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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Modellversuch für ein effizientes Störfallmanagement auf Bundesautobahnen

Pilot trial for an efficient incident management on federal motorways

Grahl, Stefan ; Skottke, Eva-Maria

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Autobahn , Beschilderung , Deutschland , Forschungsarbeit , Störfallmanagement
Freie Schlagwörter (Englisch): Freeways , Improvements , Incident management , Postcrash phase , Prevention
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Sonstige beteiligte Institution: Ingenieurbüro für Systeme des Schienen- und Straßenverkehrs
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 275
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 29.07.2016
Bemerkung: Außerdem beteiligt: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Institut für Arbeits- und Kognitionspsychologie
Kurzfassung auf Deutsch: Störungen infolge von Pannen, Ladungsverlusten und Unfällen beeinträchtigen den sicheren und flüssigen Verkehrsablauf auf Autobahnen teilweise erheblich und führen nicht selten zu flächenhaften Auswirkungen. Deshalb ist die schnelle und genaue Verortung von Störfällen eine wesentliche Voraussetzung für den raschen und zielgerichteten Einsatz von Hilfskräften und die Auslösung weiterer Massnahmen, z. B. Gefahrwarnungen. Für die Mehrzahl der nicht automatisch generierbaren Störfallmeldungen wird die Lokalisierung mit Hilfe einer deutlich erkennen und von allen Verkehrsteilnehmern intuitiv begreifbare statische Beschilderung als geeignet angesehen. Die Schilder werden als Lokalisierungstafeln bezeichnet. Ihre Entwicklung und Erprobung fand in einem Pilotprojekt auf Hamburger Autobahnen statt. Die Tafeln zeigen die Nummer der Autobahn, die Fahrtrichtung und den Streckenkilometer an und werden auf der freien Strecke im Abstand von 500 m aufgestellt. Zusätzliche Informationen werden in Verzweigungen von Autobahnknotenpunkten und im Umfeld von Brücken gegeben. Die Wirksamkeit der neuen Schilder wurde durch eine Vorher-Nachher-Analyse von Notrufen in der Polizeieinsatzzentrale Hamburg und durch eine Online-Befragung von Verkehrsteilnehmern untersucht. Dabei spielten auch die Erfahrungen der Einsatzleitkraefte eine grosse Rolle. Die Mehrzahl der Störfallmeldungen wurde von Vorbeifahrenden abgesetzt und betraf neben Unfällen vor allem havarierte Fahrzeuge und andere Gefahrenwarnungen, die zu polizeilichen Einsätzen führten. Diese Notrufe werden auch in Zukunft durch den Einsatz von Lokalisierungstafeln unterstützt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zeigen eine zunehmende Akzeptanz der Lokalisierungstafeln bei Verkehrsteilnehmern und Mitarbeiter/-innen der Einsatzzentralen. Jedoch bedarf es einer permanenten internen und externen Kommunikation zu Zweck und Inhalt der Schilder, um mit ihrer Hilfe die schnellere und genauere Störfallverortung dauerhaft zu erreichen.
Kurzfassung auf Englisch: Disturbances caused by breakdowns, cargo losses and accidents significantly affect the safe and fluent road traffic on motorways and lead to frequent area-covering consequences. Therefore the fast and exact localisation of incidents is an essential condition for the fast and targeted operation of assistance and the release of further actions, e.g. hazard warnings. For the majority of the non-automatically producible incident reports the localisation by a distinct, recognizable and for all traffic participants intuitively comprehensible static signage is considered the most suitable. The signs are denoted as localisation-boards. Their development and proving took place in a pilot project on motorways in Hamburg, Germany. The boards display the motorway number, the direction of traffic and the kilometres of track and are placed on the open road at intervals of 500 metres. Further information are given in motorway interchanges and in the vicinity of bridges. The efficacy of the new signboards was surveyed by incoming emergency calls at the police office of Hamburg, before and after the placement of the signs, and also with an online-survey of traffic participants. The experiences of the operation leaders played a major role in this process. The majority of the incident reports were made by passing drivers and concerned apart from accidents especially damaged vehicles and other hazard warnings, which lead to police operations. These emergency calls will also continue to be supported by the application of localisation-boards in the future. The results of the research project revealed an increasing acceptance of the localisation-boards by the traffic participants and the staff of the police offices. Nevertheless for a durable, faster and more exact localisation of incidents with the help of localisation-boards, a permanent internal and external communication concerning the purpose and content of the signboards will be needed