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Die Aktion "Darauf fahr ich ab: Trinken und Fahren könnt ihr euch sparen" : Evaluation einer Verkehrsaufklärungsmaßnahme für Jugendliche

The campaign "Darauf fahr ich ab: Trinken und Fahren könnt ihr euch sparen" (That's the thing for me: you can forget drinking and driving)

Emsbach, Michael


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Einstellung (psychol) , Freizeit , Interview , Jugendlicher , Sicherheit , Trunkenheit , Unfall , Veränderung , Verhalten , Verkehr , Werbung , Wirksamkeitsuntersuchung
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Adolescent , Attitude (psychol) , Behaviour , Drunkenness , Germany , Impact study , Interview , Modification , Publicity , Recreation , Safety , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 99
ISBN: 3-89701-246-4
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1998
Publikationsdatum: 02.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: In Deutschland wird eine besorgniserregende Zahl alkoholbedingter Freizeitunfälle im Straßenverkehr registriert. Ziel einer im Dezember 1997 modellhaft in drei Regionen durchgeführten Verkehrsaufklärungsaktion war es, sowohl junge Fahrer und Fahrerinnen als auch junge Mitfahrer und Mitfahrerinnen bei dem Besuch von Discotheken zu einer strengen Trennung von Trinken und Fahren zu bewegen. Zur Evaluation dieser Verkehrsaufklärungsaktion wurden drei Untersuchungsansätze kombiniert: qualitative Erhebung, quantitative Erhebung und die Auswertung fremder Datenquellen. In Intensivinterviews mit Schülern, Maurer-, Industriemechaniker- und Einzelhandelsauszubildenden wurde der soziale Hintergrund der alkoholbedingten Freizeitunfälle aufgeklärt. Zur Ermittlung der Wirkungsweise der Aktion erhielten 10.991 Personen aus der Zielgruppe ein Anschreiben mit einem Fragebogen zu den für die Freizeitunfälle relevanten Einstellungen und zu ihren Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit der Aufklärungsaktion. Zur Objektivierung der Frage nach den Wirkungen wurden die Unfalldaten und die Resultate polizeilicher Alkoholkontrollen aus den Aktionsregionen ausgewertet. Mit der Aktion wird bei den Jugendlichen ein aktuelles Problem aufgegriffen. Das Ausmaß der durch die Aktion veranlassten Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der Thematik des Trinkens und Fahrens und dem Problem des Mitfahrens mit einem alkoholisierten Fahrer erweist sich als hoch. Die gewählte Aktionsform wird von den Jugendlichen gut akzeptiert. Sie erreicht bei einem großen Teil der Zielgruppe die angestrebte Überprüfung des eigenen Verhaltens. Die Gruppengespräche und die Befragungsergebnisse zeigen, dass die hier relevanten Einstellungen und Verhaltensweisen geschlechtsspezifische Komponenten haben, wobei sich aber das Verhalten von Männern und Frauen überlappt. Ein kleiner Personenkreis riskiert entgegen den Zielen der Aktion weiterhin das Mitfahren mit einem alkoholisierten Fahrer. Die Analyse der Befragungsdaten legt nahe, dass möglicherweise der eigene Alkoholkonsum des Mitfahrers dazu führt, dass er bei einem alkoholisierten Fahrer einsteigt. Die Auswertung der Resultate polizeilicher Alkoholkontrollen zeigt eine deutlich verminderte Quote von alkoholauffälligen Fahrern und alkoholbedingten Unfällen in den Aktionsregionen im Anschluss an die Verkehrsaufklärungsaktion.
Kurzfassung auf Englisch: There are a worryingly high number of alcohol-associated leisure-time accidents in Germany. The aim of a road safety campaign which was carried out as a prototype in three regions in December 1997 was to persuade both young drivers and young passengers to strictly separate drinking from driving when visiting discos. Three investigative approaches were combined to evaluate this road safety campaign: a qualitative survey, a quantitive survey and the evaluation of data sources of third parties. Intensive interviews with pupils and trainee bricklayers, industrial mechanics and retail traders were used to clarify the social background of alcohol-associated leisure time accidents. In order to ascertain in which ways the campaign was effective, 10,991 persons from the target groups were given a questionnaire relating to the attitudes relevant to the leisure time accidents and to their changes of behaviour in connection with the campaign. Accident data and the results of alcohol checks by the Police were evaluated to treat the question concerning the effects objectively. The campaign picks up on a current problem of young adults. The scope of debate among young adults regarding the topic of drinking and driving and the problem of driving with an intoxicated driver which was sparked off by the campaign was seen to be extensive. The type of campaign selected is accepted positively by the young adults. lt evoked the desired examination of personal behaviour in a large section of the target group. The group discussions and the survey results show that the attitudes and modes of behaviour relevant to this field contain sex-specific components although the behaviour of men and women does overlap. A small number of people continue to risk travelling with an intoxicated driver, contrary to the aims of the campaign. The analysis of the survey data would seem to imply that the passenger\'s own consumption of alcohol leads to him accepting a lift with an intoxicated driver. The evaluation of the results of alcohol checks by the police shows a clear reduction in the number of intoxicated drivers and alcohol-associated accidents in the regions covered by the campaign subsequent to it being carried out. lt may be assumed that this is caused by the synergy effects of the road safety campaign and the larger number of police checks carried out due to the campaign.