Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/945/


Wirksamkeit vertikaler Leitelemente für Straßenarbeitsstellen

The effectivness of vertical navigational aids at roadworks

Meseberg, Hans-Hubert

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (10.990 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ankündigung , Baustelle , Bewertung , Deutschland , Farbe , Form , Forschungsbericht , Gestaltung , Kontrast , Leitpfosten , Leuchtdichte , Versuch , Wahrnehmung
Freie Schlagwörter (Englisch): Colour , Construction site , Contrast (visual) , Evaluation (assessment) , Germany , Layout , Luminance , Marker post , Perception , Research report , Shape , Test , Warning
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 85 Sicherh.-Einrichtg. in der Verkehrsinfrastruktur
Institut: Abteilung Straßenverkehrstechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 49
ISBN: 3-89701-062-3
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1997
Publikationsdatum: 04.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Eine eindeutige visuelle Führung im Straßenraum, insbesondere in Arbeitsstellen, ist eine Grundvoraussetzung für einen sicheren und homogenen Verkehrsablauf. Die visuelle Führung wird durch horizontale (zum Beispiel Fahrbahnmarkierungen) und vertikale Leiteinrichtungen (zum Beispiel Warnbaken) bewirkt. Vor allem nachts kommt den vertikalen Leiteinrichtungen eine besondere Bedeutung zu. Eine eindeutigere visuelle Führung der Verkehrsteilnehmer könnte durch eine verbesserte Gestaltung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen erreicht werden. Um zu überprüfen, welche Formen und Farben besonders wirksam sind, wurde die vorliegende Laborstudie durchgeführt. Durch Befragung von Testpersonen wurde ermittelt, dass bei Leiteinrichtungen die Farbkombination Rot-Weiss die höchste Auffälligkeit und Warnwirkung besitzt, während bei Überleitungs- und anderen Verkehrslenkungstafeln von den Versuchspersonen Kombinationen mit schwarzer Schrift auf gelbem, orangefarbenem oder rotem Grund die höchste Warnwirkung attestiert wurde. Bei richtungsanzeigenden Leiteinrichtungen besitzen Pfeilmuster eine deutlich höhere visuelle Wirksamkeit als diagonale Streifenmuster. Daher können die heute überwiegend verwendeten Leiteinrichtungen mit diagonalen Streifenmustern ihre richtungsanzeigende Funktion nur sehr bedingt erfüllen. Als wirksamstes Gestaltungselement für absperrende Leiteinrichtungen erwies sich ein vertikales Streifenmuster, das heute meist zur Gestaltung solcher Leiteinrichtungen verwendet wird. Einige andere Gestaltungsmerkmale der heute verwendeten Leiteinrichtungen besitzen eine hohe visuelle Wirksamkeit: das Flächenverhältnis Rot:Weiß von 1:1, der Leuchtdichtekontrast zwischen Rot und Weiß sowie bei den meisten Leiteinrichtungen auch die Zahl der Rot-Weiß-Wechsel je Länge der Leiteinrichtung. Die Helligkeitsanforderungen an Leiteinrichtungen beim nächtlichen Fahren unterscheiden sich nicht von denen anderer Verkehrszeichen. In vielen Fällen ist das visuelle Erscheinungsbild der in Deutschland verwendeten Leiteinrichtungen als gut zu bezeichnen, teilweise aber verbesserungsbedürftig. In den abschließenden Empfehlungen wird unter anderem vorgeschlagen, die Warnbake und verwandte Leiteinrichtungen völlig neu zu gestalten, indem die diagonalen Streifen- durch Pfeilmuster ersetzt werden. Die Absperrschranke kann dagegen in ihrer Gestaltung kaum noch verbessert werden. Weiter wird ein einheitliches System der Farbkodierung von Verkehrszeichen für die wegweisende Beschilderung, Leiteinrichtungen und Verkehrslenkungstafeln vorgeschlagen, bei dem auch die Erfordernisse einer künftigen europäischen Harmonisierung auf diesem Gebiet berücksichtigt werden. Die Ergebnisse beziehen sich überwiegend auf Leiteinrichtungen, die in Arbeitsstellen verwendet werden, aber auch auf Leiteinrichtungen zur Dauerbeschilderung.
Kurzfassung auf Englisch: Clear visual direction of traffic on roads, especially at roadworks is a basic necessity for safe, homogeneous traffic flow. Visual directing is carried out by means of horizontal aids (e.g. road markings) and vertical aids (e.g. warning signs). Vertical signs are of particular importance at night. The clear, visual directing of road users could be achieved by improving the design of signs and installations. The present study was carried out to find out what shapes and colours were especially effective. It was found by means of a survey of test subjects that for directing traffic a combination of red and white is the most striking and effective for warnings, whilst, in the case of rerouting and other sign faces for controlling traffic, combinations of black writing on a yellow, orange or red background were attested by the test subjects as having the best warning effect. In the case of signposting, arrowed patterns were clearly more effective visually than diagonal road patterns. Thus the preponderant diagonal road patterns were only able to fulfill their directional function to a very limited extent. For closure installations, a vertical striped pattern, as is most often used today for the design of such navigational aids, proved to be the most effective design. Some other design features of the navigation devices used today are highly efficient visually: a 1:1 red-to-white surface ratio, the luminance contrast between road and white and also the number of red/white alternations per length of sign. The brightness requirement in navigational devices for night driving do not differ from those of other road signs. In many cases the visual picture of navigational installations used in Germany can be characterised as good, but partly in need of improvement. In our final recommendations, the proposal will be made amongst other things that warning signs and navigational devices used should be designed from scratch, the diagonal stripes being replaced by an arrow pattern. Closure installations on the other hand can scarcely be improved as to their design. Further, a unitary system for the colour-coding of road signs is proposed for signposting, navigation and traffic control sign faces, whereby also the requirements of future European harmonisation will be taken into account in this area. Results relate preponderantly to navigation devices used at roadworks, but also for navigational installations for permanent road signs.