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Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/208/


Kinder im Straßenverkehr. Wandel der Sozialisationsbedingungen und der Verkehrssicherheitsarbeit für Kinder

Children in road traffic

Funk, Walter

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Wasilewski, Rainer

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Entwicklung , Forschungsbericht , Kind , Psychologie , Sicherheit , Sozialisation , Verhalten , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Behaviour , Child , Development , Germany , Psychology , Research report , Safety , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Sonstige beteiligte Institution: Institut für empirische Soziologie <Nürnberg>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 164
ISBN: 3-86509-172-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 30.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieses Projektes war die Gewinnung neuer Einsichten zum Zusammenspiel der Sozialisationsbedingungen und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Kindern bei deren Straßenverkehrsbeteiligung, vor dem Hintergrund ihrer aktuellen Lebenssituation in Deutschland sowie der Möglichkeit der Verkehrssicherheitsarbeit für Kinder, darauf zu reagieren. Dem stetig zunehmenden Straßenverkehr werden negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern unterstellt, die sich aufgrund zunehmend fehlender Freiräume und einer permanenten Unfallgefahr immer seltener im Freien aufhalten, und so in ihrer gesunden Entwicklung benachteiligt und in ihrem Lebensraum eingeschränkt werden. Die Verkehrssicherheitsforschung greift meist auf die Entwicklungspsychologie zurück. Vermehrt wird die Rigidität der dort gebräuchlichen Altersgrenzen kritisiert. Nicht das Alter der Kinder, sondern die Angemessenheit der Trainingsmethode wird als kritischer Faktor der Wirksamkeit von Verkehrserziehung gesehen, wobei praxisorientierte Trainingsprogramme favorisiert werden. Gegenwärtig kommt die Beschulung von Kindern hinsichtlich einer sicheren Fahrradnutzung zu spät, es lassen sich Defizite hinsichtlich des praktischen Übens ausmachen und ein Übergewicht des Mediums "Druckerzeugnisse" feststellen. Die kindliche Verkehrsbeteiligung und die Verunfallung von Kindern im Straßenverkehr konzentrieren sich im innerörtlichen Bereich. Deshalb sollte auch die Verkehrssicherheitsarbeit für Kinder in den Kommunen gebündelt werden. Freizeitparks als Orte für Verkehrssicherheitsarbeit und das Internet als neues Medium der Verkehrserziehung werden propagiert. Die "Verbundstrategie" aus Education, Engineering und Enforcement beziehungsweise nicht-edukatorische Aspekte der Verkehrssicherheitsmaßnahmen für Kinder werden betont. Die Dauerbeobachtung relevanter Indikatoren der kindlichen Verkehrsbeteiligung und Verunfallung in Form thematischer Landkarten auf Kreisebene (Verkehrssicherheitsatlas) wird vorgeschlagen.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this project was to obtain new insights into the relationship between socialization conditions and prerequisites for the psychological development of children as participants in road traffic, taking into account their current living conditions in Germany and available means of instructing them appropriately in matters of traffic safety. The continuous rise in road traffic volume is considered to have a negative effect on the development of children who, due to a steady decreasing availability of free space and permanent danger of accident, spend less and less time outdoors and are therefore deprived of a healthy development environment as well as freedom of action. Research on traffic safety usually draws on findings related to development psychology. The inflexibility of the age limits commonly specified here are coming under increasing criticism. Not the children's age, rather the appropriateness of the training imparted to them is viewed as a crucial factor influencing the effectiveness of traffic education, preference being given to practical training methods. At present, children are being trained too late in the safe use of bicycles, deficits being registered in practical exercises and excess emphasis being placed on printed matter. Children's participation in road traffic and involvement in road accidents are concentrated inside municipal limits. Accordingly, traffic safety programs for children should be focused at the municipal level. Recommended are recreational parks as venues for traffic safety instruction and the Internet as a new medium of traffic education. A combined strategy comprising education, engineering and enforcement is stressed, and non-instructive traffic safety measures for children highlighted. Proposed are long-term observations of relevant indicators of children's traffic participation and accident involvement in the form of thematic maps at the district level (traffic safety atlas).