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Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/398/


Das Verkehrsquiz - Evaluationsinstrumente zur Erreichung von Standards in der Verkehrs-/Mobilitätserziehung der Sekundarstufe

The traffic-quiz - Evaluation instruments to achieve standards in road safety and mobility education in secondary education

Heidemann, Kristina ; Hufgard, Veronica ; Sindern, Eva-Maria ; Riek, Simon ; Rudinger, Georg

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bewertung , Deutschland , Erziehung , Forschungsbericht , Mobilität , Radfahren , Schule , Software , Standardisierung , Test , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Cycling , Education , Evaluation (assessment) , Germany , Mobility , Research report , School , Software , Standardization , Test , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Sonstige beteiligte Institution: Zentrum für Evaluation und Methoden
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 205
ISBN: 978-3-86509-975-4
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 21.06.2012
Bemerkung: Das komplette Programm einschließlich der Lehrerversion und der Installationsanweisungen für die Verwendung auf PC sowie das begleitende Handbuch sind diesem Heft der Schriftenreihe auf CD beigefügt. Sie kann auch unabhängig vom Heft auf Anforderung bei der Bundesanstalt für Straßenwesen bezogen werden.
Kurzfassung auf Deutsch: Um die Position der Verkehrs- und Mobilitätserziehung in den Schulen und vor allem in der Sekundarstufe zu stärken und den zuständigen Ministerien, Lehrerinnen und Lehrern und anderen Verantwortlichen vor Ort Einblick in die Fähigkeiten der Schüler zu geben, wurde von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) das Forschungsprojekt "Entwicklung von Evaluationsinstrumenten zur Erreichung von Standards in der Verkehrs- /Mobilitätserziehung der Sekundarstufe" an das Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM), Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vergeben. Vorbereitet und begleitet wurde das Projekt von der Arbeitsgruppe BASt/ Kultusbehörden der Länder, die mit den Leistungsstandards und den inhaltlichen Schwerpunkten (Jahrgangsstufe 6: Fahrradfahren, Jahrgangsstufe 9/10: Vorbereitung auf die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr) wichtige Rahmenbedingungen vorgegeben hat. Im Rahmen des Projektes wurden zunächst auf umfassender empirischer Grundlage die Leistungsstandards als Kompetenzen und Items beschrieben. In einem weiteren Schritt wurde auf der Basis der Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie ein computerbasiertes Evaluationsinstrument entwickelt, das Lehrern im Sinne eines Monitoringsystems Anhaltspunkte zur Ausprägung der Kompetenzen ihrer Schüler gibt. Ergebnisse werden Lehrern, aber auch Schülern unmittelbar nach der Durchführung des Verfahrens auf verschiedenen Ebenen zurückgemeldet. Das Instrument ist inhaltsvalide und weist zudem günstige Werte in konvergenter und diskriminanter Validität auf. Auch die Ergebnisse zur internen Konsistenz sind zufriedenstellend. Die Retest-Reliabilität des Instruments konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Das Instrument ermöglicht Lehrern, ihren Unterricht im Folgenden gezielt auf die Kompetenzen ihrer Schüler auszurichten und ihnen genau die Inhalte zu vermitteln, die sie noch nicht beherrschen. Dies gibt der schulischen Verkehrs- und Mobilitätserziehung eine neue, individuell auszurichtende Struktur und bietet Anreize, entsprechende Themen verstärkt in den Schulen zu verankern. Der Computertest dauert ca. eine Schulstunde und setzt durch seinen abwechslungsreichen Charakter neue Impulse in der Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Das Evaluationsinstrument wurde so konzipiert, dass es an Schulen mit und ohne Computernetzwerk eingesetzt werden kann und in Bezug auf Grafik und Kapazitäten nur geringe Anforderungen an die Qualität der vorhandenen Rechner stellt. Eine Installation des Instrumentes ist nicht erforderlich. Fakultativ wurde darüber hinaus für die Schüler der Jahrgangsstufe 6 ein Fahrradparcours entwickelt, der den Lehrern einen Einblick dazu vermittelt, wie gut ihre Schüler verschiedene Situationen, die für den Straßenverkehr relevant sind, beherrschen. So können gezielt Hinweise dafür gesammelt werden, welche Themen im Unterricht aufgegriffen werden müssen, vor allem bevor, z.B. im Rahmen einer Klassenfahrt, die Schüler aktiv am realen Verkehr teilnehmen. Der Fahrradparcours ist innerhalb von zwei Schulstunden durchzuführen, zudem erfordert der Aufbau nur wenige Materialien. Insgesamt stehen mit Computertest und Fahrradparcours für Schüler sowie Lehrer ansprechende Instrumente zur Verfügung, die Einblicke in die Ausprägung der für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr erforderlichen Kompetenzen geben und Anhaltspunkte für die inhaltliche Ausrichtung der schulischen Verkehrs- und Mobilitätserziehung geben. Das Instrument kann dementsprechend im Sinne einer lokalen Lernstanderhebung zur Identifikation von Wissenslücken bei einzelnen Schülern, Klassen oder Schulen eingesetzt werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, im Sinne einer zentralen Lernstandserhebung die Daten der verschiedenen Klassen, Schulen und Länder für länder- und bundesweite Vergleiche zu sammeln, Stärken und Schwächen auf einem höheren Aggregationsniveau zu identifizieren und möglicherweise in einem weiteren Schritt im Sinne eines Input-Output-Vergleichs besonders effektive Maßnahmen der Verkehrserziehung und weitere relevante Rahmenbedingungen zu identifizieren. Welche Verwendung des Programms sich schließlich durchsetzen wird, liegt in der Hand der Länder.
Kurzfassung auf Englisch: In order to strengthen the positition of road safety and mobility education in schools, namely in secondary education, and to provide an insight into the pupils’ level of skills for both the ministry department in charge and the teaching staff, the Federal Highway Research Institute (BASt) entrusted the Centre of Evaluation and Methods (CEM), Bonn University, with a research project on “Development of Evaluation Instruments to Achieve Standards in Road Safety and Mobility Education in Secondary Education”. Preparation and continuous monitoring was supplied by the project team BASt/Boards of Secondary Education of the Federal States, providing a framework of standards of achievement as well as key aspects in form and content (grade 6: bicycling, grades 9/10: preparation for the participation in motor-operated road traffic). Based on broad empirical evidence, initially standards of achievement were trans-formed into skills and items. In a second step, based on a proof of concept, a computer-aided evaluation instrument was designed in order to provide teachers with information on the level of skills of their students in terms of a monitoring system. Results are reported directly to teachers and students at different levels of data aggregation. The instrument has been tested satisfactorily for validity in content, convergence and discriminance. Internal con-sistency of the instrument could be proofed as well but there is no evidence for Retest-Reliability. The instrument allows teachers to organize further classes according to the skills of their students as well as to focus precisely on the contents in which they have deficits. This leads road safety and mobility education on to a new and individually matched structure and offers an incentive to implement relevant road safety and mobility topics in schools. The computer based test can be completed within one lesson and is set to inspire further impulse in road safety and mobility education due to its diversity. The evaluation instrument was conceived to be used independently from existing computer networks and requires only a minimum standard of graphics and data processing capacities. Installation is not necessary. Furthermore, a bicycle course for 6th grade students has been developed for optional use, giving teachers further insight into the students’ capability of dealing with various situations in road traffic. This enables teachers to gain specific information on topics requiring further instruction, particularly prior to active participation in actual traffic, e.g. on school trips. The bicycle course is to be completed within two lessons and requires only a minimum of materials. All in all, both the computer based test and the bicycle course are appealing instruments for students and teachers, providing insights into the level of skills necessary for competent participation in road traffic as well as indicating key issues for the contextual arrangement of road safety and mobility eduaction. Thus, the instruments may be used to assess the actual skill level and to determine existing deficiencies of individual students, classes or schools. On top of that, they may be put to use in central assessments collecting data from different classes, schools and federal states. This would give the possibility of nationwide comparisons, the determination of strengths and weaknesses on a higher aggregation level and finally the identification of particularly efficient methods of road safety education as well as other relevant basic conditions via input-output-comparisons. However, it is the decision of the federal states which utilisation of the programme will prevail.