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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Gefährdung durch Frontschutzbügel an Geländefahrzeugen

Danger from front protection bars on all-terrain vehicles.

Zellmer, Harald ; Schmid, Manfred

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ausrüstung , Belastung , Erwachsener , Fahrzeug , Frontalzusammenstoß , Fußgänger , Gelände , Geschwindigkeit , Kind , Menschlicher körper , Messung , Pkw , Prüfverfahren , Radfahrer , Sicherheit , Stoßstange , Unfallrekonstruktion , Versuch , Versuchspuppe
Freie Schlagwörter (Englisch): Adult , Anthropometric dummy , Bumper , Car , Child , Cyclist , Equipment , Head on collision , Human body , Load , Measurement , Pedestrian , Reconstruction (accid) , Safety , Speed , Terrain , Test , Test method , Vehicle
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 84 Personenschäden
Institut 1: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
Institut 2: Abteilung Fahrzeugtechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 12
ISBN: 3-89429-908-8
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1995
Publikationsdatum: 24.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Der Anteil von Geländefahrzeugen an der Gesamtzahl von Personenkraftwagen betrug im Juli 1991 in den alten Bundesländern ca. 1,1 Prozent. Nach eigenen Erhebungen sind etwa 62 Prozent der Geländefahrzeuge mit einem Frontschutzbügel ausgestattet. Der Bundesminister für Verkehr hat die BASt beauftragt zu prüfen, ob solche Konstruktionen einen Einfluss auf die Verletzungen bei Kollisionen mit Fußgängern und Zweiradbenutzern haben. Dazu wurde das Datenmaterial der Unfallerhebung der Medizinischen Hochschule Hannover ausgewertet und die um fahrzeugtechnische Angaben ergänzten Unfalldaten aus Nordrhein-Westfalen betrachtet. Weiterhin wird von Komponententests berichtet, die den Anprall menschlicher Körperteile an das Fahrzeug simulieren. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung wurde ein Frontschutzbügel hergestellt, der weniger aggressiv gegenüber ungeschützten Verkehrsteilnehmern ist. Zur Quantifizierung der Gefährdung von Fußgängern wurden zwei gängige Geländefahrzeugtypen mit und ohne Frontschutzbügel gemäß dem Prüfvorschlag der EEVC-WG 10 zur Bestimmung der Fußgängerverträglichkeit von Pkw-Frontflächen getestet. Die Ergebnisse aus den Versuchsreihen wurden mit Ergebnissen aus Versuchen an normalen Pkw verglichen.Es kann festgestellt werden, dass bei einem Unfall mit Kopfanprall eines Kindes an ein mit Frontschutzbügel ausgestattetes Geländefahrzeug bei 20 km/h mit gleichen Kopfbelastungen zu rechnen ist, wie bei einem Unfall mit 30 km/h mit einem Geländefahrzeug ohne Frontschutzbügel, beziehungsweise mit 40 km/h mit einem normalen Pkw. Für den Hüftanprall eines Erwachsenen an die Haubenkante ist bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 25 km/h bei einem Fahrzeug mit Frontschutzbügel mit gleichen Belastungen zu rechnen, wie bei einem Unfall mit einem Fahrzeug ohne Frontschutzbügel bei 40 km/h (Pkw oder Geländewagen). Für die Belastungen des Knies eines Erwachsenen lässt sich keine Verschlechterung durch montierte Frontschutzbügel ableiten.
Kurzfassung auf Englisch: The fraction of all-terrain vehicles in the total number of cars in the old Federal Lands was approx. 1.1% in July 1991. According to our own surveys, around 62% of the all-terrain vehicles are fitted with a front-protection bar. The Federal Minister for Transport has appointed the Federal Highway Research Institute (Bundesanstalt für Straßenwesen - BASt) to examine whether such constructions have an influence on the injuries sustained in the event of collisions with pedestrians and cyclists. For this, the data from the accident survey of. the Medizinische Hochschule Hannover were evaluated and the accident data from North Rhine-Westphalia, supplemented with information on the vehicles involved, were examined: In addition, a report is given on component tests which simulate the impact of parts of the human body with the vehicle. On the basis of the results of this investigation, a front protection bar was manufactured which is less aggressive towards unprotected road-users. Two popular models of all-terrain vehicle were tested with and without front protection bars in accordance with the test proposal of EEVC-WG 10 for the purpose of determining the effects on pedestrians of impact with the frontal surfaces of cars. The results of the test series were compared with the results of tests with normal cars. lt was ascertained that in an accident involving head impact of a child with an all-terrain vehicle equipped with front protection bar at 20 km/h, the same loading of the head is to be expected as in an impact at 30 km/h with an all-terrain vehicle not fitted with a front protection bar, or 40 km/h with a normal car. For a hip impact of an adult with the edge of the bonnet, for a vehicle speed of 25 km/h in the case of a vehicle fitted with a front protection bar, the same loading should be expected as for an accident with a vehicle without a front protection bar at 40 km/h (car or all-terrain vehicle). The fitting of a front protection bar was not seen to increase the severity of the loading of the knee of an adult.