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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Straßenverkehrsunfälle beim Transport gefährlicher Güter 1992 bis 1995

Road traffic accidents in the carriage of dangerous goods

Pöppel-Decker, Martin

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Fracht , Güterverkehr , Risiko , Statistik , Transport , Unfall
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Freight , Germany , Risk , Transport
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 81 Unfallstatistik
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 101
ISBN: 3-89701-251-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1998
Publikationsdatum: 02.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Im vorliegenden Bericht wird das Unfallgeschehen beim Gefahrguttransport analysiert. Grundlage der Untersuchung sind die Einzeldaten der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik, die der BASt für Zwecke der Unfallforschung übermittelt werden. Untersucht werden die Unfalldaten der Jahre 1992 bis 1995. Ein Unfall wird als Gefahrgutunfall definiert, wenn im verfügbaren Datenmaterial der Unfälle mit Personenschaden bei mindestens einem Güterkraftfahrzeug mindestens zu einem gefahrgutspezifischen Merkmal eine Angabe vorliegt. Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Struktur der Unfälle mit Personenschaden beim Transport gefährlicher Güter anhand wichtiger Unfall- und Beteiligtenmerkmale. Weiterhin werden spezifische Unterschiede zwischen dem Unfallgeschehen von Güterkraftfahrzeugen beim Gefahrguttransport und dem Gütertransport insgesamt herausgearbeitet. Beim Gefahrguttransport hat sich während des Untersuchungszeitraums die Zahl der Unfälle mit Personenschaden pro Jahr deutlich verringert. Unter der Voraussetzung, dass die Dunkelziffer und Qualität der Unfalldaten im Betrachtungszeitraum annähernd konstant geblieben ist, kann auf einen Rückgang der Unfälle beim Transport gefährlicher Güter geschlossen werden. Im Vergleich zum Unfallgeschehen des allgemeinen Güterverkehrs auf der Straße sind Unfälle beim Transport gefährlicher Güter seltene Ereignisse. "Nur" rund 8 von 1.000 Unfällen mit Personenschaden, an denen Güterkraftfahrzeuge beteiligt waren, wurden nach der vorliegenden Definition als Gefahrgutunfall eingestuft. Die Folgen dieser Unfälle sind jedoch deutlich schwerer. Im Mittel wurden bei 1.000 Unfällen mit Personenschaden beim Gefahrguttransport 69 Personen und beim Güterverkehr insgesamt 46 Personen getötet. Dabei hat jedoch das transportierte Gefahrgut bei 92 Prozent der betrachteten Unfälle nicht unmittelbar zu der deutlich höheren Unfallschwere beigetragen, da es "nur" bei 8 Prozent der Unfälle zu einem Austritt von Gefahrgut kam. Die entstandenen volkswirtschaftlichen Kosten liegen bei den Personenschäden um 40 Prozent und bei den Primär-Sachschäden um das Dreifache über den mittleren Kosten eines Unfalls im allgemeinen Güterverkehr. Sekundär-Sachschäden, das sind überwiegend die durch das Gefahrgut verursachten Langzeitschäden, konnten bei dieser Untersuchung nicht ermittelt werden, da entsprechende Informationen nicht vorlagen. Eine frühere BASt-Untersuchung (PÖPPEL, KÜHNEN; 1993) hat aber gezeigt, dass Sekundär-Sachschäden - bei den damals untersuchten Tankfahrzeugunfällen - nochmals bis zu etwa 40 Prozent höher liegen als Primär-Sachschäden.
Kurzfassung auf Englisch: The present report analyses the occurrence of accidents in the carriage of dangerous goods. The report is based on the data contained in the official road traffic accident statistics which are conveyed to BASt for use in accident research. Data from 1992 to 1995 are analysed in the report. An accident is defined as an accident involving dangerous goods when the personal injury accidents data contain details on at least one of the characteristics specific to dangerous goods for at least one goods vehicle. Using important characteristics relating to the accidents and the parties involved, a detailed examination is carried out into the structure of personal injury accidents which occur during the transport of dangerous goods. Specific differences between the accident occurrence of goods vehicles carrying dangerous goods and of goods transport as a whole are also established. The annual number of personal injury accidents in the carriage of dangerous goods decreased greatly during the period under investigation. On the condition that the number of unreported cases and the quality of the accident data remained almost constant during the period under investigation, it may be concluded that the number of accidents in the carriage of dangerous goods has decreased. Compared with road accidents which involve general goods traffic, accidents in the carriage of dangerous goods are rare. "Only" about 8 out of 1,000 personal injury accidents which involved goods vehicles were classified according to the above definition as an accident involving dangerous goods. The consequences of these accidents are, however, much more severe. There was an average of 69 fatalities in every 1,000 personal injury accidents in dangerous goods transport and 46 in goods traffic as a whole. However, in 92 % of the accidents investigated, the dangerous goods which were being transported were not directly responsible for the much greater severity of the accidents, as dangerous substances escaped in "only" 8 % of the cases. The costs for the economy were, regarding the personal injury accidents, 40 % higher than the average costs of an accident in general goods traffic; regarding primary material damage, the costs were three times as high. Secondary material damage, which is mainly the long-term damage caused by the dangerous goods, was not able to be determined in this investigation as the corresponding information was not available. However, an earlier BASt investigation (PÖPPEL, KÜHNEN; 1993) showed that secondary material damage - in the case of the tanker accidents which were the subject of the investigation - was up to 40 % higher than primary material damage.