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Report (Bericht) zugänglich unter
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Kompetenzerwerb im Umgang mit Fahrerinformationssystemen

Skill acquisition in the use of driver information systems

Jahn, Georg ; Oehme, Astrid ; Rösler, Diana ; Krems, Josef F.

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Belastung , Bewertung , Deutschland , Einstellung (psychol) , Elektronische Fahrhilfe , Fahrer , Fahrerinformation , Fahrzeugführung , Forschungsbericht , Systemanalyse , Versuch , Zielführungssystem
Freie Schlagwörter (Englisch): Attitude (psychol) , Driver , Driver information , Driving , Evaluation , Germany , Load , Research report , Route guidance , Systems analysis , Test
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Psychologie <Chemnitz>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 47
ISBN: 3-86509-119-9
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 07.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Fahrerinformations- und Fahrerassistenzsysteme (FIS/FAS), die während der Fahrt zusätzliche, den Fahrer entlastende Funktionen anbieten, können durch damit verbundene Bedienvorgänge Aufmerksamkeit beanspruchen und in der Folge durch visuelle Ablenkung und mentale Beanspruchung unerwünschte sicherheitsrelevante Veränderungen des Fahrverhaltens hervorrufen. Allerdings stellt die Interaktion mit Fahrerinformationssystemen bei fortschreitender Übung zunehmend geringere Aufmerksamkeitsanforderungen. Dieser Effekt des Kompetenzerwerbs ist bei der Beurteilung der sicherheitskritischen Fahrerbeanspruchung zu beachten. In einem Fahrversuch wurde die Veränderung von Ablenkungswirkungen als Folge des Kompetenzerwerbs in der Bedienung von Fahrerinformationssystemen untersucht. Als Aufgabe wurde die Zieleingabe in ein Navigationssystem gewählt. Zwei Navigationssysteme mit unterschiedlichen Mensch-Maschine-Schnittstellen wurden dabei eingesetzt. Mit denselben Systemen wurden in weiteren Trainingsstudien Daten zum Kompetenzerwerb für drei Altersgruppen erhoben. Als Methode zur kondensierten Beschreibung der Kompetenzerwerbsverläufe wurde die Schätzung von Potenzfunktionsparametern verwendet. Aufgrund unterschiedlicher Bedienelemente und abweichend konzipierter Eingabedialoge führten die Systeme wie erwartet zu deutlichen Unterschieden in der Fahrerbeanspruchung. Auch der Lernverlauf von Fahrern mittleren Alters und von älteren Fahrern wich erheblich voneinander ab. Jüngere Fahrer erreichten deutlich kürzere Bearbeitungszeiten mit beiden Systemen. Auswertungen des Blickverhaltens im Fahrversuch ergaben umfangreiche Datensätze zur visuellen Ablenkung in verschiedenen Fahrbedingungen. Der Kompetenzerhalt nach einigen Monaten war außer in der Gruppe älterer Fahrer fast vollständig. Es war kein Transfer zwischen den deutlich verschiedenen Systemen festzustellen. Die Schätzung von Potenzfunktionsparametern hat sich insgesamt als Methode zur Beschreibung des Kompetenzerwerbs bewährt. In einer weiteren Studie wurde die erste Phase des Kompetenzerwerbs für vier unterschiedliche Navigationssysteme mit der Okklusionsmethode untersucht, die als Bewertungsverfahren der visuellen Beanspruchung durch Fahrerinformationssysteme vorgeschlagen ist. Die Projektstudien leisten damit auch einen Beitrag zur Methodenentwicklung und zur Einschätzung der sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Fahrerinformationssystemen.
Kurzfassung auf Englisch: Driver information and driver assistance systems (Fahrerinformations- und Fahrerassistenzsysteme - FIS/FAS) have functions which can be used during journeys to reduce demands made on drivers; operating these systems can, however, claim the driver’s attention, causing visual distraction and making mental demands of the driver which can in turn lead to undesired, safety-relevant changes in driver behaviour. However, the amount of attention required to interact with driver information systems decreases with continued practice. Account must be taken of this skill acquisition effect when assessing whether demands placed on the driver endanger safety. Tests of driver behaviour were carried out to investigate how the degree of distraction changed due to skill acquisition in the operation of driver information systems. Entering the destination into a navigation system was selected as the task for investigation. Two navigation systems with different people-machine interfaces were used. Other training studies used the same systems to record data on skill acquisition in three age groups. The estimation of power function parameters was used as a method for condensed description of the skills-acquisition development process. As expected, the different operating elements and the differently designed input dialogues of the two systems meant that the demands made on the drivers differed. The learning development process of middle-aged drivers also deviated considerably from that of older drivers. Younger drivers recorded significantly shorter processing times with both systems. Assessment of eye behaviour in the driving-behaviour tests produced extensive data records on visual distraction in different driving circumstances. Apart from the group of older drivers, almost all the skills gained had been maintained when tested after a period of some months. No transfer was detected between the significantly different systems. Overall, the estimation of power function parameters proved itself as a method to describe skill acquisition. A further study used the occlusion method to investigate the first phase of skill acquisition for four different navigations systems; it is proposed that this method should be used to evaluate the visual demands made by driver information systems. The project studies therefore also contribute to the development of methodology and to estimating the safety-relevant effects of driver information systems.