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Report (Bericht) zugänglich unter
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Auswirkungen von Belastungen und Stress auf das Verkehrsverhalten von Lkw-Fahrern

The effects of strain and stress on the traffic behaviour of heavy goods vehicle drivers

Evers, Claudia

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Arbeitsbedingungen , Berufsausübung , Deutschland , Fahrausbildung , Fahrer , Forschungsbericht , Gesetzesdurchführung , Interview , Kontrolle , Lkw , Persönlichkeit , Personal , Risikoverhalten , Sicherheit , Stress , Unfallverhütung , Verhalten
Freie Schlagwörter (Englisch): Behaviour , Driver training , Driver , Enforcement (law) , Germany , Interview , Lorry , Occupation , Personality , Personnel , Prevention , Research report , Risk taking , Safety , Stress (Psychology) , Surveillance , Working conditions
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 204
ISBN: 978-3-86509-973-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 06.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wird der Einfluss von arbeits- und tätigkeitsbezogenen Belastungen und Stress auf das Verkehrsverhalten von Lkw-Fahrern im Straßengüterverkehr untersucht. Ausgangspunkt der Überlegungen ist das transaktionale Stressmodell, das ein Zusammenwirken von Person und Umwelt im Umgang mit Stress annimmt. Insgesamt wurden 555 Lkw-Fahrer nach ihren Arbeitsbedingungen, den wesentlichen Belastungsfaktoren, ihrem Umgang mit tätigkeitsbezogenem Stress sowie ihrem Fahrverhalten und ihrer Verkehrsauffälligkeit befragt. Im Ergebnis kristallisieren sich die verkehrlichen Rahmenbedingungen der Lkw-Fahrertätigkeit als zentrale Belastungsaspekte heraus, wie schlechte Rastmöglichkeiten, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer und ein hohes Verkehrsaufkommen. Es zeigen sich deutliche Zusammenhänge zwischen Stresserleben und -bewältigung und dem Verkehrsverhalten von Lkw-Fahrern. Grundsätzlich erweist sich insbesondere ein aggressiv-konfrontativer Umgang mit Stress als problematisch für ein verkehrssicheres Verhalten. Sicherheitsfördernd wirkt sich dagegen eine hohe Gefahrenwahrnehmung und ein aufgabenorientiertes Stressbewältigungsverhalten aus. Es werden sechs Fahrertypen identifiziert, die sich jeweils durch charakteristische Konstellationen der Stressbewältigung und des Verkehrsverhaltens auszeichnen. Der "Draufgänger-Typ" und der "gestresste Typ", zusammen etwa ein Drittel der befragten Fahrer, erweisen sich als besondere Risikogruppe. Anhand eines pfadanalytischen Modells werden Wirkungszusammenhänge zwischen arbeitsbezogenen Belastungen, Stressbewältigung und Verkehrsauffälligkeit von Lkw-Fahrern aufgezeigt. Aus den Ergebnissen der Untersuchung sowie den Ergebnissen eines abschließenden Experten-Workshops werden Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Lkw-Fahrern abgeleitet.
Kurzfassung auf Englisch: The present study examines the influence of work and activity related strain and stress on the traffic behaviour of heavy goods vehicle drivers in road freight traffic. Starting point for the consideration is the transactional stress model, which assumes an interaction between persons and the environment when dealing with stress. A total of 555 heavy goods vehicle drivers were questioned about their working conditions, major stress factors, their dealing with activity related stress, as well as their driving behaviour and traffic offences. As a result, it emerged that the general traffic conditions for heavy goods vehicle drivers, such as poor resting facilities and the behaviour of other road users and heavy traffic, form the main aspects of stress. There are clear correlations between the experience and management of stress and the traffic behaviour of heavy goods vehicle drivers. In general, especially an aggressive-confrontational approach to stress management proves problematic for safe traffic behaviour. In contrast, high risk perception and a task orientated approach to stress management have a safety enhancing effect. Six types of drivers are identified, each characterized by their characteristic constellations of stress management and their traffic behaviour. The "daredevil type" and the "stressed type", who together account for approximately a third of the drivers surveyed, proves to be a particular risk group. On the basis of a path analysis model, interdependencies between work related stress, stress management and traffic offences by heavy goods vehicle drivers are identified. Starting points for the development of measures for the increase in traffic safety of heavy goods vehicle drivers are derived from the results of the investigation as well as from the concluding expert workshop.