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Report (Bericht) zugänglich unter
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Untersuchungen zur Entdeckung der Drogenfahrt in Deutschland

Investigations to detect traffic offences committed under the influence of drugs in Germany

Iwersen-Bergmann, Stefanie ; Kauert, Gerold

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bestrafung , Deutschland , Droge , Entdeckung , Fahrzeugführung , Forschungsbericht , Gesetzesübertretung , Straßenverkehrsrecht
Freie Schlagwörter (Englisch): Crimes , Detection , Driving , Drugs , Germany , Penalty , Research report , Traffic regulations
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Medizin
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Forensische Toxikologie <Frankfurt, Main>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 175
ISBN: 3-86509-418-X
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 30.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der Studie war es zu prüfen, ob nach der Einführung des § 24a (2) StVG die Anzahl der entdeckten Drogenfahrten zugenommen hat und damit auch die Anzahl der Sanktionierungen gem. § 24a (2) StVG und der §§ 315c, 316 StGB. Hierzu wurden Erkenntnisse mit Hilfe unterschiedlicher Arbeitsschritte gewonnen. A) Es wurde eine Datenbank erarbeitet, die in einem für Gesamtdeutschland repräsentativen Umfang 59,7% der Ergebnisse aller bundesweit durchgeführten toxikologischen Blutuntersuchungen (TBU) von Verkehrsteilnehmern des Zeitraumes 1998-2001 enthält, bei denen der Verdacht einer Beeinflussung durch „andere berauschende Mitteln” bestand. Darüber hinaus bilden Daten zur konkreten Anzahl durchgeführter positiver/negativer Untersuchungen 72,3% der bundesweiten TBU ab. B) Die Auswertung der TBU-Befunde (TBUB) ergab, dass sich die Fähigkeit der Polizeibeamten, einen beeinflussten Fahrer zu erkennen, erheblich verbessert hat. Es sind deutliche regionale Unterschiede zu erkennen. Die Anzahl der Untersuchungen hat von 1998-2001 um den Faktor 2,7 zugenommen. Die Auswertung ergab ferner, dass offensichtlich keine einheitliche Entscheidungsgrundlage für die Beamten existiert, auf deren Grundlage eine Klassifikation als Ordnungswidrigkeit oder Straftatbestand erfolgen kann. Der Anteil der Untersuchungsaufträge gem. § 24a (2) StVG erreicht bei den verschiedenen Blutuntersuchungsstellen im Jahr 2001 Anteile von 1,2%-98,4%. C) Die Auswertung der Nachweishäufigkeiten verschiedener Substanzgruppen zeigt, dass der Gruppe der Benzodiazepine eine besondere Bedeutung zukommt. Sie werden bei Unfällen nach THC am häufigsten nachgewiesen, sind aber durch den § 24a (2) StVG nicht erfasst. D) Die Auswertung von Fragebögen, die das grundsätzliche Vorgehen der Blutuntersuchungsstellen erfassten, ergab, dass der Untersuchungsumfang (wie viele und welche Substanzen) sehr unterschiedlich ausgelegt wird. E) Die bundesweite Erhebung der Anzahl von Sanktionierungen gem. § 24a (2) StVG und §§ 315c. 316 StGB sowie die parallel dazu durchgeführte Auswertung der Akten von Verkehrsdelikten der Amtsanwaltschaft Frankfurt ergaben Hinweise darauf, dass die Effizienz der erhobenen Strafanzeigen im Hinblick auf tatsächlich erfolgte Verurteilungen ebenfalls regional unterschiedlich ist.
Kurzfassung auf Englisch: Objective of the study was to clarify whether the implementation of § 24a (2) of the German Traffic Law (StVG) as a consequences there of caused an increase of the detected traffic offences and the number of sanctions according to § 24a (2) (StVG) and §§ 315c, 316 penal code (StGB). Different steps extracted insights. A) A database was worked out containing 59,7% of results of toxicological blood analysis (RTBA) of motoring offences (time frame 1998-2001) committed in Germany. Furthermore data about the number of TBA with positive or negative results comprises 72,3% of the nationwide TBA. B) The evaluation of RTBA showed a considerable ability improvement of the police to recognize offenders driving under the influence of drugs. Considerable regional differences are perceptible. The number of TBA increased 2.7-fold in the time frame of 1998-2001. Furthermore the evaluation showed obviously the non-existence of a standardized basis of decision on which a classification as administrated offence or elements of a crime can be based on. The part of analysis according to § 24a (2) StVG showed regional differences (1.2%-98,4% of the general orders in 2001). C) The evaluation of the frequency of detection (FOD) of different substance groups showed the especial importance of the benzodiazepine group. In traffic accidents the rank second in FOD (28,7% benzodiazepines) all cannabis (41,9% FOD) but they are not included in § 24a (2) StVG. D) Questionnaires relating to the general practice in analysing blood samples of drivers suspicious to be under the influence of drugs were accorded to labs providing data for the database. The evaluation of these questionnaires showed the existence of markable differences in the interpretation of the scope of analysis (number and which kind of substances). E) The nationwide collection of data concerning the number of sanctions according to § 24a (2) StVG and §§ 315c, 316 StGB and evaluated files of traffic offences of the district public prosecuting authority Frankfurt were compared. The efficiency of charges brought up with a view to actual convictions showed regional differences a well.