Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/177/


Erhebung der individuellen Routenwahl zur Weiterentwicklung von Umlegungsmodellen

Enquiry into individual route selection for the further development of apportionment models

Wermuth, Manfred ; Sommer, Carsten ; Wulff, Sven

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.457 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Auswahl , Deutschland , Fahrzeugortung , Forschungsbericht , Globales Positionierungssystem , Mobiltelefon , Modell , Motivation , Reiseweg , Verkehrserhebung , Verkehrsumlegung
Freie Schlagwörter (Englisch): Automatic vehicle location , Germany , Global Positioning System , Itinerary , Model (non math) , Motivation , Research report , Selection , Telephone , Traffic assignment , Traffic counts
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 72 Verkehrs- und Transportplanung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Verkehr und Stadtbauwesen <Braunschweig>
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 136
ISBN: 3-86509-442-2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 29.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel des Projektes war es, auf der Grundlage von GSM-gestützt ermittelten und über persönliche Interviews überprüften, individuell gewählten Routen, Hinweise für eine Weiterentwicklung von Routensuch- und Umlegungsmodellen zu erarbeiten. Darüber hinaus war zu untersuchen, inwiefern bei Umlegungen neben der Reisezeit zukünftig auch andere Kriterien berücksichtigt werden sollten. Hierfür wurden die tatsächlich gefahrenen Kfz-Routen von insgesamt 74 Personen an 5 aufeinander folgenden Werktagen (Montag bis Freitag) vollständig erfasst. Für die Routenerfassung wurde das Handy der Untersuchungspersonen während einer Fahrt durchgehend geortet. Informationen zu Fahrtbeginn/-ende, Verkehrsmittel und Fahrtzweck wurden ebenfalls über Handy auf der Basis des weiterentwickelten Verfahrens TTS (Tele Travel System) erhoben. Die tatsächlich gefahrenen Routen wurden anschließend mit möglichen Alternativrouten (ermittelt auf der Basis des PTV-Programmsystems VISUM) verglichen. Für die Bewertung der Routen wurden mit den Untersuchungsteilnehmern computergestützte persönliche Interviews (unter anderem unter Verwendung graphischer Darstellungen der Routen) geführt. Die Untersuchung wurde im Großraum Berlin durchgeführt. Auswirkungen auf die Routenwahl infolge Kenntnis des Verkehrsnetzes wurden bei heimgebundenen Fahrten bis zu einer Länge von 9 Kilometern nachgewiesen , es wurden Routen gewählt, die im Vergleich zu nichtheimgebundenen Fahrten einen um 5 bis 10% größeren Längenanteil an Streckenelementen untergeordneter Straßenkategorien aufwiesen. Die Reisezeit wurde als entscheidendes Motiv für die Routenwahl bei 64% aller Fahrten mit einer Pflichtaktivität, 62% aller Fahrten mit einer Gelegenheitsaktivität und 57% aller Fahrten mit einer Freizeitaktivität als Zielzweck angegeben. Neben der Reisezeit wurde durchschnittlich ein weiteres Motiv für die Routenwahl benannt. Bei nicht durch die Reisezeit motivierten Routen war zu 41% das Motiv Reiseweite. Die Untersuchungsergebnisse zeigen eine auffällige Bedeutung "weicher" Motive zur Routenwahl (Erlebnis, Ausprobieren/Zufall, Erfahrung). Die Definition dieser Motive sowie die Möglichkeiten für deren Integration in ein Umlegungsmodell sollten zukünftig vertieft werden. Auswertungen zu Fehleinschätzungen von Reisezeit und Reiseweite zeigten, dass die Reisezeit von den Probanden bei 54% aller Fahrten unterschätzt und die Länge einer Fahrt bei 63% aller Fahrten überschätzt wurde.
Kurzfassung auf Englisch: The objective of the project was to work out references for a further development of route searching and apportionment models based on individually selected routes found through GSM support and tested through personal interviews. Moreover, we wanted to examine how far other criteria should be taken into consideration in the case of apportionment, apart from travelling time. The vehicular routes actually driven on by 74 persons on five consecutive working days (Monday to Friday) were fully compiled for this purpose. The mobile phone of the test person was continuously located during a journey for route compilation. Information on the start and end of the journey, means of transport and purpose of the journey were also found out using the mobile phone on the basis of the further developed process TTS (Tele Travel System) The routes actually driven on were then compared to possible alternative routes (determined on the basis of the PTV program system VISUM). Computer assisted personal interviews were conducted with the test participants for the evaluation of the routes (using graphic representations of the routes, amongst other things). The examination was conducted in Berlin and its suburbs. Effects on the selection of routes due to knowledge of the traffic network were proven in homebound journeys up to a distance of 9 kilometers , routes were selected that indicated a proportion of distance that was 5 to 10% larger than routes of subordinate road categories compared to journeys that were not homebound. The travelling time was given as the decisive motive for route selection in 64% of all obligatory journeys, 62% in occasional journeys and 57% in journeys carried out for leisure purposes. Apart from the travelling time, on average, a further motive for route selection was given. In routes that were not motivated by travelling time, the distance travelled was the motive in 41% of the cases. The results of the examination show a conspicuous significance for "soft" motives for route selection (experience, trying out/coincidence). The definition of these motives as well as the possibilities for their integration into an apportionment model will be consolidated in future. Evaluations on false estimates of travel time and travelling distance showed that the travelling time was underestimated by the test persons in 54% of all journeys and the distance of journey was overestimated in 63% of all journeys.