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Report (Bericht) zugänglich unter
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Verwendung von Anti-Graffiti-Systemen auf Mauerwerk

Use of anti-graffiti systems on walls

Müller, Urs

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Beschichtung , Bewertung , Deutschland , Farbe , Forschungsbericht , Hohlraumgehalt , Leistungsfähigkeit (allg) , Mauer , Naturstein , Oberfläche , Prüfverfahren , Rauheit , Reinigung , Richtlinien , Versuch
Freie Schlagwörter (Englisch): Cleaning , Coating , Color , Efficiency , Evaluation , Germany , Porosity , Research report , Rock , Specifications , Surface , Test , Test method , Texture , Wall
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 35 Verschiedene Baustoffe
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 61 Unterhaltung und Instandsetzung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Hausbau, Bauhandwerk
Sonstige beteiligte Institution: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe B: Brücken- und Ingenieurbau
Bandnummer: 74
ISBN: 978-3-86918-071-7
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 17.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Graffiti sind ein unübersehbares Problem in unserer bewohnten Umwelt. Graffitischmierereien finden sich auf allen Materialien, wobei insbesondere poröse Untergründe Schwierigkeiten bei deren Beseitigung bereiten. Um Baustoffoberflächen besser zu schützen und von Graffiti leichter reinigen zu können, wurden in den vergangen Jahren Prophylaxesysteme (Anti-Graffiti-Systeme, AGS) entwickelt. Für die Beurteilung der Funktionalität und Verwendbarkeit dieser Anti-Graffiti-Systeme wurden von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Zusammenarbeit mit mehreren Prüfinstituten eine Technische Prüfvorschrift und Technische Lieferbedingungen (TP/TL-AGS) erarbeitet. Die TP/TL-AGS gilt hierbei nur für die Beurteilung von AGS auf Betonuntergründen. Die Zielstellung der vorliegenden Studie war es zu sondieren, ob die existierenden TP/TL-AGS auch allgemein für AGS auf Mauerwerksoberflächen bestehend aus Naturstein oder Ziegel- beziehungsweise Klinkeroberflächen, die an Bauwerken im Bundesfernstraßenbereich vorhanden sind, angewendet werden können. Weiterhin sollten die Funktionalität und Effektivität der AGS in Abhängigkeit von den Eigenschaften der verschiedenen Substrate untersucht werden. Es sollte herausgearbeitet werden, welche kritischen Parameter für die Funktionalität eines AGS verantwortlich sind. Es wurden insgesamt neun unterschiedliche Natursteine ausgewählt. Zusätzlich wurden Probekörper aus Klinkermauerwerk hergestellt. Dazu wurden Klinkerfliesen auf einen Beton aufgeklebt und mit Zementmörtel ausgefugt. Als Anti-Graffiti-System wurden ein AGS1-2 (nichtschichtbildendes, permanentes System) und ein AGS2 (temporäres System) verwendet. Neben den eigentlichen Untersuchungen an den Verbundkörpern wurden die Substrate auf ihre stoffliche Zusammensetzung und ihre physikalische Eigenschaften charakterisiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten, dass die Funktionalität der beiden AGS stark von der Art des Substrates abhängt. Stark poröse Untergründe, die große mittlere Porenradien aufweisen, lassen sich auch mit AGS schwerer reinigen als dichte Substrate mit kleinen mittleren Porenradien. Weiterhin spielt die Oberflächenrauheit der Substrate eine wichtige Rolle. Allerdings hat hier die Art des AGS ebenfalls einen starken Einfluss auf die Reinigungswirkung. Beim permanenten System war ein klarer Einfluss der Oberflächenrauheit zu erkennen, der beim temporären System nicht sichtbar war. Es zeigte sich jedoch, dass die Funktionalitätsprüfung von AGS1-2 und AGS2 auf den Substraten gut durch die Prüfung auf dem Betongrundkörper abgebildet werden könnten. Das heisst, die Ergebnisse des Betongrundkörpers zur Funktionalität waren im Wesentlichen mit den Ergebnissen der Natursteinsubstrate zu vergleichen, die bei den Reinigungen als schwieriger eingestuft wurden. Weiterhin war der Einfluss der Farbänderungen im Bereich dessen, was auch bei den Betonprüfkörpern eintrat. Die nach TL-AGS angegebenen Grenzwerte wurden nur in wenigen Fällen etwas überschritten. Anders verhielten sich die Glanzdaten infolge der Beschichtung mit dem AGS2. Es trat bei einigen Substraten eine erhebliche Erhöhung der Glanzwerte auf, die beim mit AGS2-beschichteten Beton nicht beobachtet wurden. Aufgrund der Ergebnisse kann geschlossen werden, dass die Prüfung der Funktionalität eines AGS auf einem Betongrundkörper nach TP-AGS durchaus als "schlechtester Fall" eines Substrats auch repräsentativ für eher problematisch zu reinigende Natursteine ist. Bei den Glanzdaten müsste allerdings ein anderer Ansatz erfolgen, da die eher leichter zu reinigenden dichten Substrate in der Regel auch eine, zum Teil sehr starke Erhöhung des Glanzgrades beim Auftrag einer Prophylaxeschicht zur Folge haben, die bei einem Betonsubstrat nach TP-AGS nicht auftritt. Die Dauerhaftigkeit der Graffitiprophylaxe auf den unterschiedlichen Substraten wurde im Rahmen der vorliegenden Untersuchungen aus Zeitgründen nicht berücksichtigt.
Kurzfassung auf Englisch: Graffiti is a problem in our built-up environment that cannot be ignored. Graffiti can be found on all materials and is particularly difficult to remove from porous surfaces. Anti-graffiti systems (AGS) have therefore been developed in recent years to protect building material surfaces and to make removal of graffiti easier. The BASt has cooperated with several test institutes to develop technical test instructions and technical delivery conditions (TP/TL-AGS) that can be used to evaluate the functionality and usability of these anti-graffiti systems. The TP/TL AGS only apply to the evaluation of AGS on concrete backgrounds. The current study was undertaken to investigate whether the existing TP/TL AGS can also be applied to AGS on masonry surfaces made of natural stones, bricks or clinker surfaces on buildings near federal highways. The functionality and efficiency of the AGS were to be investigated as a function of the properties of the different substrates. It was to be determined which critical parameters are responsible for the functionality of an AGS. A total of nine different natural stone types were selected. In addition, test samples made of clinker masonry were produced. Clinker tiles were glued onto a concrete surface and grouted with cement mortar. The anti-graffiti systems used were an AGS1-2 (not layer-forming, permanent system) and an AGS2 (temporary system). The material composition of the substrates was analysed and their physical properties were characterised in addition to the actual investigation of the test samples. The results of the investigations show that the functionality of the two AGS strongly depends on the type of substrate used. Strongly porous backgrounds with large, average pore radii are more difficult to clean than dense substrates with small, average pore radii, even after an AGS has been applied. The surface roughness of the substrates also plays an important role, but its effect on the ease of cleaning strongly depends on the type of AGS used. Surface roughness had a strong effect when the permanent system was used, but this was not the case with the temporary system. However, it could be shown that the functionality test for AGS1-2 and AGS2 on the substrates used could be appropriately modeled by tests on a concrete substrate, i.e. the results for functionality on the concrete substrate were comparable to those on natural stone substrates, which were found to be harder to clean. The effect of colour changes was in the same range that was found for the concrete test samples. The limit values specified in the AGS technical test instructions were only slightly exceeded in a few cases. The data for the gloss resulting from coating with AGS2 differed. Some substrates showed a strong increase of the gloss values, which was not observed with AGS2-coated concrete. The results allow the following conclusions: Testing the functionality of an AGS on a concrete substrate according to the AGS technical test instructions can be seen as a worst case that is also representative for natural stones, which are rather hard to clean. However, the gloss data require a different approach, because denser substrates, which are usually easier to clean, also tend to show a sometimes very strong increase in gloss levels after the application of the protective layer. This was not found on the concrete substrates investigated according to the AGS technical test instructions. The permanence of graffiti prevention on different substrates was not considered in these investigations, due to a lack of time.