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Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.) zugänglich unter
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Finanzierung des Fernstraßenbaus : Referate eines Forschungsseminars des Arbeitsausschusses "Straßenrecht" der FGSV am 25./26. September 2006 in Tecklenburg-Leeden

Financing of highway construction

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Grupp, Klaus

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Abgaben , Auftrag , Fernverkehrsstraße , Finanzierung , Gemeindeverwaltung , Privat , Privatisierung , Regierung (Staat) , Risiko , Straße , Straßenbau , Straßenbenutzungsgebühr , Umgehungsstraße , Unterhaltung , Vertragspartner
Freie Schlagwörter (Englisch): Budget , Bypass (loop road) , Conference , Contractor , Contract , Cost , Government (national) , Financing , Germany , Highway , Legislation , Local authority , Main road , Maintenance , Planning , Private , Privatization , Public private partnership , Risk , Road construction , Road pricing , Tax , Tunnel
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 10 Wirtschaft und Verwaltung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Recht
Sonstige beteiligte Institution: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen / Arbeitsausschuss Straßenrecht
Dokumentart: Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe S: Straßenbau
Bandnummer: 50
ISBN: 978-3-86509-715-6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 04.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: M. SAUTHOFF berichtet über bestehende Refinanzierungsmöglichkeiten für Aufwendungen zum Bau und zur Unterhaltung öffentlicher Straßen. Unter Refinanzierung werden in diesem Beitrag Möglichkeiten der mittelbaren oder unmittelbaren Heranziehung privater Finanzierung der Wahrnehmung von Aufgaben der Straßenbaulast verstanden, also des Baues, des Ausbaus, der Verbesserung und der Unterhaltung öffentlicher Straßen. Zur Erarbeitung von Finanzierungsmodellen im Bereich des Straßenbaus ist eine gerechte Verteilung der zuvor zu definierenden Kosten auf die Betreffenden zu berücksichtigen, die von der jeweiligen Straßenbaumaßnahme einen Vorteil haben, etwaige Doppelbelastungen sind zu erkennen und zu vermeiden und Steuerungseffekte sind hinreichend zu prognostizieren. Der Autor geht auf die Begriffsbestimmungen des Regelungsbereiches ein, die Bedeutung für die Finanzierbarkeit von Straßenbauvorhaben einschließlich ihrer Planung und erläutert die verschiedenen möglichen Modelle zur Übertragung von Aufgaben auf Private (Betreibermodell, Konzessionsmodell, Betriebsführungsmodell). In 11 Thesen fasst der Autor seine Ausführungen zusammen. Das tradierte System der Finanzierung des Straßenbaus und der Straßenunterhaltung erscheint vor dem Hintergrund der Situation der öffentlichen Haushalte zunehmend als unzureichend. Eine Lösung wird in der Zusammenarbeit der Öffentlichen Hand mit Privaten gesehen, der so genannten öffentlichen privaten Partnerschaft (PPP), die seit den 90er Jahren in neuen Formen praktiziert und intensiviert wird. Lag der Schwerpunkt anfangs noch vornehmlich auf dem Fernstraßenbau des Bundes, so haben nun auch einzelne Länder konkrete Vorstellungen über eine Zusammenarbeit mit Privaten im Bereich des Baus und der Unterhaltung von Straßen entwickelt. Die Einbeziehung von privaten Ingenieurbüros und Baufirmen bei Straßenplanung, Bauausführung und Bauerhaltung ist inzwischen Standard geworden, werden als Verwaltungshilfe für die öffentlichen Aufgabenträger bezeichnet und finden überwiegend im Innenverhältnis zu der beauftragenden Straßenbauverwaltung statt. B. WITTING berichtet über die Erfahrungen mit öffentlicher privater Partnerschaft und unterschiedlichen Finanzierungsmodellen am Beispiel der Warnowquerung in Rostock, das als Pilotprojekt wichtige positive wie negative - Erkenntnisse zu einer Fortführung der Finanzierung von Straßenbauprojekten nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz (FstrPrivFinG) bietet. Im staatlichen Straßenbau besteht ein Missverhältnis zwischen den bestehenden Baulastaufgaben und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln. Der Beitrag von M. MAß zum Bau von Staatsstraßen in gemeindlicher Sonderbaulast beleuchtet die Schnittstelle von Straßen- und Haushaltsrecht am Beispiel des bayerischen Landesrechts und der hierzu ergangenen Rechtsprechung nebst Hinweisen auf Bundesrecht. Anhand konkreter Beispiele für den Bau von Ortsumgehungen zur Ausschaltung von Ortsdurchfahrten erläutert der Autor die mit dem Bau und der Finanzierung von so genannten kommunalen Entlastungsstraßen und ihrer Klassifizierung einher gehenden Probleme für die betreffenden Gemeinden. Der Referent stellt das Sonderprogramm "Staatsstraßen in gemeindlicher Sonderbaulast zur Förderung aus der Kraftfahrzeugsteuer" im Finanzausgleichsgesetz (FAG) vor. Bis-her wurden in Bayern insgesamt 47 Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von rund 187 Millionen Euro und einem Fördervolumen von rund 140 Millionen Euro gefördert. Ein Beitrag über die vergaberechtlichen Probleme der Privatfinanzierung im Bau von Fernstraßen behandelt Probleme, die sich aus der Berührung der unterschiedlichen Rechtsgebieten des Straßenrechts, des Privatisierungsrechts und des Vergaberechts ergeben. Das Straßenrecht befasst sich sachlich mit der Erstellung, der Nutzung und der Unterhaltung von Straßen. Im Privatisierungsrecht verbinden sich aufgabenbezogene, ordnungspolitische und finanzielle Aspekte, die gleichermaßen private wie staatliche Aufgaben und Interessen betreffen , das Vergaberecht wiederum behandelt die Auswahl privater Finanziers, das wirtschaftliche Handeln der öffentlichen Hand und die Verteilungsgerechtigkeit. Der Beitrag von M. BURGI setzt sich mit der komplexen Materie der spezifischen Probleme der Public Private Partnership (PPP) im Rahmen der funktionalen Privatisierung und des Verwaltungshandelns auseinander und gibt einen Überblick über Erfordernisse bei der Ausschreibung von PPP-Projekten.
Kurzfassung auf Englisch: M. SAUTHOFF reports about existing financing options that may be used for the construction and maintenance of public roads. In this article, refinancing refers to the options of directly or indirectly drawing on private financing for the realization of the tasks involved in the road construction obligation, which includes the construction, expansion, improvement and maintenance of public roads. For the development of financing models in the area of road construction, a fair distribution of the predefinable costs to the affected parties – those who draw an advantage from the respective road construction measures – needs to be considered, potential double burdens have to be recognized and avoided, and control effects have to be forecast sufficiently. The author goes into detail regarding the definitions of the regulation sector, the significance for the financial feasibility of road construction projects, including their planning, and explains the various possible models for the transfer of tasks to private parties (operating model, concession model, management model). The author summarizes his observations in eleven theses. The traditional system of financing road construction and road maintenance increasingly appears to be insufficient against the background of the public funds situation. A solution is seen in the collaboration of public and private funds, the so-called public private partnership (PPP), which has been practiced and intensified in new formats since the 1990s. While the focus initially was on highway construction within the confederation, individual states now also have concrete ideas about collaborations with private parties in the area of road construction and maintenance. The inclusion of private engineering and construction firms in road planning, building construction and maintenance, has become standard practice by now , it is referred to as an administrative aid for the public authorities and primarily consists in an internal arrangement with the authoritative road construction administration. B. WITTING reports about the experiences with a public private partnership and different financing models using the example of the Warnow crossing in Rostock, which, as a pilot project, offers important – positive and negative – insights in respect to the continued financing of road construction projects according to the FstrPrivFinG (Law on the Private Financing of Federal Trunk Roads). When it comes to state-owned road construction, there is an imbalance between the existing construction obligations and the available budget resources. The article by M. MASS on the construction of state roads in a special municipal construction obligation illuminates the interfaces between road and budget laws with the example of Bavarian state law and the relevant directives introduced hereto, in addition to referrals to federal law. Based on concrete examples for the construction of city bypasses to eliminate city throughways, the author explains the problems for the affected municipalities that are caused by the construction and financing of so-called communal relief roads and their classification. The author introduces the special program “State roads in a special municipal construction obligation to be sponsored by motor vehicle tax” in the Law on the Equalization of Financial Burdens. Up to now, a total of 47 measures with a finance volume of approximate € 187 million and a development volume of approximate € 140 million have been sponsored in Bavaria. An article about the problems relating to allocation rights in private financing for the construction of highways addresses problems that arise from the intersection of the different legal areas in road law, privatization law, and procurement law. Road law is objectively concerned with the development, use, and maintenance of roads. Privatization law combines aspects relating to the tasks, regulations and finances that affect private and federal tasks and interests in equal amounts , procurement law, in turn, covers the selection of private financers, the economic transactions by public funds, and the fairness of the distribution. The article by M. BURGI discusses the complex subject matter of the specific problems of the public private partnership (PPP) in the context of functional privatization and its administration and provides an overview over requirements in the call for tenders for PPP projects.