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Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/197/


Entwicklung besonderer Fahrbahnbeläge zur Beeinflussung der Geschwindigkeitswahl

Development of special road surfaces to influence the driving speed

Lank, Christian ; Steinauer, Bernhard

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Busen, Christian

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (8.752 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Akustik , Akzeptanz , Deutschland , Entwicklung , Europa , Fahrzeuginnenraum , Forschungsbericht , Geschwindigkeit , Geschwindigkeitsminderung (bauliche Elemente) , Gestaltung , Landstraße , Messung , Rumpelstreifen , Schwingung , Sicherheit , Tastbar , USA , Verbesserung , Verhalten , Versuch , Wirksamkeitsuntersuchung
Freie Schlagwörter (Englisch): Attitude (psychol) , Behaviour , Development , Europe , Germany , Impact study , Improvement , Interior (veh) , Layout , Measurement , Research report , Rumble strip , Rural highway , Safety , Sound , Speed , Speed control , Tactile , Test , United States , Vibration
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 85 Sicherh.-Einrichtg. in der Verkehrsinfrastruktur
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Straßenwesen <Aachen>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 190
ISBN: 978-3-86509-979-2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 30.09.2011
Bemerkung: Die Kostenpflichtige Verlagsversion des Berichtes liegt nur in digitaler Form (CD-ROM) vor.
Kurzfassung auf Deutsch: Im aktuellen Kontext der Verkehrssicherheitsarbeit besteht in Deutschland insbesondere auf Landstraßen der Bedarf an sicherheitsfördernden Konzepten. Als mögliche Maßnahme werden im Ausland bereits vielfach Rüttelstreifen verwendet um die Geschwindigkeit im Annäherungsbereich von Gefahrenstellen zu reduzieren beziehungsweise die Verkehrsteilnehmer zu warnen und somit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Im Rahmen einer Literaturstudie und Befragung von Straßenbauverwaltungen wurde der nationale und internationale Status Quo zum Einsatz von Rüttelstreifen erhoben. Auf Basis dieser Erkenntnisse und theoretischer Grundlagen aus dem Bereich der Akustik, Haptik und Psychologie wurden mögliche Ausführungsvarianten entworfen. Neben psychologischen, physikalischen und verkehrlichen Grundlagen wurden dabei ebenso betriebliche, straßenbautechnische und finanzielle Aspekte berücksichtigt. Die unterschiedlichen Konzepte wurden auf Versuchsfeldern baulich umgesetzt und mit unterschiedlichen messtechnisch ausgerüsteten Fahrzeugen in allen relevanten Geschwindigkeitsbereichen überfahren. Die Messdaten zur Fahrzeuginnenraumakustik und -schwingung wurden im Hinblick auf ihre psychologische Wirkung auf den Fahrer analysiert und so eine optimierte Bauform und ein optimaler Abstand für Rüttelstreifen ermittelt. Zur Untersuchung der verkehrlichen Wirkung wurden vier unfallträchtige Landstraßenabschnitte ausgewählt. Auf diesen wurden die zuvor erarbeiteten Varianten umgesetzt und sowohl Geschwindigkeitsmessungen, als auch Beobachtungen des allgemeinen Fahrerverhaltens durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen konnten keine sicherheitskritischen Fahrmanöver beobachtet werden. Im Vorher-Nachher-Vergleich sank die Geschwindigkeit durch den Einsatz von Rüttelstreifen signifikant um mehrere km/h. Im Rahmen von Befragungen der Fahrer und Anwohner ergab sich eine hohe Akzeptanz hinsichtlich der Maßnahme durch die – meist ortskundigen – Fahrer. Bei den Anwohnern fiel die Akzeptanz insbesondere auf Grund der – teilweise messtechnisch nachweisbaren – erhöhten Lärmemission niedriger aus. Durch die Geschwindigkeitsdämpfung und eine einhergehende Erhöhung der Aufmerksamkeit wird eine Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den untersuchten Landstraßen erwartet.
Kurzfassung auf Englisch: The present discussion of road safety related issues yields an urge for safety enhancements especially on German single-lane rural roads. Abroad, transversal rumble strips (TRS) are a common tool to alert drivers and reduce their velocity in the approach of accident hotspots. Thus, the use of rumble strips leads to an increase in road safety. The national and international status quo concerning the application of TRS was determined by means of literature research and interviews of members of several road authorities. Based on the survey's results and on theoretical principles regarding acoustics, haptics, and psychology, some possible design variants were developed. In addition to psychological, physical and traffic related fundamentals, the design also featured operational, constructional and financial aspects. These different concepts were realised in test areas on which vehicles with a variety of sensors passed over the rumble strips at all relevant speeds. The passenger compartments' acoustics and vibrations were measured and analyzed with respect to their psychological effect on the driver in order to optimize the rumble strips’ shape and their distance. Subsequently, four hazardous rural road sections were chosen to field-test the strips' overall effect on the traffic. Here, the already theoretically designed and meanwhile optimized variants were realised and vehicles' speeds as well as the general driving behaviour were monitored. During this inquiry no precarious driving manoeuvres could be observed. A before-after-comparison showed a significant decrease of velocity by several kmph while the TRS were in use. Finally, a survey in which both residents and drivers took part at the end of the field test revealed an over-all acceptance for the adopted measure by the mainly local road users. The residents showed less acceptance towards the TRS mainly due to the – partially measurable – increase of noise emissions. However, due to the decrease of velocity in line with an increasing attentiveness an improvement of road safety is expected on the analyzed rural road sections.