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Report (Bericht) zugänglich unter
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Zur Unfallbeteiligung von Wohnmobilen 2000 bis 2010

Accident involvement of motorhomes 2000 to 2010

Pöppel-Decker, Martin ; Langner, Stefanie

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Anhänger , Auffahrunfall , Autobahn , Deutschland , Unfall , Unfallhäufigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident rate , Accident , Motorway , Rear end collision , Trailer
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 81 Unfallstatistik
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 236
ISBN: 978-3-95606-002-1
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 19.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der vorliegenden Untersuchung knüpft die Bundesanstalt für Straßenwesen an die letzte Untersuchung zum Unfallgeschehen von Wohnmobilen aus dem Jahr 1999 an. Neben der Entwicklung der Anzahl der Unfälle von Wohnmobilen im Zeitraum 2000 bis 2010 wird die Struktur der Unfälle beleuchtet. Auch die charakteristischen Merkmale der beteiligten Fahrer der Wohnmobile und einige technische Merkmale wie z.B. die Motorisierung und das zulässige Gesamtgewicht werden untersucht. Weiterhin wird die im Unfallgeschehen kleine Gruppe der Pkw mit Wohnanhänger soweit möglich in die Untersuchung einbezogen. Diese beiden Gruppen werden der Gesamtgruppe der Pkw-Unfälle vergleichend gegenübergestellt. Wohnmobile werden in der amtlichen Unfallstatistik nicht explizit codiert. Somit sind -im Rahmen der regelmäßigen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes -keine Informationen zum Unfallgeschehen von Wohnmobilen verfügbar. Dennoch ist es möglich, über die vom Kraftfahrt-Bundesamt ergänzten fahrzeugtechnischen Angaben zum Kraftfahrzeug, deutsche Wohnmobile zu identifizieren und mit der vollen Merkmalsbreite des amtlichen Datenmaterials auszuwerten. Mit einem Anteil von weniger als 0,3% an allen Unfällen mit Personenschaden stellen Unfälle unter Beteiligung von Wohnmobilen keinen Schwerpunkt im Unfallgeschehen dar. Im Jahr 2010 wurden 743 Unfälle mit Personenschaden registriert, an denen ein Wohnmobil beteiligt war. Die Entwicklung der Unfallbeteiligung stellt sich im Zeitraum 2000 bis 2010 mit einem Rückgang von 36% bei den Unfällen mit Personenschaden sogar günstiger dar, als die Entwicklung der Unfälle unter Pkw-Beteiligung (-28%). Bei Unfällen unter Beteiligung von Wohnmobilen wurden im Jahr 2010 insgesamt 19 Personen getötet und 202 Personen schwer verletzt. Darunter waren jedoch nur 4 getötete und 62 schwerverletzte Personen Insassen eines Wohnmobils; die übrigen Verunglückten wurden beim Unfallgegner registriert. Gleichwohl zeigt die nach Fahrern und Mitfahrern differenzierte Betrachtung der Unfallschwere bei den Wohnmobilen Ansatzpunkte zur Verbesserung der Sicherheit. Im Mittel des Zeitraumes 2000 bis 2010 weisen die Mitfahrer von Wohnmobilen eine deutlich erhöhte Unfallschwere im Vergleich zu den Fahrern auf. So liegt die Kenngrösse \"Schwere Personenschäden bezogen auf die Fahrer bzw. Mitfahrer\" bei den Mitfahrern bei 51 schweren Personenschäden je 1.000 Mitfahrer und bei den Fahrern bei 34 schweren Personenschäden je 1.000 Fahrer.
Kurzfassung auf Englisch: With this study, the BASt is following up the last study on the accident involvement of motorhomes which dated from 1999. Not only is the focus of the study on the development in the number of accidents involving motorhomes which occurred between 2000 and 2010, but also on their structure. The character of the drivers of the motorhomes concerned and some of the technical features were also analysed, including the motorisation and the permissible total weight. It was also the case that a small group of cars towing caravans were also included in the study as far as possible. Both of these groups were compared with the group comprising all of the car accidents. Motorhomes are not explicitly coded in the official accident statistics so that the regular German Statistical Office publications do not provide any information on accidents involving motorhomes. It is however possible to identify German motorhomes on the basis of the additional motor vehicle technology information from the German Federal Motor Transport Authority which can then be evaluated across the entire range of the characteristic feature of the official data material. With a share of less than 0.3 percent of all accidents resulting in personal injuries, accidents involving motorhomes do not play a major part in accidents. 743 accidents involving motorhomes and resulting in personal injuries were registered in 2010. This means that the number of accidents involving motorhomes has been reduced by 36 percent since 2000. This development is even better than the development of accidents involving cars (-28 percent). Accidents involving motorhomes caused in 2010 caused the deaths of 19 people with 202 people being severely injured. From these, four of the deceased and 62 of the severely injured were passengers in a motorhome; the remaining victims were registered as being the other involved party. A differentiated consideration of the severity of the accidents involving motorhomes with regard to the drivers and the passengers provides starting points for improving safety. On average, the passengers in motorhomes suffered a considerably worse severity when compared with the drivers. The key figures for “serious personal injuries with regard to the drivers or passengers respectively“ were 51 serious personal injuries per 1,000 passengers and 34 serious personal injuries per 1,000 drivers