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Report (Bericht) zugänglich unter
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Schutzeinrichtungen am Fahrbahnrand kritischer Streckenabschnitte für Motorradfahrer

Measures for the enhancement of safety of motorcyclists at the edge of carriageways on critical road sections

Gerlach, Jürgen ; Oderwald, Kai

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Entdeckung , Forschungsbericht , Motorradfahrer , Schutzeinrichtung , Stahl , Straße , Unfall , Unfallschwerpunkt , Verfahren
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Accident black spot , Detection , Germany , Guardrail , Highway , Method , Motorcyclist , Research report , Steel
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 85 Sicherh.-Einrichtg. in der Verkehrsinfrastruktur
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Universität <Wuppertal> / Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 152
ISBN: 978-3-86509-624-1
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen des Projektes sollte ein Hilfsmittel für Planer entwickelt werden, mit dem zum einen schon in der Planungsphase potenziell kritische Streckenabschnitte für Motorradfahrer identifiziert werden und zum anderen passende Maßnahmen zum Schutz der Motorradfahrer ausgewählt werden können. Hierzu galt es Kriterien zu analysieren, die an Streckenabschnitten ein erhöhtes Unfallpotenzial für Motorradfahrer darstellen. Für diese Analyse konnte auf die Daten des digitalen Straßennetzes sowie der digitalen Unfalldatei des Landes Rheinland-Pfalz zurückgegriffen werden. Mit den Daten wurden drei verschiedenen Auswertungen durchgeführt: 1) Alle Unfälle mit Motorradbeteiligung sind einer allgemeinen Auswertung unterzogen worden. Dabei wurden nur die Kriterien analysiert, die bei der polizeilichen Unfallaufnahme erfasst werden. 2) Als nächstes wurden die fahrbahngeometrischen Gegebenheiten an der Unfallstelle und in definierten Bereichen davor untersucht. Dies mit dem Ziel, einen Zusammenhang zwischen dem Streckenverlauf vor der Unfallstelle und dem Ort des Unfallgeschehens herzuleiten. 3) Als letztes wurden die Daten für die Streckenabschnitte in denen sich die Unfälle ereignet haben analysiert und mit Vergleichsdaten von Strecken ohne Unfallauffälligkeiten verglichen. Diese Vergleichsuntersuchung lieferte die wesentlichen Ergebnisse des Projektes. Es konnte abgeleitet werden, dass Streckenabschnitte, welche: a) eine Kurvigkeit über den gesamten Abschnitt > 200 gon/km und b) maximal 15 Änderungen des Streckenverlaufs pro km und c) einen Geradenanteil von maximal 50% und d) eine Länge von über 2,0 km aufweisen, ein besonders erhöhtes Risikopotenzial für Motorradfahrer im Vergleich zum durchschnittlichen Gefährdungspotenzial der Vergleichsstrecken in sich bergen. Basierend auf den Ergebnissen wurde für Planer eine Vorgehensweise entwickelt, mit der das Unfallpotenzial eines Streckenabschnittes bewertet werden kann und darauf aufbauend anhand von verschiedenen Auswahlkriterien Maßnahmen zum Schutz der Motorradfahrer gewählt werden können.
Kurzfassung auf Englisch: On the one hand, a tool for planners was to be developed to identify potentially critical road sections that are already in the planning phase and on the other hand, a selection of suitable measures for the enhancement of safety of motorcyclists was to be made possible. It was necessary to analyse criteria that represent an increased potential for accidents for this purpose. Data from the digital road network of Rheinland-Pfalz has been used for this analysis as well as the digital accident database of this federal state. Three different types of evaluations were conducted with this data: 1) All accidents which involved motorcyclists were subjected to a general evaluation. Only criteria acquired during the recording of the accident by the police were analysed. 2) In a second step the geometric conditions of carriageways at the accident locations and in the defined areas in front of them were examined. The aim was to show a correlation between roadway arrangement at the scene of the accident and the place where the accident itself happened. 3) Finally, the data for road sections in which accidents occurred were analysed and compared with sections where no accidents happened. This analysis by comparison provided the most important results of the project. It was possible to show that at road sections in which a) the angle changing throughout the entire section is more than 200 gon/km, b) a maximum of 15 changes in the road direction per km occur, c) at least 50% of the roads are straight and d) the road section is longer than 2.0 km there is a higher risk potential for motorcyclists compared to the average potential for risk on comparative road sections. Based on the results a procedure was developed for planners with which the potential for accidents in a road section can be evaluated and, following which, measures for the protection of motorcyclists can be selected based on different criteria for selection.