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Elektrische Straße

Electric street

Frantzen, Jörg ; Guss, Hermann

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Grote, Lars ; Kay, Sonja ; Weiler, Katja ; Zipp, Alexander

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Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Zukunftsenergiesysteme IZES gGmbH
Dokumentart: ResearchPaper
Schriftenreihe: AP-Berichte, Berichte aus dem Arbeitsprogramm der BASt
Bandnummer: 09.0152
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 10.06.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Im Projekt wurde ein möglicher Beitrag der Straßeninfrastruktur zur Energiewende untersucht. Zentrale Fragestellung war, inwieweit eine Bündelung von Stromtraßen und Straßeninfrastruktur bei der Umsetzung des stockenden Netzausbaus helfen kann. Ein Verzögerungsgrund des Netzausbaus ist die fehlende Akzeptanz neuer Stromtrassen. Zur Akzeptanzverbesserung werden eine höhere Transparenz und eine stärkere Partizipation der vom Netzausbau Betroffenen angestrebt. Darüber hinaus sollten in sensiblen Fällen Alternativen (Verlauf, Erdkabel) angeboten werden. Entsprechende Mehrkosten können den Kosten eines Engpasses gegenübergestellt werden. Genehmigungsbehörden sollten daher Alternativenuntersuchungen bindend vorschlagen können. Eine Akzeptanz erhöhende Bündelung von Stromtrassen mit der Autobahn, in Form von parallelen Freileitungstraßen ist bereits Praxis. Ein möglicher Einsatz von Erdkabeln im direkten Straßenumfeld ist nur eingeschränkt zu empfehlen. Eine offene Verlegung unter der Autobahn oder dem Seitenstreifen bietet überwiegend Nachteile. Demgegenüber bietet die Verlegung von Erdkabeln in Tunneln mehrere Vorteile. Durch das Verlegeverfahren des gesteuerten Rohrvortriebes lassen sich eingriffsarm Kabeltunnel unter der Autobahn installieren, die im Fehlerfall ohne Beeinträchtigungen des Verkehrs begangen werden können. Durch die unterirdische Nutzung bereits versiegelter Flächen sind geringe Umweltbeeinflussungen zu erwarten, die zu höherer Akzeptanz und kürzeren Genehmigungsverfahren führen sollten. Als neue Herangehensweise sind technische Bedenken vonseiten des Straßenbaus sowie Konflikte in deren Regelwerken zu vermuten. Daher sollte diese Kombination mit Straßeninfrastruktur (Kabeltunnel) auf deren Durchführbarkeit hin näher untersucht werden. Weiterhin bieten sich als mögliche Forschungsfelder das „Solar Roadways“-Konzept aus den USA sowie die Erforschung einer dynamischen Ladung von Elektromobilen über induktiven Ladeschleifen im Straßenbelag an.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this project is to evaluate the potential contribution of the road infrastructure to the “Energiewende”. The main task is, to determine to what extend a combination of electricity lines and road infrastructure can help to promote the delayed grid extension. One reason for this delayed grid extension is the missing acceptance for new electricity lines. To raise this acceptance it is suggested raise transparency and to strengthen the participation of the affected. Furthermore, alternatives (route of the overhead line, underground cables) should be offered in sensitive cases. Corresponding additional costs can be compared to the costs of a bottleneck in the grid. Approving authorities therefore should prescribe to examine alternatives. An acceptance raising combination of electricity lines and freeways in the form of parallel overhead lines already is common practice. An application of underground cables in the close road-environment cannot be unreservedly recommended. An open installation underneath or besides freeways holds predominantly disadvantages. In contrast, solutions with underground cables in tunnels hold some advantages. The drift-controlled installation process of tubes allows to install cable tunnels underneath freeways without interference of the traffic, which can be walked through in the case of an error. The installation underneath of already sealed surfaces, smaller environmental impacts are to be expected, which should lead to higher acceptance and faster licensing procedures. This new approach may raise technical concerns by the road building authority and may contain conflicts with their guidelines. Therefore, this combination of cable tunnels and road infrastructure should be reviewed regarding applicability. Future research areas could be the concept of “solar roadways” from the USA as well as the research in dynamic inductive charging of electro cars by charging-circuits in the road pavement.