Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2013/696/


Bewertungsmodell für die Verkehrssicherheit von Landstraßen

Evaluation model for traffic safety on rural roads

Maier, Reinhold ; Berger, Ralf ; Schüller, Hagen

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Heine, Andreas

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.807 KB) ((barrierefrei))

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Audit , Bewertung , Datenerfassung , Deutschland , Forschungsbericht , Kosten , Linienführung , Modell , Querschnitt , Sicherheit , Straßenentwurf , Unfall , Verfahren , Verkehrsstärke
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Alignment , Audit , Cost , Cross section , Data acquisition , Evaluation (assessment) , Germany , Highway design , Method , Model (not math) , Research report , Safety , Traffic concentration
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 21 Planung von Verkehrsinfrastruktur
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 10 Wirtschaft und Verwaltung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr <Dresden> / Lehrstuhl für Straßenverkehrstechnik mit Fachbereich Theorie der Verkehrsplanung
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 226
ISBN: 978-3-95606-023-6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 13.09.2013
Bemerkung: Außerdem beteiligt: Institut für Verkehrsanlagen / Lehrstuhl für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen
Kurzfassung auf Deutsch: Die Ermittlung von Grundunfallkostenraten und Quantifizierung von Zuschlägen für Landstraßenquerschnitte sind Ziel dieses Forschungsvorhabens. Die Ergebnisse sollen eine Bewertungsgrundlage im Handbuch für die Verkehrssicherheit von Straßen (HVS) darstellen. 3.600 km Landstraße aus sechs Bundesländern liegen dem Untersuchungskollektiv zu Grunde. Neben dem mehrjährigen Unfallgeschehen bilden Daten der SIB und Erhebungen aus Streckenbefahrungen die Datengrundlage der Untersuchungen. Die Zuordnung der Streckenabschnitte erfolgte in Anlehnung an den Entwurf der Richtlinie für die Anlage von Landstraßen (RAL) in fünf verschiedene (Regel-) Querschnittsgruppen. Multivariate Modelle zur Beschreibung der Unfallhäufigkeit bilden die mathematische Grundlage der Analyse. Gegenüber monokausalen Betrachtungen weisen sie den Vorteil auf, eine Vielzahl von Einflussgrößen zu erfassen sowie mögliche Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Variablen zu berücksichtigen. Für die verschiedenen Straßenquerschnitte und Einmündungen mit Vorfahrtregelung durch Verkehrszeichen wurden jeweils drei Modelle nach Unfallschwere erstellt. Zu Grunde liegende Merkmale wurden auf ihren signifikanten Erklärungsanteil zur Beschreibung der Unfallhäufigkeit geprüft und entsprechend im Modell als Zuschlag berücksichtigt. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Funktionen zum Verlauf der Unfallrate und Unfallkostenrate erzeugt. Grundunfallkostenraten beschreiben das fahrleistungsbezogene Unfallkostenniveau eines Netzelements, welches bei regelkonformem Ausbau der Strecke erreicht werden kann. Da in den Modellen auch Merkmale berücksichtigt sind, die kein Defizit im eigentlichen Sinne darstellen, entspricht die Höhe der UKR ohne jegliche Zuschläge einem Grundniveau. Diesem sind Zuschläge, unterteilt in Defizite und die Streckencharakteristik beschreibende Eigenschaften, zuzuordnen. Anhand der Modelle kann nachgewiesen werden, dass verschiedene Straßenquerschnitte ein unterschiedliches Grundsicherheitsniveau aufweisen. Zwischen Unfallhäufigkeit und DTV besteht ein nichtlinearer Zusammenhang. Die Unfallrate bzw. Unfallkostenrate stellt somit eine vom DTV abhängige Kenngröße dar. In Abhängigkeit des Querschnitts besitzen verschiedene Merkmale einen Einfluss auf die Verkehrssicherheit. Die Größenordnung der Zuschläge kann als Anteil am Grundniveau der UKR beschrieben werden. Die ermittelten Zuschläge wurden ggf. vergleichend betrachtet und im Rahmen einer plausibilisierten Bewertung der Querschnitte angepasst. In Anlehnung an das HVS erfolgt die Darstellung der Berechnung für Grundunfallkostenraten und deren Zuschläge für Landstraßenquerschnitte. Dabei werden zwei verschiedene Ansätze vorgestellt. Die Ergebnisse für Einmündungen mit Vorfahrtregelung durch Verkehrszeichen besitzen empfehlenden Charakter.
Kurzfassung auf Englisch: This research projects is aiming at the analysis of basic accident cost rates and the quantification of surcharges for cross-sections of rural roads. The results will present a valuation basis in the German manual on the assessment of road traffic safety (HVS). The research collective is based on 3,600 km rural roads from six federal states. In addition to perennial accident occurrences, data of the road information bases (SIB) and surveys from road inspections are the data set of the research. Road sections were allocated according to the guidelines for the construction of rural roads (RAL) in five different (typical) groups of cross-sections. The mathematical basis of the analysis are multivariate models to describe accident frequency. Compared to monocausal considerations, they have the advantage to gather a multiplicity of actuating variables as well as to take into account possible dependencies between different variables. For different cross-sections and t-junctions regulated by traffic signs, three models had respectively been developed according to accident severity. Underlying parameters were analyzed on the basis of their significance of clarification when describing the accident frequency and in the model accordingly taken into account as surcharge. On the basis of these results, functions were generated on the course of the accident rate and accident cost rate. Basic accident cost rates describe the accident cost level dependent on the vehicle mileage of a network element which can be achieved when sections are constructed compliant to rules. Since parameters which do actually not represent a deficit are also considered in the models, the rate of the accident cost rate without any surcharges equates a base level. Surcharges, divided into 4 deficits and properties describing characteristics of sections are to be allocated to this base level. On the basis of the models can be demonstrated that different cross-sections of roads show a different basic safety level. There is a non-linear correlation between accident frequency and the average daily traffic volume. The accident rate or accident cost rate thus represents an index dependent on the average daily traffic volume. Dependent on the cross-section, different parameters influence traffic safety. The magnitude of surcharges can be described as an accident cost rate ratio of the base level. If necessary, the determined surcharges were examined in comparative way and adapted as part of a plausible assessment of the crosssections. The calculation for basic accident cost rates and its surcharges for cross-sections of rural roads are illustrated according to the HVS. Thus, two different approaches will be presented. The results for t-junctions regulated by traffic signs are of advisory nature.