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Report (Bericht) zugänglich unter
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Unterstützung der Fahrausbildung durch Lernsoftware

Supporting driver education with computer based trainings

Petzoldt, Tibor ; Weiß, Thomas ; Franke, Thomas ; Krems, Josef F. ; Bannert, Maria

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.380 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Audiovisuell , Augenbewegungen , Deutschland , Fahrausbildung , Fahrsimulator , Fahrzeugführung , Forschungsbericht , Gefahr , Prüfverfahren , Software , Verhalten , Verständnis , Wahrnehmung
Freie Schlagwörter (Englisch): Audiovisual , Behaviour , Comprehension , Driver training , Driving (veh) , Eye movement , Germany , Perception , Research report , Risk , Simulator (driving) , Software , Test method
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Technische Universität <Chemnitz>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 219
ISBN: 978-3-86918-177-6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 09.08.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel des Projektes war die empirische Abklärung der Potenziale neuer Lehr-Lerntechnologien für die Optimierung der Fahranfängervorbereitung. Hierfür sollte ein Lernangebot entwickelt und evaluiert werden, dass fahraufgabenrelevante Kompetenzen unterstützt, die eine hohe Unfallrelevanz haben, bei Fahranfängern im Vergleich zu erfahrenen Kraftfahrern geringer ausgeprägt und in der Fahrausbildung nur beschränkt zu vermitteln sind. Vor diesem Hintergrund wurde die Förderung der Gefahrenwahrnehmung und damit verknüpfter Teilfertigkeiten (Blickverhalten, Situationsverständnis) als vielversprechender Ansatzpunkt identifiziert. Ausgehend von Erkenntnissen der Lehr-Lernforschung basiert das entwickelte Lernangebot auf dynamische Darstellungen sowie einer adaptiven Lernerfolgsrückmeldung. Die empirische Überprüfung der Vorteile eines multimedialen Lernangebots erfolgte in einer Fahrsimulatorstudie. Fahrschüler, die ein multimediales Training zur Gefahrenwahrnehmung erhielten, wiesen ein signifikant besseres Blickverhalten und ansatzweise auch ein besseres Fahrverhalten als konventionell geschulte Fahrschüler auf. Zudem war ihre Gefahrenwahrnehmung - gemessen am Blickverhalten - vergleichbar mit den Leistungen erfahrener Fahrer. Darüber hinaus wurde dem Einfluss von Gestaltungsmerkmalen auf den Lernerfolg nachgegangen. Lerneffekte konnten nur erzielt werden, wenn das Lernangebot sowohl dynamische Darstellungen als auch adaptive Rückmeldungen enthielt und zwei Übungseinheiten umfasste, so dass neben dem Blickverhalten auch das Situationsverständnis und die Ableitung von Verhaltenskonsequenzen geschult wurde. Angesichts dieser Befunde sowie untermauert durch die Validierung des Lernangebots kann davon ausgegangen werden, dass multimediale Lernanwendungen bei adäquater didaktischer Umsetzung dazu in der Lage sind, die notwendige Erfahrungsbildung zur Bewältigung von Gefahrensituationen in einem geschützten Umfeld zu fördern.
Kurzfassung auf Englisch: The objective of this project was the empirical assessment of the potential of computer based trainings to improve driver education. Therefore a training software had to be developed and evaluated that was supposed to support driving task relevant skills which are highly relevant for accident prevention, which are less developed in novice drivers than in experienced drivers and which are difficult to teach in driving schools. The facilitation of hazard perception and associated subskills (glance behaviour, situation comprehension) were identified as possible objectives of the training software. Based on the findings of educational research, the developed training software included dynamic presentation of content as well as adaptive feed-back on the learning progress. The effects of the training software were empirically examined in a driving simulator study. Learner drivers which were trained in hazard perception with the software showed significantly better glance behaviour and to some degree better driving behaviour than conventionally trained learner drivers. Furthermore, their hazard perception, as measured through glance behaviour, was at a similar level as the performance of experienced drivers. In addition, the impact of design attributes of the computer based training on the test performance was investigated. Measurable effects were only found for the training that contained dynamic presentations as well as adaptive feedback, and only if the training included two separate training sessions. Considering these findings and substantiated by the validation of the training software it can be assumed that computer based trainings, given that they are implemented with a sufficient instructional quality, are able to provide necessary experiences for the handling of hazardous situations in a protected environment.