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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Wirkungsvolle Risikokommunikation für junge Fahrerinnen und Fahrer

Effective risk communication for young drivers

Holte, Hardy ; Klimmt, Christoph ; Baumann, Eva ; Geber, Sarah

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Fahranfänger , Forschungsbericht , Internet , Interview , Jugendlicher , Kommunikation , Persönlichkeit , Risiko , Sicherheit , Werbung
Freie Schlagwörter (Englisch): Adolescent , Communication , Germany , Internet , Interview , Personality , Publicity , Recently qualified driver , Research report , Risk , Safety
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut 1: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
Institut 2: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (Hannover)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 249
ISBN: 978-3-95606-103-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 26.11.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Für die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen besteht auch weiterhin das höchste Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden. Diese Tatsache begründet die Notwendigkeit, sich auch in Zukunft intensiv der Verbesserung der Verkehrssicherheit dieser Altersgruppe zu widmen. Verschiedene Formen der Ansprache sind dabei ein zielführender Weg, junge Fahrerinnen und Fahrer im Hinblick auf die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und somit auch längerfristig ihre Einstellungen und Verhaltensweisen zu verändern. Die vorliegende Studie knüpft unmittelbar an die JUFA-Studie der BASt aus dem Jahr 2012 an, aus der umfassende Beschreibungen mehr oder weniger gefährdeter Lebensgruppen junger Fahrerinnen und Fahrer hervorgingen. Mit der Fortsetzung der JUFA-Studie wurden drei zentrale Ziele verfolgt: (1) eine stärkere Differenzierung der Lebensstilgruppen durch die Hinzunahme von Werthaltungen, (2) eine differenzierte Charakterisierung der Mediennutzung als Grundlage für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Anspracheformen und (3) die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Lebensstilen, verkehrssicherheitsrelevanten Erwartungen und verschiedenen Formen der Mediennutzung. Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Repräsentativbefragung (N = 1.995) in der Zielgruppe der 15- bis 24-Jährigen durchgeführt. Die Erweiterung der Lebensstildefinition um die Werthaltungen führte zur Identifikation von neun Lebensstilgruppen, die sich hinsichtlich der Gefährdung im Straßenverkehr deutlich voneinander unterscheiden. Durch die Ausdifferenzierung der Lebensstilgruppen kristallisierten sich zwei unterschiedliche autozentrierte Typen heraus. Die höchste Unfallgefährdung besteht für den "autozentrierten Typ A", der große Ähnlichkeit mit dem gleichnamigen Lebensstiltyp aus der JUFA-Studie besitzt. Abgesehen von den klassischen Medien, die unterhaltsam über Autothemen berichten, sind Personen dieser Lebensstilgruppe prinzipiell sehr gut über Mobiltelefone, App-Anwendungen oder soziale Netzwerke erreichbar. Ihr relativ geringes Interesse an Verkehrssicherheit macht es jedoch erforderlich, sich in der Risikokommunikation einer angemessenen Strategie und "Verpackung" zu bedienen, um diese Zielgruppe erreichen zu können. Die Prüfung des theoretischen Modells dieser Studie im Rahmen von Pfadanalysen ergab eine sehr gute Anpassung an die empirischen Daten für alle Lebensstilgruppen und beide Geschlechter. Diese Ergebnisse stützen damit erneut die im JUFA-Projekt entwickelten theoretischen Grundlagen und empfehlen ihre Anwendung in der zukünftigen Forschung und bei Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Risikokommunikation. Für eine solche Umsetzung, in der zielgruppenspezifische strategische und inhaltliche Aspekte zu berücksichtigen sind, bietet der hohe Differenzierungsgrad der Beschreibungen der neun Lebensstilgruppen eine breite empirische Grundlage.
Kurzfassung auf Englisch: The risk group of 18-24 year olds continues to be at highest risk of being injured or killed in a traffic accident. This fact justifies the need to devote attention to the improvement of road safety for this age group in the future. Various methods are sensitising young drivers with regard to the dangers of road traffic and thereby changing their attitudes and behaviour for the long term. The present study is directly linked to the JUFA (youth and family) study by the Federal Highway Research Institute (BASt) from 2012. Vulnerable groups of young drivers emerged from the comprehensive descriptions. With the continuation of the JUFA study, three central aims followed: (1) a greater differentiation of lifestyle groups through the incorporation of values and attitudes, (2) a differentiated characterisation of media use as the basis for the development of group-specific communication, and (3) the analysis of the connection between personality traits, lifestyles, expectations related to traffic safety, and various forms of media use. To achieve these goals, a representative survey (N = 1,995) was conducted in the target group of 15 to 24 year olds. The expansion of the lifestyle definitions to values and attitudes resulted in the identification of nine lifestyle groups that differ significantly from one another in terms of the hazards in road traffic. Two different self-reliant types emerged through the differentiation of the lifestyle groups. The highest accident risk exists for the "car-centred type A", which has large similarities with the lifestyle type of the same name from the JUFA study. Aside from the traditional media that reports on entertaining motoring topics, people of this lifestyle group can be reached via mobile phones, mobile apps and social networks. Their relatively low interest in road safety makes it necessary to engage in risk communication with an appropriate strategy and "packaging" in order to reach this target group. The testing of the theoretical model of this study within the framework of the path analyses revealed a very good adaptation to the empirical data for all lifestyle groups and both genders. These results once again support the theoretical basis developed in the JUFA project and recommend its use in future research and for the implementation of measures in the field of risk communication. For such an implementation, in which target-group-specific strategic and conceptual aspects are taken into account, the high degree of differentiation between the descriptions of the nine lifestyle groups provide a broad empirical basis.