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Verkehrsteilnahme und -erleben im Straßenverkehr bei Krankheit und Medikamenteneinnahme

Participation and experience in traffic in poor health and under the influence of medication

Holte, Hardy ; Albrecht, Martina

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Verkehrsteilnehmer , Krankheit , Arzneimittel , Interview , Unfal l, Risiko , Alte Leute
Freie Schlagwörter (Englisch): Road users , Illness , Medication , Interview , Accident , Risk , Old people
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 162
ISBN: 3-86509-142-3
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 17.06.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der vorliegenden Studie werden Zusammenhänge zwischen verkehrsmedizinischen, verkehrspsychologischen und verkehrsbezogenen Daten älterer Verkehrsteilnehmer aufgezeigt. Grundlage hierfür bildet eine im Großraum Bonn durchgeführte Befragung von 4265 Personen mit einem Mindestalter von 60 Jahren. Besonders auffällig ist die vom Mikrozensus abweichende Auftretenshäufigkeit von Krankheiten. Dort sind es innerhalb dieser Altersgruppe lediglich 23 %, die an mindestens einer Krankheit leiden. Dagegen geben in der vorliegenden Studie etwa 29 % der Befragten eine und rund 46 % mehr als eine Krankheit an. Knapp 25 % sind nach eigenen Angaben gesund. Die Zahl der unter Krankheiten leidenden Personen dieser Altersgruppe wird nach den vorliegenden Ergebnissen in der Mikrozensus- Befragung deutlich unterschätzt. Die zentralen Ergebnisse der Befragung von Personen mit einem Mindestalter von 60 Jahren lauten wie folgt: • Zwei von drei Personen leiden an (mindestens) einer Krankheit. • Fast jeder Zweite leidet an mehr als einer Krankheit. • Jeder Dritte (37,6 %) ist am Herzen erkrankt. • Jeder Dritte (37,2 %) leidet unter Bluthochdruck. • Fast jeder Zweite ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. • Fast jeder Fünfte klagt über Schlafstörungen. • Das Risiko eines Autounfalls ist für Personen mit mehr als einer Krankheit 2,6 mal so hoch wie für Gesunde. • Generell stellt sich mit zunehmendem Alter und bei Krankheit eine auf Sicherheit bedachte Veränderung des Fahrverhaltens ein. • Allerdings schränken Personen, die an einer Erkrankung des Nervensystems leiden, ihre Fahrgewohnheiten nicht angemessen ein. Obgleich neurologische Erkrankungen vielfach mit einer deutlichen Einschränkung verkehrssicherheitsrelevanter Funktionen einhergehen, werden diese Verschlechterungen offenbar nicht wahrgenommen. Das zeigt, dass wir es offensichtlich mit einer Risikogruppe zu tun haben, der in der zukünftigen Forschung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.
Kurzfassung auf Englisch: This study is intended to ascertain relationships between medical, psychological and behavioural data of elderly road users. The basis for this is formed by a survey of 4265 persons aged at least 60 years in Bonn and the surrounding areas. One significant result of this study are the deviations in disease frequency compared with the microcensus, which indicates that only 23% of people in the above-mentioned age group suffer from at least one illness. In the study, however, roughly 29% of those interviewed specified one, and 46% more than one disease. Just under 25% claimed to be in perfect health. The results obtained here suggest that the number of ill people in this age group was clearly underestimated by the micro-census. The following key findings were obtained during interviews of persons aged at least 60 years: • Two out of three persons suffer from (at least) one illness. • Nearly every second person suffers from more than one illness. • Every third person (37.6 %) has a heart condition. • Every third person (37.2 %) suffers from high blood pressure. • Nearly every second person has some kind of physical disability. • Almost every fifth person complained about sleeping disorders. • The risk of car accident for ill people is 2.6 times higher compared with healthy people. • Increasing age and the onset of illness generally lead to changes in the safety behaviour of drivers. • Persons suffering from an ailment of the nervous system do not appropriately check their driving habits. Although neurological diseases often notably impair bodily responses of relevance to traffic safety, these deteriorations are obviously ignored. The risk group under consideration therefore evidently warrants a higher degree of attention during future research activities.