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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Verkehrssicherheit im vereinten Deutschland. Teil 1: Strukturvergleich des Unfallgeschehens in den Neuen und Alten Bundesländern. Teil 2: Straßenverkehrssicherheit – Neue und Alte Bundesländer im Vergleich

Traffic safety in Germany after unification. Part 1: Comparison of the accident structure in the new and old federal states. Part 2: Traffic safety - the new and the old German federal states in comparison with selected countries

Brühning, Ekkehard ; Kühnen, Maria A. ; Berns, Susanne

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Alter , Bevölkerung , Deutsche Demokratische Republik , Deutschland , Entwicklung , Erfahrung (menschl) , Fahranfänger , Gefahr , Motorisierungsgrad , Sicherheit , Straße , Trunkenheit , Unfall
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Age , Development , Drunkenness , Experience (human) , Germany , Germany, Democratic Republic of , Highway , Population , Recently qualified driver , Risk , Safety , Vehicle ownership
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 81 Unfallstatistik
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 10
ISBN: 3-89429-322-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1993
Publikationsdatum: 16.06.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Im Teil 1 erfolgt eine Strukturanalyse zum Unfallgeschehen in den "Neuen Ländern" (fünf neue Bundesländer und Berlin (Ost)) für den Zeitraum von 1989 bis 1991 im Vergleich mit dem Unfallgeschehen in den alten Bundesländern im Jahre 1991. Untersuchungsgegenstand sind Unfälle mit Personenschaden und insbesondere die im Straßenverkehr Getöteten. Datenbasis sind im wesentlichen die Einzeldaten der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik. Die im Jahre 1991 in den Neuen Ländern besonders ungünstige Unfallsituation ist im Zusammenhang mit der Umbruchsituation seit der Grenzöffnung im November 1989 zu sehen. So hat sich zum Beispiel die stark angestiegene Pkw-Verfügbarkeit in den Neuen Ländern in einer hohen Unfallbeteiligung von Fahranfängern niedergeschlagen. Dabei zeigt die vergleichende Analyse von jungen Fahrern (18 bis 24 Jahre) mit älteren Fahrern, das in den Neuen Ländern Fahrfehler auch in erheblichem Umfang bei den älteren Fahrern auftreten. Neben den Effekten, die im Zusammenwirken von Lebensalter, Geschlecht und Fahrerfahrung auf das Unfallgeschehen ausgehen, werden auch strukturelle Unterschiede in den Problembereichen "Alkohol und Fahren" sowie "Landstraßenunfälle" für die Neuen und Alten Länder herausgearbeitet. In Teil 2 wird ein kurzer vergleichender Überblick über Niveau und Entwicklung der Verkehrssicherheit gegeben. Dabei steht das Unfallgeschehen in den Neuen Bundesländern zwei Jahre nach der "Wende" im Vergleich zur "alten" Bundesrepublik sowie die Einordnung in den Kontext der Verkehrssicherheit in 8 europäischen Vergleichsländern und den USA im Vordergrund. Informiert wird über einige Rahmenbedingungen sowie über Getötetenanzahlen, Struktur- und Risikovergleiche. Von ungünstiger Ausgangslage hat sich das Risiko, im Verkehr tödlich zu verunglücken, im westlichen Deutschland - D(W) - in den zurückliegenden Jahren günstig entwickelt; D(W) liegt auf mittlerer Position mit weiterhin günstiger Tendenz. Im östlichen Deutschland - D(O) - wird ein Strukturbruch deutlich: bis 1989 lag dort das globale bevölkerungsbezogene Risiko in der Größenordnung der günstigsten hochmotorisierten europäischen Vergleichsländer Großbritannien, Niederlande und Schweden; 1990 haben sich in D(O) die Risikowerte etwa verdoppelt, dabei sind einzelne Unfallbereiche besonders betroffen; 1991 ist eine weitere deutliche Verschlechterung zu verzeichnen, bei der D(O) beim Sicherheitsvergleich die Spanne der europäischen Vergleichsländer überschreitet. Für 1992 ist ein Rückgang der Getötetenzahlen absehbar, allerdings liegen die Werte noch deutlich über denen des Jahres 1990.
Kurzfassung auf Englisch: Part 1: There is a structural analysis of the accident development in the Five New German Federal States (incl. Berlin (East)) for the years 1989 to 1991 in comparison with the accident structure in the former German federal states in 1991. The analysis focuses on injury accidents, and especially on killed road users. The data was drawn mainly from the official road accident statistics file. The very unfavourable accident situation in the new federal states in the year 1991 has to been seen against the background of the structural break which has emerged since the opening of the wall in November 1989. For example, the sharp increase in the "availability of passenger cars" in the new federal states has entailed a rising number of accidents involving new licence-holders. If being compared to young drivers (aged between 18 and 24 years), older drivers show also a considerably high share of beginners in the new federal states. Apart from the combined influence of age, sex and driving experience on the accident development, structural differences in the most crucial areas "drinking and driving" and "accidents on country roads" are being evaluated for the new and the old federal states. Part 2: A brief overview is given on the level and the development of traffic safety. Priority is given to traffic accidents and fatalities in the Five New Federal States two years after the opening of the wall at the end of 1989, in comparison with the former Federal Republic of Germany. Furthermore, traffic safety in the old and new federal states is compared to the situation in 8 European countries and the USA. There is information on some underlying conditions, figures on killed persons as well as structure and risk values. Starting from a very unfavourable position, the risk of being killed in a traffic accident considerably diminished in West Germany in the eighties. West Germany reached an average position with a positive trend. In East Germany a structural break has emerged: until 1989 the global population-based risk to be fatally injured was similar to other highly-motorized European countries with the most favourable accident statistics: Great Britain, the Netherlands, Sweden. In 1990, the risk values were about twice as high in the new federal states as in the year before, with some specific accident areas showing an extreme rise. For 1991, even worse figures have been recorded with the new federal states exceeding the other European countries under comparison. Estimates for 1992 indicate a decline in fatalities which remain, however, clearly higher than the 1990 figures.