführte Forschungsauftrag des Bundesministers für Verkehr hatte zum Ziel, Lösungswege zu finden, wie der Betondecke - ohne die Zusammensetzung zu ändern - von Anfang an eine gute Griffigkeit mitgegeben werden kann. Hierzu wurden vier grundsätzliche Möglichkeiten der Oberflächenausführung in verschiedenen Varianten und auch Kombinationen systematisch im Hinblick auf Praktikabilität, Griffigkeit, Lärm, Ebenheit und Aufwand untersucht: 1. Strukturieren des Oberflächenmörtels (z.B. Rosshaarbesen, Stahlbesen nach TRRL) 2. Aufstreuen von gebrochenen Mineralstoffen auf den frischen Beton hinter dem Nachlaufglätter (z.B. Diabas 2/5 mit einer Gussasphalt-Riffelwalze angedrückt) 3. Einarbeiten von Brechsand in den Oberflächenmörtel durch den Nachlaufglätter (z.B. Siliziumkarbid 0,5/1) 4. Beseitigen des Oberflächenmörtels (in Anlehnung an die Waschbetontechnik) Die Untersuchungen erfolgten mit Unterstützung mehrerer Landesstraßenbauverwaltungen, die die umfangreichen Versuchsprogramme in anstehende Neubau- bzw. Erneuerungsprogramme für Autobahnen einbringen konnten. Insgesamt wurden auf sieben Versuchsstrecken etwa 100 Versuchsfelder angelegt, die in der Regel 50 m lang sind. Bei Abschluss des ersten Teils der Forschungsarbeit lagen die Betonfahrbahnen der Versuchsstrecken durchschnittlich etwa zwei Jahre unter Verkehr. Hinsichtlich ihres Griffigkeitsverhaltens kann allgemein festgestellt werden: - Eine stärkere Strukturierung der Feinmörtelschicht wirkt sich anfangs und längerfristig stets günstig auf den Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn bei Nässe aus. Die im "Merkblatt über Straßengriffigkeit und Verkehrssicherheit bei Nässe" genannten Richtwerte werden sicher erfüllt. - Technisch lassen sich derartige Oberflächen ohne zusätzlichen Mehraufwand mit Besen erzielen, deren Borsten relativ lang und steif sind. Die besten Ergebnisse wurden mit dem vom britischen Transport an Road Research Laboratory entwickelten Stahlbesen erzielt, gefolgt vom Kunststoffbesen nach Piassava-Art. - Die übrigen Verfahren, insbesondere das zusätzliche Anreichern der Feinmörtelschicht mit scharfen Mineralstoffen und das Beseitigen des Oberflächenmörtels in Anlehnung an die Waschbetontechnik, können das hohe Griffigkeitsniveau der mit dem englischen Stahlbesen strukturierten Oberflächen nur selten erreichen. Sie sind dabei wesentlich aufwendiger und meistens wenig praktikabel. Da die Anforderungen bezüglich Ebenheit ohne weiteres erfüllt wurden und auch die Lärmmessungen gegenüber den mit Rosshaarbesen behandelten Oberflächen keine signifikant höheren Werte ergaben, hat die abschließende Oberflächenstrukturierung frischer Betondecken mit dem englischen Stahlbesen bereits Eingang in die ZTV Beton 78 gefunden.
Kurzfassung auf Englisch: The research study of the Federal Minister of Transport was carried out jointly by the Institute of Traffic Planning and Route Construction of the Technical University, Berlin and the Federal Road Research Institute, Cologne. Its objective was to find solutions how to provide a concrete pavement with a good skid resistance from the very beginning without changing the mix composition. Moreover four basic possibilities of the surface finish in various alternatives and also combinations were systematically investigated with a view to practicability, skid resistance, noise, surface tolerance and outlay: 1. Texturing of the surface mortar (e.g. horsehair brooms, steel brooms to TRRL design) 2. Gritting the freshly poured concrete behind the trailer float with crushed mineral aggregates (e.g. diabase 2/5 pressedin with a gussasphalt fluted roller). 3. Working-in of crushed sand into the surface mortar by means of the trailer float (e.g. silica carbide 0.5/1). 4. Removal of the surface mortar (as in concrete with exposed aggregate by washing.). The investigations were carried out with the assistance of several State Highway Construction Authorities, which were able to incorporate the comprehensive test programs into planned new highway or reconstruction programs for autobahns. A total of approximately 100 test bays, which were as a rule 50 m long, were set out on seven test stretches. At the conclusion of the first stage of the research work, the concrete pavements of the test stretches were under traffic for about two years on the average. With regard to their skid resistance it can in general be established: - A strong texturing of the fine mortar layer has always initially and on the longer term basis a favourable effect on the tractive force between tyre and pavement when wet. The guide values given in the "Leaflet on highway skid resistance and traffic safety in wet conditions" are certainly attained. - Technically speaking, such surfaces can be attained without extra effort using brooms whose bristles are relatively long and still. The best results were attained with the steel broom developed by the British TRRL laboratory, followed by the piassava type broom of plastic material. - The remaining methods, especially the extra gritting of the fine mortar layer with sharp mineral aggregate and the removal of the surface mortar as in the exposed aggregate by washing technique, could seldom attain the high level of skid resistance of the surface textured with the English steel broom. They require at the same time substantially rnore outlay and are generally less practicable. Because the requirements as to surface tolerance were readily attained and also the noise measurements resulted in no significantly higher values relative to the surfaces treated with horsehair brooms, the final surface texturing of freshly poured concrete pavements with the English steel broom has already been incorporated into the additional technical specifications and güidelines for the construction of roadway concrete pavements, 1978 edition.