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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Überholungen von Lang-Lkw – Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und den Verkehrsablauf

Passing of longer – Impact on traffic safety and traffic flow

Roos, Ralf ; Zimmermann, Matthias ; Köhler, Barbara

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Abbiegen , Bildanalyse , Deutschland , Fahrzeugabstand , Forschungsbericht , Gelenkfahrzeug , Geschwindigkeit , Knotenpunkt ; Landstraße ; Lkw , Messung , Sicherheit , Überholen , Verkehrsablauf , Versuch
Freie Schlagwörter (Englisch): Articulated vehicle , Germany , Image processing , Junction , Lorry , Measurement , Overtaking , Research report , Rural road , Safety , Speed , Test , Traffic flow , Turning , Vehicle spacing
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 71 Verkehrstheorie
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen (Karlsruhe). Abteilung Straßenentwurf und -betrieb
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 288
ISBN: 978-3-95606-328-2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 13.07.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zum Feldversuch mit Lang-Lkw ist auch eine Untersuchung zu den Sicherheitsauswirkungen im Zusammenhang mit Überholvorgaengen gegen ueber Lang-Lkw durchgeführt worden. Wegen geringer Fallzahlen in der 1. Untersuchung zu Beginn wurde eine 2. Untersuchung gegen Ende des Feldversuchs durchgeführt. Wegen der geringen Anzahl an diesem Feldversuch teilnehmender Lang-Lkw, vor allem aber auch wegen des vorrangigen BAB-Einsatzes von Lang-Lkw und fehlender nennenswerter Streckenabschnitte auf Landstraßen, werden im Rahmen des FE-Vorhabens ausschließlich Messungen bzw. Beobachtungen durchgeführt, die vom Lang-Lkw selbst ausgehen. Mit ihnen wird das Annäherungs-, Ausscher-, Vorbeifahrt- und Einscherverhalten bei Überholvorgängen gegen über Lang-Lkw auf Landstraßen und Autobahnen erfasst. Auch aus den Analysen von über 543 UEberholungen gegen ueber Lang-Lkw (382) bzw. Vergleichs-Lkw (161) in der zweiten Untersuchungsphase lassen sich keine Indizien für ein erhöhtes Risiko beim Überholen von Lang-Lkw erkennen, auch wenn mittlerweile beide Lkw-Arten gleich schnell fahren. Die Verteilung der bei einem Teil dieses Kollektivs aus vollständigen Radar- und Videodaten ermittelten Sicherheitsabstände bei Überholungen von Lang-Lkw ist gegen ueber denen bei Vergleichs-Lkw bei allen relevanten Teilkollektiven günstiger. Auch höhere Beschleunigungen und kürzere Überholwege lassen vermuten, dass sich die Überholenden der Randbedingungen der längeren Lkw bewusst sind und darauf entsprechend reagieren. Da ein generelles Überholverbot für eigene Überholungen durch Lang-Lkw auf BAB zu mehr Doppel- und Mehrfach überholungen f ührt, bei der rechnerisch zu erwartenden Reduzierung von Lkw-Fahrten durch den Einsatz von Lang-Lkw sich die Anzahl der Ausschervorgänge aber nicht vergrössern würde, erscheinen die aufgrund von Mehrfach überholungen möglichen negativen Konsequenzen eines Überholverbots für Lang-Lkw auf Autobahnen grösser als die beabsichtigten Vorteile.
Kurzfassung auf Englisch: Within the scientific monitoring of the field studies of long trucks in Germany traffic safety in the context of overtaking manoeuvres was under examination. Due to less case numbers in the first investigation a second investigation was necessary. Both studies only contain measurements and observations from the long truck itself. On the one hand, this is due to the small number of long trucks participating in the field study. On the other hand, there is also a lack of highway sections, which are accessible for long trucks, since long trucks are normally deployed on motorways. Within the study, the comportment of other vehicles towards long trucks in approaching, lane-changing and passing situations as well as during overtaking actions have been observed on highways as well as on motorways. The analysis of more than 543 vehicles overtaking long trucks (382) and articulated trucks (161) in step indicates no increased safety risk of overtaking long trucks even though both types of trucks consequently drove at the same speed. For part of the collective, save distances for overtaking manoeuvres have been fully established with radar- and videotechnique. The results show that the allocation for long trucks is superior to the reference trucks. Higher accelerations and shorter overtaking distances that one needs to cover are leading to the assumption that the ones overtaking are aware of the longer measurements of long trucks and react appropriately. On the one hand with a general no-passing zone for long trucks, the traditional articulated trucks have to pass more than one vehicle at the time. On the other hand the number of articulated trucks will decrease with an increasing number of long trucks although that won´t lead to a higher number of overtaking manoeuvres, which leads to the conclusion that the negative impacts of a general no-passing zone are higher than the intended positive impacts.