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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Geschlechtsspezifische Interventionen in der Unfallprävention : interdisziplinäre Entwicklung und modellhafte Evaluation kind- und jugendgerechter Maßnahmen zur Optimierung des individuellen Risiko- und Sicherheitsmanagements im Straßenverkehr

Gender-related accident prevention

Kleinert, Jens ; Hartmann-Tews, Ilse ; Combrink, Claudia ; Allmer, Henning ; Jüngling, Sabine ; Lobinger, Babett

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Erziehung , Forschungsbericht , Geschlechtsspezifisch , Jugendlicher , Kind , Unfallverhütung , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident prevention , Adolescent , Child , Education , Germany , Research report , Traffic
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Sportwissenschaft (Würzburg)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 179
ISBN: 3-86509-497-X
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 01.06.2016
Bemerkung: Außerdem beteiligt: Institut für Sportsoziologie, Deutsche Sporthochschule Köln; Psychologisches Institut, Deutsche Sporthochschule Köln
Kurzfassung auf Deutsch: Ausgehend von der Beobachtung, dass Jungen und männliche Jugendliche ein höheres Verletzungsrisiko im Straßenverkehr tragen als Mädchen und weibliche Jugendliche, werden in der vorliegenden Arbeit mögliche Ursachen für dieses Phänomen diskutiert und aus den Erklärungsansätzen Konzepte sowie Maßnahmen geschlechtsbezogener Interventionen in der Verkehrserziehung abgeleitet. Die anfangs durchgeführte Literaturrecherche verdeutlicht, dass die unterschiedlich hohe Unfallbeteiligung der Geschlechter multikausal bedingt ist. Entsprechend muss die Interaktion körperlicher, psychischer und sozialer Bedingungen bei der Ursachensuche berücksichtigt werden. Insbesondere die Verhaltensausprägungen "unsicher", "aggressiv" und "riskant", die von den unterschiedlichen personalen Bedingungen beeinflusst werden, stehen eng mit Unfallverhalten im Straßenverkehr in Verbindung und können einen Beitrag zur Klärung geschlechtsbezogener Unterschiede leisten. Teilstandardisierte Interviews, in denen Experten und Expertinnen unter anderem aus den Bereichen Verkehrserziehung, Erziehung und Freizeitpädagogik befragt wurden, stützen in großen Teilen die Ergebnisse der Literaturanalyse. Erkennbar ist, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechterrolle in einem engen Zusammenhang mit riskantem Verhalten und erhöhter Unfallgefahr der Jungen und männlichen Jugendlichen steht und daher ein wichtiger Bestandteil in der Verkehrserziehung sein sollte. Aufbauend auf den Ergebnissen der Literaturanalyse und der Befragung von Experten und Expertinnen wurden geschlechtsbezogene Interventionsmaßnahmen entwickelt, die das Fehlverhalten und die Risikosuche von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei die Reflektion und die Darstellung der eigenen Geschlechterrolle speziell für Jungen und männliche Jugendliche. Die Bedeutsamkeit dieser Inhalte konnte im Rahmen einer Expertendiskussion bestätigt werden. Der Originalbericht enthält als Anhänge neben umfangreichen Informationen zum Expertenhearing verschiedene Interview-Leitfäden für Eltern, Erzieher/innen und Lehrer/innen, Freizeitpädagogen und -pädagoginnen, Tierpfleger/innen und Wissenschaftler/innen sowie verschiedene Kurzfragebogen für diese Personengruppen. Die Anhänge sind der vorliegenden Veröffentlichung beigefügt.
Kurzfassung auf Englisch: Based on the observation of higher injury risk in boys and male adolescents compared with those of girls the present study discusses reasons for this phenomenon. Subsequently, concepts of gender-specific traffic education were deduced. An analysis of literature indicates multicausal conditions of different accident rates between boys and girls. Therefore, interactions between physical, psychological, and social determinants of accidents have to be considered. Particularly, "unconfident", "aggressive" and "risky" behaviour are affected by personal conditions, strongly related with high accident rates, and could help to clarify different accident rates between boys and girls. Semi-structured interviews with experts from traffic education, school, and leisure education corroborate the results of the literature analysis. It becomes apparent that risky behaviour and there-fore higher injury rates are closely connected to boys' handling of their own gender role. Thus, gender role should play an important role in traffic education. Based on literature analysis and expert interviews gender-related measures were developed that focus especially on behavioural errors and risk seeking of children and adolescents. In these measures the reflection and demonstration of boys' gender role is a significant element. The meaning fulness of these topics could be corroborated in discussions with experts. Apart from extensive information on the experts' hearing, the original report includes, as appendices, different interview guidelines for parents, educators and teachers, recreational pedagogues, animal keepers and scientists as well as various short questionnaires for these groups.