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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Schadstoffemissionen und Kraftstoffverbrauch bei kurzzeitiger Motorabschaltung

Pollutant emission and fuel consumption with short-term engine shutoff

Bugsel, Bernd ; Albus, Christoph ; Sievert, Wolfgang

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Auspuff , Emission , Katalyse , Kohlenmonoxid , Kohlenwasserstoff , Kraftstoffverbrauch , Messung , Motor , Schadstoff
Freie Schlagwörter (Englisch): Carbon monoxide , Catalysis , Emission , Exhaust pipe , Fuel consumption , Hydrocarbon , Measuring , Motor , Pollutant
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 15 Umwelt
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut: Abteilung Fahrzeugtechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 22
ISBN: 3-89429-995-9
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1997
Publikationsdatum: 25.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Um festzustellen, ob bei vorübergehendem Fahrzeugstillstand kurzzeitige Motorabschaltungen gegenüber konstantem Leerlaufbetrieb eine Reduzierung oder aber aufgrund des Startvorganges eine Zunahme der Kraftstoffverbräuche und Schadstoffemissionen zur Folge haben, wurde mit dem Emissions-Mess-Fahrzeug (EMF) der BASt ein entsprechendes Untersuchungsprogramm realisiert. Dabei war auch der Fragestellung nachzugehen, was dem Autofahrer an einer roten Ampel oder einem Bahnübergang (oder den Kommunen bei entsprechender Beschilderung) zu empfehlen ist, dass heißt ob der Motor abgeschaltet werden soll oder nicht. Im ersten Abschnitt des Projektes wurde anhand einzelner Motorstopp-/Startvorgänge untersucht, wie lange der Motor mindestens ausgeschaltet werden muss, damit Einsparungen möglich sind. Es stellte sich heraus, dass die Standzeiten, ab wann aus der vorübergehenden Motorabschaltung Vorteile für die Umwelt entstehen, für die verschiedenen Abgaskomponenten sehr weit auseinander liegen: bei Kraftstoffverbrauch und Stickoxidemissionen etwa ab zehn Sekunden, bei Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid-Emissionen erst ab etwa fünf Minuten. Im zweiten Projektabschnitt wurden Messfahrten im Straßenverkehr durchgeführt, die einen definierten, 20 Sekunden dauernden Fahrzeugstillstand in Form einer Ampelstopp-Simulation beinhalteten. Mit diesem realitätsnahen Versuchskonzept sollten die Ergebnisse aus den Motorstopp-Startversuchen überprüft werden. Es zeigte sich, dass die unter idealen Bedingungen erarbeiteten Resultate des ersten Abschnitts auch auf reale Verhältnisse angewendet werden können. Alle Ergebnisse beziehen sich auf das Messfahrzeug mit warmem Motor. Die Übertragbarkeit auf andere Fahrzeuge - insbesondere solche mit anderen Motor- beziehungsweise Gemischaufbereitungs- und Abgasreinigungskonzepten - ist daher nicht oder nur eingeschränkt zulässig. Die Größenordnungen der Ergebnisse können aber vermutlich auf vergleichbare, mit Katalysator ausgestattete Fahrzeuge übertragen werden.
Kurzfassung auf Englisch: In order to establish whether, in the event of temporary vehicle standstill, short-term engine shutoff causes fuel consumption and pollutant emissions to be reduced or, due to engine starting, increased, a corresponding test programme was completed using the BASt emission measuring vehicle. The question as to what course of action should be recommended to drivers at a red light or level crossing (or to local authorities with regard to the appropriate signposting), i.e. whether the engine should be turned off or not, was also investigated. In the first stage of the project, individual engine stop/start procedures were examined to find out how long the engine has to be switched off in order to reduce consumption and emissions. lt emerged that the minimum stationary periods benefiting the environment as a result of temporary engine shutoff vary considerably for the different exhaust-gas components: above about ten seconds for fuel consumption and nitrogen oxide emissions and only above about five minutes for hydrocarbon and carbon monoxide emissions. In the second stage of the project, test drives were carried out in road traffic including a defined 20-second vehicle stop in the form of a simulated stop at traffic lights. This realistic test concept was designed to examine the results of the engine start/stop tests. lt was revealed that the results from the first stage which were obtained in ideal conditions can also be applied to real situations. All results were obtained using the measuring vehicle with a warm engine. lt is therefore not possible, or only possible to a limited extent, to apply them to other vehicles - especially those with other engine or mixture preparation and emission control