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Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.) zugänglich unter
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Neue Wege zur Finanzierung des Straßenbaus – Entwicklungen des europäischen Umweltrechts : Referate eines Forschungsseminars des Arbeitskreises "Straßenrecht" am 21./22. September 2015 in Bonn

New ways of funding road construction – developments in European environmental law

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Durner, Wolfgang

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Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 10 Wirtschaft und Verwaltung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Recht
Sonstige beteiligte Institution: Arbeitskreis Straßenrecht
Dokumentart: Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe S: Straßenbau
Bandnummer: 108
ISBN: 978-3-95606-311-4
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 03.05.2017
Kurzfassung auf Deutsch: DURNER würdigt in seinem einleitenden Beitrag den langjährigen Vorsitzenden des Arbeitskreis Straßenrecht Prof. Dr. Willi Blümel, der am 22. August 2015 verstarb. Willi Blümel hatte die Geschäfte des 1958 gegründeten Arbeitskreises im Jahr 1976 von Prof. Klaus Obermayer übernommen und den Kreis bis 2006 – also über drei Jahrzehnte – geleitet und in einzigartiger Weise geprägt. HILLGRUBER untersucht die Vereinbarkeit der Einführung einer Infrastrukturabgabe für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen auf dem deutschen Bundesfernstraßennetz mit dem Recht der Europäischen Union. Nach seiner Auffassung stellt eine solche Abgabe auch in der Kombination mit entsprechenden Freigrenzen bei der Kfz-Steuer, in deren Genuss tatsächlich nur Halter von im Inland zugelassenen Kfz kommen, keine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit dar. Ebenso verstoße das Vorhaben weder gegen Art. 92 AEUV noch gegen die Grundfreiheiten oder das allgemeine Diskriminierungsverbot des Art. 18 Abs. 1 AEUV. LINKE behandelt neue Entwicklungen bei öffentlich-privaten Partnerschaften im Bereich der Bundesfernstraßen. Solche Projekte seien zwar nicht unumstritten, ermöglichten jedoch eine schnellere und effizientere Umsetzung von notwendigen Straßenbaumaßnahmen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur setzte sich daher für weitere öffentlich-private Partnerschaften im Bundesfernstraßenbereich ein. Der analytische Beitrag von HELD untersucht umweltrechtliche Verfahrensfehler im Lichte der neuesten Rechtsprechung. Die durch ihn untersuchten Vorgaben der UVP-Richtlinie und der Aarhus-Konvention verlangen nach Anpassungen des nationalen Verwaltungsprozessrechts. Diese Anpassungen können unter weitgehender Beibehaltung des überkommenen Systems des Individualrechtsschutzes durch eine Erweiterung der Verbandsklagebefugnis erbracht werden. Der abschließende Beitrag von DEUTSCH untersucht die aktuelle Bedeutung der europäischen Umweltfachplanungen fär das Straßenrecht am Beispiel der Luftreinhalte- und Lärmaktionsplanung. Er gelangt zu dem Befund, dass die rechtlichen Zusammenhänge zwischen Umweltfachplanungen und Vollzug und damit auch im Verhältnis zum Straßen- und Straßenverkehrsrecht in vieler Hinsicht noch der Klärung und Justierung bedürfen. Klärungsbedürftig sei insbesondere die Frage, unter welchen Voraussetzungen und mit welcher Reichweite die Träger der Umweltfachplanung die Zuständigkeiten der Vollzugsbehörden an sich ziehen dürfen.
Kurzfassung auf Englisch: In his introductory article, DURNER honours the long standing chairman of the road legislation working group, Prof. Dr. Willi Blümel, who died on 22 August 2015. Willi Blümel took over the business of the working group established in 1958 from Prof. Klaus Obermayer in 1976, putting his unique stamp on the group for over three decades up to 2006. HILLGRUBER examines the compatibility of introducing an infrastructure charge for motorised vehicles with an admissible total weight of up to 3.5 tonnes in the German national highway network with the law of the European Union. In his view, a charge of this type also in combination with a corresponding road tax exemptions, which actually only benefit owners of domestically registered vehicles, does not constitute an indirect discrimination due to nationality. Similarly, the project infringed neither Art. 92 TFEU nor the fundamental freedoms or the general ban on discrimination set out in Art. 18 (1) TFEU. LINKE addresses new developments concerning public-private partnerships in the area of the federal highways. Whilst projects of this kind were not without controversy, they did facilitate a faster and more efficient implementation of necessary road construction measures. The Federal Transport Ministry therefore advocated further public-private partnerships in the federal highway area. The analytical article by HELD examines procedural errors of environmental law in the light of the latest court rulings. The provisions of the EIA Directive and of the Aarhus Convention examined by him call for adjustments to national administrative procedural law. These adjustments can be made whilst essentially maintaining the established system of protecting individual rights by extending the legal standing of associations. The final article by DEUTSCH examines the current importance of European technical environmental planning for road law by way of example of air pollution control and noise action planning. He comes to the conclusion that the legal correlations between technical environmental planning and implementation and therefore the relationship between road and road traffic law require clarification and adjustment in many respects. This was particularly the case for the issue of the conditions under which the technical environmental planners may assume the competence of an enforcement authority and the implications of this.