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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Schwingungsdämpferprüfung an Pkw im Rahmen der Hauptuntersuchung

Shock absorber test on cars as part of the general inspection

Pullwitt, Ernst


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Federung , Pkw , Prüfstand , Schwingung , Technische Überwachung (Fahrzeug)
Freie Schlagwörter (Englisch): Car , Suspension (veh) , Test rig , Vehicle inspection , Vibration
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 96 Fahrzeugunterhaltungskosten
Institut: Abteilung Fahrzeugtechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 19
ISBN: 3-89429-705-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 24.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die Schwingungsdämpfer von Pkw werden in Deutschland bei der regelmäßigen technischen Überwachung im Rahmen der Hauptuntersuchung nach Paragraph 29 StVZO überprüft. In eingebautem Zustand werden sie dabei im wesentlichen nur einer Sichtkontrolle unterzogen, bei der die Dichtigkeit der Dämpfer und ihre äußerliche Unversehrtheit beurteilt werden. Ziel der Untersuchung war die Klärung der Frage, ob die Notwendigkeit einer aussagekräftigeren Kontrolle der Schwingungsdämpfer bei der regelmäßigen technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen besteht, da die objektive Messung der Dämpferleistung problematisch ist und der Nutzen einer solchen Maßnahme bisher nicht quantifiziert werden kann. Objektive Prüfergebnisse an Schwingungsdämpfern sind jedoch nur in ausgebautem Zustand zu erhalten. Durch die Untersuchung sollte über eine "Ist-Zustands-Prüfung" von im Verkehr befindlichen Pkw und eine darauf aufbauende Hochrechnung der Anteil der Fahrzeuge, die mit defekten Dämpfern fahren, festgestellt werden. Die Auswertung der Reihenuntersuchung ergab, dass von 5.749 untersuchten Pkw 450 Pkw eine Fahrwerksbeurteilung erhielten, nach der an mindestens einem Rad der prüfstandspezifische Grenzwert nicht eingehalten wurde, was in der Regel auf einen defekten Dämpfer zurückzuführen ist. Dies entspricht hochgerechnet einem Anteil von 7,8 Prozent der zugelassenen Pkw. Folgt man den durch die Reihenuntersuchung ermittelten Ergebnissen und den bisher diskutierten Grenzwerten von 50 Prozent für die Restwirkung der Dämpfer, so würde die Einführung einer obligatorischen Dämpferprüfung zu erheblichen Kosten führen, deren Nutzen jedoch aufgrund fehlender Angaben derzeit nicht festgestellt werden kann. In Anbetracht der Unsicherheiten bezüglich des Einflusses defekter Schwingungsdämpfer auf das Unfallgeschehen und der ermittelten Defektrate konnte die Einführung einer obligatorischen Prüfung auf einem Prüfstand im Rahmen der regelmäßigen Hauptuntersuchung nicht abschließend bewertet werden.
Kurzfassung auf Englisch: In Germany, the shock absorbers of cars are checked in the regular general inspection in accordance with §29 Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (Motor Vehicle Construction and Use Regulations). In the installed condition, they are essentially subjected only to a visual check in which their tightness and external soundness are assessed. The aim of the investigation was to answer the question as to whether it is necessary to perform a more meaningful check of the shock absorbers in the regular technical inspection of motor vehicles, since objective measurement of the shock absorber performance is problematic and it has not so far been possible to quantify the benefits of such a measure. Objective test results on shock absorbers can be obtained only with the shock absorbers removed. The investigation was intended, by means of an "actual-condition check" of cars used on the road, and by means of subsequent extrapolation, to determine the fraction of cars having defective shock absorbers The evaluation of the series investigation revealed that, of 5,479 cars examined, 450 received a suspension assessment according to which at least one wheel did not achieve the test stand-specific limiting value, a problem which can generally be attributed to a defective shock absorber. This corresponds to a fraction of 7.8% of all cars registered. On the basis of the results of the series investigations, and on the basis of a 50% limiting value for the remaining effect of the shock absorbers, as has been discussed until now, the introduction of an obligatory shock absorber test would lead to considerable costs, the benefit of which cannot at present be determined because of a lack of information. Because of the uncertainties regarding the influence of defective shock absorbers on the accident occurrence, and because of the defect rate determined, it has not so far been possible to prepare a final assessment of the introduction of an obligatory test on a test stand as part of the regular general inspection.