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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Nutzen durch fahrzeugseitigen Fußgängerschutz : vermeidbare Personenschäden bei Einführung des Testvorschlages der EEVC-WG 10 zur Prüfung der Pkw-Frontfläche

Benefits from vehicle-pedestrian protection measures

Bamberg, Renate ; Zellmer, Harald

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Frontalzusammenstoß , Fußgänger , Karosserie , Pkw; Verhütung , Verletzung , Verminderung
Freie Schlagwörter (Englisch): Body (car) , Car , Decrease , Head on collision , Injury , Pedestrian , Prevention
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut 1: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
Institut 2: Abteilung Fahrzeugtechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 5
ISBN: 3-89429-459-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1994
Publikationsdatum: 24.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Um die Verletztenschwere von ungeschützten Verkehrsteilnehmern bei der Kollision mit Personenkraftwagen zu reduzieren, sollte die Fahrzeugfront bestimmten Anforderungen entsprechen. Dazu wurde von der EEVC-WG 10 ein Testverfahren zur Prüfung der Pkw-Frontfläche vorgeschlagen. In dieser Untersuchung wurde der Nutzen an vermeidbaren Personenschäden geschätzt, der erzielt werden könnte, wenn alle Pkw diese Anforderungen erfüllten. Als Nutzen wurde das Reduktionspotential bei Getöteten, der mögliche Übergang von Schwerverletzten zu Leichtverletzten und von Leichtverletzten zu Unverletzten bewertet. Verletzungsminderungen innerhalb der Gesamtheit der Schwerverletzten konnten nicht bewertet werden. Auch die hohe Dunkelziffer der Verletzten ging nicht in die Rechnung ein. Daraus ergibt sich, dass der errechnete Nutzen eine Mindestgröße darstellt. Diese Größe wird stark beeinflusst von einer gegebenen Verteilung der Pkw-Kollisionsgeschwindigkeiten, denn ein Nutzenpotential des EEVC-WG-10-Testverfahrens kann nur für Kollisionsgeschwindigkeiten bis 40 km/h angenommen werden. Um mit einer verlässlichen Datenbasis zu arbeiten, wurde diese Untersuchung zunächst für die Bundesrepublik Deutschland (Gebietsstand vor dem 3. Oktober 1990) und das Jahr 1990 durchgeführt. Dafür errechnete sich ein Nutzenpotential pro neuzugelassenem Pkw in Höhe von 46 bis 63 DM (22 bis 31 ECU) nach deutschen Unfallkostensätzen oder 28 bis 36 ECU nach europäischen Durchschnittskostensätzen. Wirtschaftlich ist die Maßnahme, solange die Kosten pro neu zugelassenem Pkw (zum Preisstand 1990) diesen Betrag nicht übersteigen. Von diesem Ergebnis ausgehend, wurde dessen zeitliche und regionale Übertragbarkeit erörtert. Es ist wahrscheinlich, dass das Ergebnis für ganz Deutschland gilt, da die Maßnahme nicht vor dem Jahr 2000 eingeführt wird und die Vollausrüstung aller Pkw mit dem geforderten Fußgängerschutz erst 10 Jahre später erreicht ist. Aus Prognosen bis zum Jahre 2010 für die Entwicklung der Bevölkerungszahl (gleichbleibender Fußgängeranteil vorausgesetzt) und der Zahl der Pkw-Neuzulassungen lässt sich keine Änderung des Nutzenpotentials herleiten. Weil für andere EG-Länder die Verteilung der Kollisionsgeschwindigkeiten bei Fußgängerunfällen unbekannt ist, können die Wirksamkeitsannahmen dieser Untersuchung nicht auf andere Länder übertragen werden.
Kurzfassung auf Englisch: Potential Reduction in Casualties with the Introduction of the EEVC WG 10 Proposed Procedure for Testing Passenger Car Fronts in order to reduce the severity of injuries to unprotected road users struck by passenger cars, car fronts should comply with specific requirements. EEVC WG 10 has proposed a test procedure to test passenger car fronts for this purpose. In this report, the benefits from saving casualties are assessed which might be expected if all passenger cars were to comply with these requirements. The benefits were assessed in terms of the cost savings to be expected from the potential reduction in fatalities and in terms of the cost difference expected if accident victims suffered slight injuries instead of serious injuries and if accident victims remained uninjured instead of suffering slight injuries. Injury reductions within the total number of serious casualties could not be evaluated. The high underreporting of casualities could also not be taken account of. The calculated benefits thus represent a minimum value. In addition, the benefits are greatly affected by the given distribution of pass.cars impact speeds since the potential benefits of the EEVC WG 10 test procedure can only be expected at passenger car impact speeds up to 40 km/h. In order to ensure a reliable data base, the study was undertaken for the Federal Republic of Germany (territorial status before 3 Oct. 1990), covering the year 1990. The calculated potential benefits per newly registered car thus range between DM 46 and DM 63 (22 —31 ECU), based on the German accident cost unit rates, or between 28 and 36 ECU, based on the average European cost unit rates. The cost-effectiveness of the proposed legislation can be assured as long as the costs per newly registered passenger car (at 1990 prices) do not exceed the amounts stated. Based on the data obtained, the possible application of the results to other time periods and regions was also discussed. The results can, however, be assumed to apply to the whole of Germany since the proposed measure is not to be introduced before the year 2000 and the equipment of all cars with the required pedestrian protection features can probably not be expected before the year 2010. Based on the predicted population development (assuming that the percentage of pedestrians remains unchanged) and the predicted number of newly registered cars in future, a change in potential benefits could not be derived. Since the distribution of input parameters such as impact speeds in pedestrian accidents of other EC countries is not known, the effectiveness assumed in this study cannot be translated to other countries.