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Schwer erreichbare Zielgruppen - Handlungsansätze für eine neue Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland

Hard to reach target groups - action approaches to new road safety work in Germany

Funk, Walter ; Faßmann, Hendrik

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Einkommensschwache Schichten , Erziehung , Forschungsbericht , Gesundheit , Mobilitätsmanagement , Partnerschaft , Risiko , Sicherheit , Soziologie , Stadtplanung , Unfall , Unfallverhütung , Verhalten , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Accident prevention , Behaviour , Education , Germany , Health , Low income , Mobility management , Partnership , Research report , Risk , Safety , Sociology , Town planning , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Empirische Soziologie <Nürnberg>
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 237
ISBN: 978-3-95606-020-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 13.09.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Literaturdurchsicht gibt einen Überblick über (inter-)nationale Befunde zum Zusammenhang zwischen dem Verkehrsunfallrisiko und dem ökonomischen, sozialen und kulturellen Hintergrund der Verkehrsteilnehmer. Dabei werden schwer erreichbare oder sozial schwache Personen als Zielgruppen fokussiert. Personen können entweder organisatorisch schwer erreichbar sein (Identifikation; Ansprechbarkeit), oder die Verkehrssicherheitsangebote erreichen ihr Zielpublikum nicht (Akzeptanz; kognitive Ebene) bzw. werden nicht verhaltensrelevant (Compliance; Verhaltensebene). Sozial Schwache werden auf ökonomischen, sozialen und kulturellen Dimensionen von besser Gestellten unterschieden. Parallelen in der Zielgruppenansprache und Ansatzpunkte für Kooperationsmöglichkeiten werden explizit bei Akteuren der Gesundheitsförderung gesehen. Deren Strategie der Verknüpfung verhaltenspräventiver mit verhältnispräventiven Maßnahmen in einem Setting-Ansatz wird vorgestellt. Das Setting Stadtteil/ Quartier erscheint für Interventionen besonders Erfolg versprechend. Zur Verkehrssicherheitsarbeit anschlussfähige Programme der Gesundheitsförderung werden vorgestellt. Der Bericht zeigt die Anknüpfungspunkte der Verkehrssicherheitsarbeit für eine Kooperation im Programm "Soziale Stadt" auf. Ein solches Vorgehen eröffnet für die Verkehrssicherheitsarbeit neue Potenziale zur Ansprache schwer erreichbarer oder sozial schwacher Zielgruppen. Als konkrete Beispiele für eine verhaltens- und verhältnispräventive Verkehrssicherheitsarbeit im Setting Schule wird auf Ansätze der personalen Kommunikation im Setting beruflicher Schulen sowie ein sich gegenüber dem lokalen Umfeld öffnendes Mobilitätsmanagement von Schulen verwiesen. Ein Pilotprojekt zur Kooperation mit anderen Partnern in einem Setting-Ansatz wird ebenso empfohlen wie die Dokumentation vorhandener Maßnahmeansätze für schwer erreichbare Zielgruppen in einer Online-Datenbank oder die Nutzung des Internets zur Zielgruppenansprache.
Kurzfassung auf Englisch: This review of literature provides a summary of (inter)national findings on the connection between the road accident risk and the economical, social and cultural background of road users. The focus here is on people that are hard to reach or are socially underprivileged. Such people can either be hard to reach for organisational reasons (identification; accessibility), or the road safety offers fail in the reaching of those they are trying to address (acceptance, cognitive level) or they are not behaviourally relevant (compliance; behavioural level). The socially underprivileged are distinguished from those in a better position as regards economical, social and cultural dimensions. Parallels in the reaching of target group and starting points for cooperation possibilities are explicitly seen as existing with regard to those involved in health promotion. Their strategy of linking behaviour-based preventive measures to environmental preventive measures is presented in a setting approach. Especially the urban district/quarter setting seems to be most promising. Health promotion programs which can be meaningfully linked to road safety work are presented here. The report shows the connecting factors in road safety work for a cooperation in the "Social City" program. Such an approach provides the road safety work with new potentials when it comes to accessing hard to reach or socially underprivileged target groups. Specific examples of behaviour-based preventive measures and environmental preventive measures within a school setting are personal communication approaches in a vocational school setting and a mobility management of schools which opens itself to the local environment. A pilot project which concerns itself with a cooperation with other partners which adopts a setting approach is recommended, as is the documentation of existing measure approaches for hard to reach target groups either in an online database or the use of the Internet in order to address the target groups.