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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/878/


Einsatz der Gasentladungslampe in Kfz-Scheinwerfern : Vor- und Hauptstudie

Gas discharge lamps in car headlamps

Damasky, Joachim


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bewertung , Blendung , Decke (Straße) , Fahrzeug , Halogene , Hell , Leuchtdichte , Reflexionsgrad , Scheinwerfer , Versuch
Freie Schlagwörter (Englisch): Evaluation (assessment) , Glare , Halogen , Headlamp , Light (colour) , Luminance , Reflectivity , Surfacing , Test , Vehicle
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Technische Hochschule Darmstadt. Fachgebiet Lichttechnik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 10
ISBN: 3-89429-613-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1995
Publikationsdatum: 24.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Künftig sollen in Kfz-Scheinwerfern anstelle von Glühlampen auch Gasentladungslampen eingesetzt werden können. Hierbei handelt es sich um Hochdruckentladungslampen, die sich von bisher eingesetzten Halogen-Glühlampen durch die spektrale Verteilung ihres Lichtes, eine höhere Leuchtdichte und einen größeren Lichtstrom - bei geringerer elektrischer Aufnahmeleistung - unterscheiden. Derzeit werden Lampen unter der Bezeichnung D 1 in ein deutsches Fahrzeug der gehobenen Klasse eingebaut. Im Rahmen einer Vorstudie innerhalb des Projektes wurden die folgenden Punkte untersucht: - Integrierbarkeit der Lampe und des Scheinwerfers in bestehende Regelungen; - lichttechnische Eigenschaften der Gasentladungssysteme wie Zünd- und Anlaufverhalten in unterschiedlichen Betriebszuständen; - Farbwiedergabe retroreflektierender Verkehrszeichen und Signaleinrichtungen; - Leuchtdichtekontraste bei retroreflektierenden Materialien und Rückstrahlern; - Sicherheitsaspekte; - Blendung des Gegen- und des vorausfahrenden Verkehr. In der anschließenden Hauptstudie wurden Vorwärtsreflexion an Fahrbahnoberflächen zur Bestimmung der indirekten Blendung im trockenen und nassen Zustand; - spektrale Reflexion von Fahrbahndecken; - Streuleuchtdichten vor dem Fahrzeug bei Schlechtwettersituationen; - Blendungsunterschiede zwischen konventionellen und Gasentladungs-Systemen; - Gradient der Hell-Dunkel-Grenze untersucht. Bei der Untersuchung der Vorwärtsreflexion zeigte sich, dass sich bei nassen Fahrbahnoberflächen das Maximum der Reflexion in Fahrtrichtung verschiebt. In Schlechtwettersituationen wurde durch den größeren Lichtstrom ein Anstieg der Streuleuchtdichte gemessen. Aus diesem Grunde scheint eine Begrenzung der Vorfeldbeleuchtungsstärke sinnvoll. Aufgrund der Fahrzeugdynamik ergeben sich verschiedene Gradienten der Hell-Dunkel-Grenzen. Sie sind abhängig vom Fahrzeugtyp sowie von der Ausstattung der Fahrzeuge mit Niveauregulierung und automatischer Leuchtweitenregelung. Es ergab sich bei Verwendung von Gasentladungssystemen eine Erhöhung der Blendung. Die Blendbeleuchtungsstärken lagen dabei höher als bei vergleichbaren Halogensystemen. Ebenso wird durch die Vorwärtsreflexion auf der Fahrbahnoberfläche eine erhöhte Blendbeleuchtungsstärke bewirkt. Es zeigte sich, dass insbesondere zur Ermittlung der Beeinflussung älterer Verkehrsteilnehmer durch Gasentladungslampen weitere Untersuchungen erforderlich sind.
Kurzfassung auf Englisch: In future, gas discharge lamps shall be used in car headlamps. These lamps are high pressure gas discharge lamps. The difference to the now used incandescent lamps is the spectral distribution of the emitted light, the higher luminance of the light emitting area and the larger luminous flux with less electrical power. At present, a German car of the higher class is equipped with a gas discharge lamp under the name D 1. In the framework of a preliminary study, the following issues were treated: - integrability of the gas discharge lamp and the headlamp in the regulations in force, - lighting properties of the gas discharge lamp, such as ignition and transient behaviour in different operating conditions, - reproduction of the colour of retroreflective traffic signs and signals, - luminance contrasts of retroreflective materials and reflectors, - safety aspects, - glare of the oncoming traffic and the vehicles ahead. The main study dealt with the following points: - foreward reflection an pavement as a basis to determine glare under dry and wet conditions, - spectral reflection of the pavement, - scattered light and luminances in front of the car under bad weather conditions, - glare difference between filament and gas discharge systems, - gradient of the cut off line. The investigation of the foreward reflection shows for wet pavement, that the maximum of the reflection moves in the driving direction. Under bad weather conditions, the scattered luminance in front of the car increases as a result of the great amount of light. Therefore, a limitation of the maximum illuminance seems to be necessary. The vehicle dynamic data of different cars show a wide range of inclination angles during acceleration and braking resulting in different gradients of the sharpness of the cut off line for different street types. This also depends on the equipment of the cars with automatic leveling systems and automatic dynamic headlamp leveling systems. lt was found that the usage of gas discharge lamps increased the glare effect. The glare intensity was higher than the one of comparable halogen systems. Additionally, the foreward reflection on the pavement results in an increased glare intensity. Further investigations are necessary to ascertain the dazzling effects of gas discharge lamps on older road users.