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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Messung der Hydrophobierungsqualität : Neugestaltung des Messgerätes zur schnelleren Messung und besseren Handhabbarkeit bei der Eigenüberwachung der Ausführung

Measurement of hydrophobing quality

Hörner, Hans-Jürgen ; Witzenhausen, Nicole von ; Gatz, Hans-Peter


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Beton , Deutschland , Forschungsbericht , Hydrophob , Messgerät , Messung , Prüfverfahren , Qualität , Schicht , Verfahren , Zerstörungsfreie Prüfung
Freie Schlagwörter (Englisch): Apparatus (measuring) , Concrete , Germany , Hydrophobic , Layer , Measurement , Method , Non destructive testing , Quality , Research report , Test method
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 32 Zementbeton
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 61 Unterhaltung und Instandsetzung
Institut: Abteilung Brücken- und Ingenieurbau
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe B: Brücken- und Ingenieurbau
Bandnummer: 37
ISBN: 3-89701-851-9
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 23.02.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der Messung der Hydrophobierungsqualität mit dem elektrischen Messverfahren wird die elektrische Leitfähigkeit einer Kalkwasserlösung genutzt. Dem Verfahren liegt das physikalische Prinzip des Stromtransportes in elektrolytischer Lösung zugrunde. Die gesättigte Kalkwasserlösung hat sich als ein gut geeigneter und praktikabler Elektrolyt herausgestellt; er entspricht dem Betonelektrolyt, und seine elektrische Leitfähigkeit reicht aus. Wegen der geringen Wasserlöslichkeit des Kalkes und des hohen Angebotes an Restkalk in der gesättigten Lösung bleibt die Lösung während der gesamten Messung in ihrer elektrolytischen Wirkung konstant. Die Verträglichkeit der Kalkflüssigkeit mit den Nickel-Elektroden ist einwandfrei, das heißt die Grenzflächensituation zwischen Elektrolyt und Nickel-Elektrode ist gleichmäßig und gut. Grundsätzlich gilt für dieses Messverfahren, dass mit steigenden Messwerten die Summe der Fehlstellen in der Hydrophobierung zunimmt und damit deren Wirkung sinkt. In den ZTV-SIB 90 wurde seinerzeit 300 als Grenzwert festgelegt. Dieser Grenzwert darf von der Messkurve, die aus den Mittelwerten der über 90 Minuten ermittelten Einzelmesswerte besteht, nicht geschnitten werden. Der Grenzwert von 300 hatte insofern seine Berechtigung, als man aufgrund der Erfahrungen davon ausgehen musste, dass eine Hydrophobierung mit höheren Werten derart viele Fehlstellen besitzt, dass ihre Wirksamkeit längerfristig nicht mehr gegeben ist. Aufgrund langjähriger Erfahrungen mit der Messung der Hydrophobierungsqualität konnte die Messdauer auf 15 beziehungsweise 60 Minuten reduziert werden. Damit verbunden, konnte auch der Grenzwert herabgesetzt werden. Mit der Reduzierung der Messdauer wird das Messverfahren deutlich anwenderfreundlicher. Die entsprechenden Festlegungen werden in Teil 3, Abschnitt 4 der ZTV-ING übernommen. Nur wer künftig an den tieferen Zusammenhängen und an einer eingehenden Interpretation der Messkurven und somit Begründung für die jeweils gemessene Qualität interessiert ist, sollte die zeitaufwändigeren Messungen nach dem bisherigen Verfahren auf der Grundlage der ZTV-SIB durchführen. Ansonsten genügt zur Bestimmung der Hydrophobierungsqualität das Bewertungsverfahren gemäß ZTV-ING. Hierbei wird in der Regel deutlich kürzer gemessen und das Auftragen des Kurvenverlaufes der gemittelten Messwerte in Abhängigkeit von der Zeit entfällt. Das Bewertungsverfahren wurde dadurch spürbar vereinfacht. Es erfolgt nur noch das Ablesen der Werte nach 15 beziehungsweise 60 Minuten.
Kurzfassung auf Englisch: The electrical conductivity of a lime-water solution is used for electrical measurements of hydrophobing quality. This technique is based on the physical principle of the transport of current in an electrolytic solution. A saturated lime-water solution has proven itself as a suitable and practical electrolyte; it is similar to concrete electrolyte and has a sufficiently high electrical conductivity. Due to its high content of residual lime and the low water solubility of lime, the saturated solution has a constant electrolytic effect during the entire measurement period. The lime solution is fully compatible with the nickel electrodes, i.e. the boundary surfaces between the electrolyte and electrodes are even and good. In principle, this measurement technique has shown that rising measurement values indicate an increase in the total number of faulty hydrophobing locations, thus lowering the hydrophobing effect. ZTV-SIB 90 specifies 300 as a limiting value here. This limiting value must not be attained by the measurement curve consisting of the average of the individual values measured over a period of 90 minutes. The limiting value of 300 is justified because past experience suggests that hydrophobing at higher values indicates so many faulty locations that its long-term effectiveness is no longer guaranteed. Due to longstanding experience in the measurement of hydrophobing quality, it was feasible to reduce the measurement periods to 15 and 60 minutes respectively. Consequently, it was also possible to lower the limiting value. The shorter measuring periods make the measurement technique much easier to use. The corresponding specifications are incorporated into Part 3, Section 4 of ZTV-ING. Only those interested in more complex relationships and a more detailed interpretation of measurement curves for the purpose of justifying measured qualities should perform the more time-consuming measurements based on the previous technique in accordance with ZTV-SIB. Other than that, the assessment technique in accordance with ZTV-ING is sufficient for measuring hydrophobing quality. Measurements in this case are generally much shorter, and it is not necessary to plot the curve of measured values as a function of time. This makes the assessment technique much simpler. It is only necessary to read out values after 15 or 60 minutes.