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Report (Bericht) zugänglich unter
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Vernetzungseignung von Brücken im Bereich von Lebensraumkorridoren : Pilotstudie

Viability of linking bridges in the area of environmental corridors

Schmellekamp, Cyrus ; Tegethof, Udo

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bauwerk , Bewertung , Biotopvernetzung , Brücke , Deutschland , Durchlass , Fernverkehrsstraße , Forschungsbericht , Gesetzgebung , Klassifizierung , Korridorfunktion , Ökosystem , Querungshilfe für Tiere , Straßennetz , Tier , Trennfunktion (Straße) , Tunnel , Umwelt , Verbesserung , Verfahren
Freie Schlagwörter (Englisch): Animal , Barrier function (Road) , Bridge , Classification , Corridor function , Culvert , Ecosystem , Engineering structure , Environment , Evaluation (Assessment) , Germany , Habitat (Ecology) , Improvement , Legislation , Main road , Method , Migration corridor , Research report , Road network , Tunnel , Wildlife crossing
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 15 Umwelt
Institut 1: Abteilung Straßenverkehrstechnik
Institut 2: Abteilung Brücken- und Ingenieurbau
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 214
ISBN: 978-3-86918-244-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 21.06.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Grünbrücken, Wild- und Kleintiertunnel dienen der Vernetzung von Tierlebensräumen über bzw. unter Straßen hinweg und verhindern gleichzeitig Wildunfälle. Unterführungen von Fließgewässern und Wirtschaftswegen weisen ebenfalls ein erhebliches Potenzial zur ökologischen Vernetzung der Landschaft auf. Dieses wird bei Straßenneu- und -ausbauten im Zuge der landschaftspflegerischen Begleitplanung bereits ausgeschöpft. Nun fordert das Bundesnaturschutzgesetz ein bundesweites Biotopverbundsystem, das bereits im Bundesprogramm Wiedervernetzung realisiert wird. Dabei steht die Frage nach der ökologischen Durchlässigkeit des bestehenden Bundesfernstraßennetzes im Raum. Speziell für die Fauna errichtete Querungshilfen fehlen hier, weshalb der Blick auf die im Straßenverlauf bereits vorhandenen Bauwerke fällt. In diesem Projekt wurde ein Verfahren entwickelt, um Brückenbauwerke im Zuge von Bundesfernstraßen hinsichtlich ihrer Eignung als Tierquerungshilfe zu bewerten. Das Ergebnis des in zwei Stufen durchgeführten Projektes liegt nun als Bewertungsbogen "Faunawert" vor. Mit seiner Hilfe kann anhand von 27 ökologisch wichtigen Kriterien die ganze Spannbreite der Unterführungstypen, von einfachen Rohrdurchlässen bis hin zu Talbrücken, über ein Punktesystem einheitlich beurteilt werden. Erreichbar sind im ungünstigsten Fall 10, im günstigsten 5.550 Punkte. Die erste Stufe wurde in den als Anhang 1 vorliegenden Dokumenten "Entwicklung Prototyp" abgewickelt. Brücken innerhalb von Kreuzungsbereichen zwischen Bundesfernstraßen und den vom Bundesamt für Naturschutz skizzierten Lebensraumkorridoren dienten als Vorlage für die Entwicklung mehrerer, nach Brückentypen differenzierten Beurteilungsbögen. Darüber hinaus gibt dieser Anhang im Teil II Hinweise zur ökologischen Aufwertung der Räume unter den Bauwerken. In der zweiten Stufe wurden die im Prototyp entwickelten 4 Bewertungstabellen in zwei weiteren Naturräumen auf ihre Praktikabilität hin geprüft und optimiert. Insgesamt umfassten die Praxistests damit 44 Bauwerke unterschiedlicher Typen. Der schließlichen Kondensierung zu einer einzigen Bewertungstabelle "Faunawert" lag die Überlegung zugrunde, das Verfahren für die Anwendung bei Außenstellen der Straßenbauverwaltung und Mitarbeitern von Naturschutzbehörden und -verbänden gleichermaßen übersichtlich zu gestalten. Unabhängig von der Vorbildung der Bearbeiter sollen vergleichbare Ergebnisse erzielt werden können. Stellen sich die zu beurteilenden Bauwerke mit oder ohne aufwertende Maßnahmen als geeignet heraus, Tieren zur Unterquerung des Hindernisses Straße zu dienen, so bieten sie eine kostengünstige Ergänzung zu den speziell für Vernetzungszwecke errichteten Querungshilfen. Sie können helfen, das Bundesfernstraßensystem ökologisch zu optimieren und die Forderung des Bundesnaturschutzgesetzes zu erfüllen.
Kurzfassung auf Englisch: Green bridges, wildlife and small animal tunnels serve the linking of animal habitats over or under roads and at the same time prevent accidents involving collisions with wild animals. Underpasses under flowing water bodies and service roads also have a significant potential for the ecological linking of landscapes. This is already being exploited in landscape planning for new road constructions and road expansions. The BNatSchG (Nature Conservation Act) is now demanding a German-wide biotope network system, which has already been implemented in the federal re-linking programme. In this context, the question of ecological penetrability of the existing federal highway network arises. Crossing aids specially built for wildlife are lacking here, which is why the focus falls on to the existing road structures. In this project a method was developed for the assessment of bridge structures on federal highways with regard to their suitability to facilitate animal crossings. The findings of the project was carried out in two stages and are now available in the form of a “fauna value” assessment form. With this assessment form the entire range of types of underpasses, from simple pipe passages to viaducts, can be assessed uniformly based on 27 ecologically important criteria. In a worst-case scenario 10 points can be achieved and in a best-case scenario, 5,550 points. The first stage was developed in the form of the thesis attached in Annex B. Bridges within intersection areas between federal highways and the environmental corridors as sketched out by the Federal Office for Nature Conservation, served as reference for the development of several assessment forms, differentiated by bridge types. In addition, Annex B provides information on the ecological upgrading of spaces below the structures. In the second stage, the assessment forms were verified in two further natural areas. In total, the practice tests included 44 structures of different types. Condensing the information into one assessment form was based on the consideration to clearly structure the method for the application by road authorities’ outposts and for employees of the conservation authorities and conservation associations. Comparable results must be achieved, regardless of any previous training the operators may have. If the assessed structures, with or without upgrading measures, are deemed suitable for the underpass of the road by animals, then they offer a cost effective addition to the crossing aids specially built for linking purposes. They can assist in the ecological optimisation of the federal highway system and meet the requirements of the BNatSchG.