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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/812/


Überpruefung der Befahrbarkeit innerörtlicher Knotenpunkte mit Fahrzeugen des Schwerlastverkehrs

Examination of the maneuverability of at grade intersections with heavy vehicles

Friedrich, Bernhard ; Hoffmann, Stephan ; Axer, Steffen ; Niemeier, Wolfgang ; Tengen, Dieter ; Adams, Christian ; Santel, Gerko

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bemessung , Deutschland , Ebenheit , Forschungsbericht , Fuhrpark , Güterverkehr , Knotenpunkt , Lkw , Stadt , Straße
Freie Schlagwörter (Englisch): Design (Overall design) , Evenness , Fleet of vehicles , Germany , Goods traffic , Highway , Junction , Lorry , Research report , Urban area
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 21 Planung von Verkehrsinfrastruktur
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 72 Verkehrs- und Transportplanung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Verkehr und Stadtbauwesen (Braunschweig)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 245
ISBN: 978-3-95606-135-6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 27.01.2015
Bemerkung: Außerdem beteiligt: Institut für Geodäsie und Photogrammetrie (Braunschweig); SHP Ingenieure (Hannover)
Kurzfassung auf Deutsch: Das übergeordnete Ziel bestand in einer vertieften Analyse der vorliegenden Defizite bzgl. der Befahrbarkeit von plangleichen Knotenpunkten innerhalb und im Vorfeld von bebauten Gebieten. Darüber hinaus standen auch die Prüfung der Bemessungsfahrzeuge des Schwerverkehrs sowie die Prüfung ausgewählter plangleicher Knotenpunkte im Fokus der Untersuchungen. Im Rahmen einer Online-Befragung von ca. 250 Dienststellen von Straßenbaubehörden in Ländern und Kommunen konnten nur wenige Probleme bei der Befahrbarkeit von plangleichen Knotenpunkten innerhalb und im Vorfeld von bebauten Gebieten ermittelt werden. Der Kreisverkehr ist der am häufigsten betroffene Knotenpunkttyp. Häufig führt auch die falsche Wahl des Bemessungsfahrzeugs zu Problemen bzgl. der Befahrbarkeit. Eine grundlegende, für Schäden an Knotenpunkten verantwortliche, Veränderung der Fahrzeugabmessungen in den letzten 15 Jahren konnte für die Fahrzeuge des Schwerverkehrs nicht ermittelt werden. Auffällig ist jedoch für die Fahrzeuggruppe der Lastzüge der deutlich gestiegene Anteil von Lastzügen mit Zentralachsanhänger. Im Rahmen der Neudefinition von Bemessungsfahrzeugen des Schwerverkehrs wurde dieser Fahrzeugtyp daher berücksichtigt. Der Vergleich der praktisch durch Fahrversuche ermittelten Schleppkurven mit den theoretisch mittels Schleppkurvensimulationen erzeugten Schleppkurven zeigt nur sehr geringe Abweichungen. Schleppkurvensimulationen stellen somit bei richtiger Anwendung ein geeignetes Mittel zum Nachweis der Befahrbarkeit von Knotenpunkten dar. Die auf Basis der Fahrversuche durchgeführten vergleichenden Betrachtungen zeigten deutlich, dass verschiedene Leitlinien für unterschiedliche Fahrzeuge, Geschwindigkeiten und Fahrmanöver gewählt werden. Es zeigte sich jedoch auch, dass für bestimmte Fahrzeugkombinationen (Sattelzug mit Liftachse, Sattelzug mit verlängertem Auflieger) und Fahrmanöver nur ein kleiner "Korridor" für eine problemlose Befahrung zur Verfügung steht. Abweichungen hiervon führen dann in der Praxis häufig zu Schäden. Die Untersuchungen haben auch gezeigt, dass für eine Aussage bzgl. der Befahrbarkeit ein Schleppkurvennachweis unbedingt erforderlich ist. Allein der Nachweis der Befahrung des BO-Kraftkreises reicht hierfür nicht aus. Für selten auftretende Fahrzeugtypen bzw. Fahrzeugkombinationen gilt es abzuwägen, ob durch geeignete entwurfstechnische Maßnahmen die Befahrbarkeit verbessert werden kann, ohne die Verkehrssicherheit negativ zu beeinflussen.
Kurzfassung auf Englisch: The project focused on the examination of the maneuverability of at grade intersections with heavy goods vehicles. Therefore the aim of the research project was to analyze the deficits in geometric design of at grade junction in urban and nearby urban areas concerning the maneuverability with heavy goods vehicles. In addition to this, the dimensions of the German design vehicles (FGSV, 2001) should be proved. Based on comprehensive on-line questioning of about 250 federal and local road authorities it could be shown, that only a small number of road authorities is involved in problems concerning the maneuverability of at grade intersections with heavy trucks. Most often small roundabouts caused problems. In some cases the wrong choice of the design vehicle is responsible for the damage at the road infrastructure. However, the dimensions of the design vehicles for the heavy goods vehicles did not change for the past 15 years. However, more than before truck-trailer combinations with central axis were covered during the empirical studies. If the German design vehicles will be updated in the future, it is recommended, to add this special type of truck-trailer combination in the catalogue. By comparing theoretical (by software) and practical (by road trials using differential global positioning system) turning templates it could be shown, that software and trial swept path differ only a few centimeter. Curve simulations by software show therefore with right use suitable means to proof the practicability at grade intersections. The systematic comparison of different heavy goods vehicles showed strong differences concerning the space consumption for example by driving into a small roundabout or an intersection. These differences are based on the different physical characteristics of the heavy goods vehicles with different length, different wheelbase and different overhang (front and rear). The different heavy goods vehicles used different trajectories by driving through the different road facilities. The practical road trials also showed different trajectories for various driving speeds and various driving maneuvers. For some types of heavy goods vehicles it could be shown (articulated vehicle with longer semi-trailer, articulated vehicle with trailer and lifted axle), that only a small corridor is available by using the road facility. Minor deviations from this corridor could cause damages at the infrastructure. For unusual or unfrequent heavy goods vehicles it should be proved, if adequate design can avoid problems without making worse traffic safety.