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Kolloquium Mobilitäts-/Verkehrserziehung in der Sekundarstufe : Beiträge des Kolloquiums am 6. Dezember 2004 in der Bundesanstalt für Straßenwesen

Colloquium on mobility and traffic education at the secondary-school level

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Einstellung (psychol) , Erziehung , Forschungsbericht , Konferenz , Mobilität , Organisation , Schule , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Attitude (psychol) , Conference , Education , Germany , Mobility , Organization , Research report , School , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Sonstige beteiligte Institution: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club
Dokumentart: Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 173
ISBN: 3-86509-396-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 30.09.2011
Bemerkung: Weitere beteiligte Körperschaft: Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Kurzfassung auf Deutsch: Das einwohnerbezogene Risiko, im Laufe eines Jahres im Straßenverkehr zu sterben, steigt bei Kindern und Jugendlichen von 17 Getöteten je 1 Mio. Einwohner im Kindesalter über, 112 Getötete je 1 Mio. Einwohner im Alter von 15 bis 17 Jahren bis zu 207 Getötete je 1 Mio. Einwohner und Jahr im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Das ist ein Anstieg um das 12fache. Vor diesem Hintergrund wird im Programm für mehr Sicherheit im Straßenverkehr des BMVBW des Jahres 2001, (Seite 14) gefordert ...Verkehrserziehung in der Schule in allen Jahrgangsstufen durchführen... Die Ergebnisse der Studie "Verkehrserziehung in der Sekundarstufe" stellten die Grundlage dieses Kolloquiums dar. Rund hundert Experten aus dem Bereich Verkehrserziehung nahmen an der Veranstaltung teil, darunter die für Verkehrserziehung zuständigen Referenten der Länder, Fachberater für Verkehrserziehung, Lehrer und Polizeibeamte und zahlreiche Vertreter wissenschaftlicher Institute, der Lehrerfortbildung und der Verbände, die sich mit der Verkehrs- und Mobilitätserziehung befassen. Horst Weishaupt präsentierte die Ergebnisse der von der Bundesanstalt für Straßenwesen in Auftrag gegebenen Studie zur Situation der Verkehrserziehung in der Sekundarstufe. Dabei stellte er unter anderem dar, dass die Verkehrserziehung im Denken vieler Lehrer und Lehrerinnen keine wesentliche Rolle spielt. Er verwies aber auch darauf, dass die Situation der Verkehrserziehung je nach Schulart, Jahrgangsstufe, Größe der Schule und Bevölkerungsdichte unterschiedlich ist. Horst Roselieb vom niedersächsischen Kultusministerium hinterfragte die KMK-Empfehlungen für Verkehrserziehung von 1994 vor dem Hintergrund der "Weishauptstudie". In seinem Vortrag "Vom Ringen der Schulen um Wirksamkeit" betrachtete Michael Felten die Ergebnisse der Studie aus der Sicht des Lehrers und vor dem Hintergrund der allgemeinen Diskussion um den Zustand der Schule von heute. Er plädierte dafür, die Schüler stärker zu fordern und über den sich einstellenden Lernerfolg die Freude an der Leistung und am Lernen zu erhöhen. In Workshops wurden die Ergebnisse der Studie diskutiert. In Workshop I: "Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Sekundarstufe: Chancen, Ziele, Grenzen" forderten die Teilnehmer - den Stellenwert der Verkehrs- und Mobilitätserziehung künftig zu erhöhen. - Die Empfehlungen für Verkehrserziehung der KMK auf Umsetzbarkeit und Akzeptanz in der Lehrerschaft zu überprüfen. - Klarheit hinsichtlich der wesentlichen Inhalte, Ziele und Methoden der Verkehrs-/Mobilitätserziehung zu schaffen. - Verkehrs- und Mobilitätserziehung in den Lehrplänen aller Bundesländer zu verankern. - Inhalte der Verkehrs-/Mobilitätserziehung überprüfbar zu machen. - Verkehrserziehung in die Lehrerausbildung zu integrieren. - Die Lehrerfortbildung zu verstärken. - Verkehrserziehung als kontinuierliche Aufgabe zu verstehen, die alle Altersgruppen einschließt. Die Teilnehmer am Workshop II "Unterrichtsangebote für Verkehrs- und Mobilitätserziehung durch Verbände und Verlage" kamen unter anderem zu folgenden Ergebnissen: - Angebote für Verkehrs- und Mobilitätserziehung sollten folgende Kriterien erfüllen: -- schneller und wiederholbarer Einsatz, -- geringer Organisationsaufwand, -- kurze Vorbereitungszeit, - Angebote sollten moderne Anspracheformen beinhalten: -- Gruppenerfahrung fördern, -- aktive Mitarbeit beinhalten, -- praktische Erfahrungen einbeziehen, - In der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrer muss Verkehrs- und Mobilitätserziehung inhaltlich und methodisch einbezogen werden. Im Workshop III "Wissenschaftliche Studien an Schulen" wurde unter anderem gefordert bei der Durchführung bundesweiter Studien - die Genehmigungsverfahren anzugleichen, -und gegebenenfalls Standards für den Datenschutz zu schaffen. Insgesamt fand das Kolloquium bei den Teilnehmern eine sehr positive Resonanz. Auf der Basis der erarbeiteten Anregungen zur Verbesserung der Verkehrserziehung an weiterführenden Schulen, sollen jetzt in einer Arbeitsgruppe der Bundesanstalt für Straßenwesen, in der alle für Verkehrserziehung zuständigen Referenten der Länder vertreten sind, umsetzbare Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Kurzfassung auf Englisch: The risk of young people dying annually in road traffic accidents rises as follows: 17 deaths per 1 million inhabitants comprising children, 112 deaths per 1 million inhabitants aged 15 to 17 years, 207 deaths per 1 million inhabitants aged 18 to 24 years. This implies a 12-fold increase. Accordingly, the Federal Ministry of Traffic, Construction and Housing in 2001 initiated a program for promoting safety in road traffic and according to which (Page 14) ...traffic education is needed for all secondary school grades .... This colloquium is based on the results of the study titled Traffic Education at the Secondary-School Level. About one hundred traffic education experts participated in the event; they included state advisers, traffic education consultants, teachers, police officers and numerous representatives from scientific institutes, teacher training centres as well as associations dealing with traffic and mobility education. Horst Weishaupt presented the results of a study commissioned by the Federal Highway Research Institute for examining the status quo of traffic education at the secondary-school level. According to these results, traffic education plays a negligible role in the approach of a large number of teachers. At the same time, this role depends on the school type, grade, school size and population density. Horst Roselieb from Lower Saxony's Ministry of Education and Cultural Affairs used Weishaupt's study as a background for analyzing the traffic instruction recommendations issued by the educational and cultural ministries' conference in 1994. In his lecture on schools' efforts toward effective education, Michael Felten considered the study's results from a teacher's perspective, taking into account presently held opinions on schools' general state of affairs. He called for more encouragement of students and a greater sense of reward from successful learning. The study's results were also discussed at workshops. In workshop I titled Traffic and Mobility Education at the Secondary-School Level: Opportunities, Objectives, Limits, participants called for the measures listed below: - A more significant role of traffic and mobility education in future. - Examination of the education and culture ministry conference's traffic instruction recommendations in terms of feasibility and acceptance by teachers. - Clarity as regards the substance, aims and methods of traffic and mobility education. - Integration of traffic and mobility education measures into the syllabuses of all states. - Tests of the effectiveness of traffic and mobility education measures. - Integration of traffic education into teacher training. - Greater emphasis on teacher training. - Continuity of traffic education measures in all age groups. In workshop II titled Possible Forms of Traffic and Mobility Instruction by Associations and Publishers, participants came to the conclusions listed below: - Traffic and mobility education programs should fulfil the following criteria: -- Rapid, repeatable use, -- Low organizational requirement, -- Short preparation times. - Programs should incorporate modern forms of instruction: -- Promotion of collective awareness, -- Active participation, -- Inclusion of practical experiences. - Integration of educational content and methods concerning traffic and mobility into teachers' training courses. In workshop III titled Scientific Studies at Schools, the following measures were called for as part of nationwide surveys: - Standardization of authorization procedures, - Formulation of data protection standards wherever needed. The colloquium's participants expressed very positive opinions in general. The proposals made for improving traffic education measures at secondary schools are to serve as a basis for a formulation of implementable measures by a Federal Highway Research Institute work group representing all state traffic education advisers.