Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2016/1704/


Die Wirkung von Verkehrssicherheitsbotschaften im Fahrsimulator – eine Machbarkeitsstudie

A method for the behavioral evaluation of road safety campaigns in driving simulators – a feasibility study

Wandtner, Bernhard

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.552 KB) (barrierefrei)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Forschungsbericht , Deutschland , Fahrer , Fahrsimulator , Prüfverfahren , Sicherheit , Veränderung , Verhalten , Versuch , Wahrnehmung , Werbung , Wirksamkeitsuntersuchung
Freie Schlagwörter (Englisch): Behaviour , Driver , Germany , Impact study , Modification , Perception , Publicity , Research report , Safety , Simulator (driving) , Test , Test method
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 266
ISBN: 978-3-95606-247-6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 30.05.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Bewertungen zum Nutzen von Verkehrssicherheitskampagnen wie z.B. "Runter vom Gas!" basieren zumeist auf Medienresonanzanalysen und Befragungsstudien. Dabei werden in aller Regel Aspekte wie Bekanntheit und Akzeptanz erfasst. Die Wahrnehmung der vermittelten Botschaften in konkreten Fahrsituationen und daraus resultierende Verhaltenseffekte wurden bislang hingegen kaum untersucht. Ausgehend von einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine Methodik zur Erfassung der Wahrnehmung und kurzfristiger Verhaltenseffekte von Verkehrssicherheitsbotschaften entwickelt und in einer Pilotstudie (N = 27) im Fahrsimulator erprobt. Hierbei wurden die beiden Kampagnenthemen "Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit" und "Ablenkung beim Fahren" untersucht. Im Laufe einer Autobahnfahrt im Fahrsimulator fuhren die Probanden an entsprechenden Plakaten vorbei. Während einer Gruppe von Fahrern (Experimentalgruppe) das Kampagnenplakat mit der entsprechenden Botschaft präsentiert wurde, wurde der anderen (Kontrollgruppe) ein Plakat mit neutralem Inhalt, aber ähnlicher Gestaltung präsentiert. Als Leistungsmaße wurden u.a. Blickbewegungen, Erinnerungsleistung, Maße der Längsregulation sowie die Ausführung einer Nebenaufgabe erfasst. Während sich für das Plakat zum Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit ein Effekt im Blickverhalten abzeichnete, unterschieden sich die Erinnerungsleistungen bei beiden Kampagnenthemen nicht zwischen Experimental- und Kontrollgruppe. Für das Kampagnenplakat zum Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit ergab sich kein relevanter Einfluss auf die Fahrgeschwindigkeit. Dagegen wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe tendenziell weniger Nebenaufgaben bearbeitet, wenn die Fahrer am entsprechenden Plakat zur Ablenkung vorbeigefahren waren. Die Fahrsimulation ist folglich eine sinnvolle Ergänzung zu etablierten Untersuchungsmethoden bei der Evaluation von Verkehrssicherheitskampagnen. Mit der entwickelten Methodik können Wahrnehmung und Wirkung von Verkehrssicherheitsbotschaften in konkreten Fahrsituationen untersucht und verschiedene Kampagnenkonzepte bereits in frühen Entwicklungsphasen miteinander verglichen werden.
Kurzfassung auf Englisch: Currently, the evaluation of road safety advertising is mainly based on media response analyses and surveys of drivers' attitudes. The perception of traffic relevant messages on billboards and the resulting behavioral effects in specific driving situations have hardly been considered so far. Based on a comprehensive literature review on the topic, a method to assess the impact of billboards along the motorway on drivers' perception and behavior was developed in a driving simulator. In a pilot study (N = 27 drivers) the impact of two billboards showing traffic relevant messages (advertising against speeding and against distracted driving) were analyzed. As dependant measures, engagement in a secondary task, gaze direction, ability to recall details of the campaign, as well as measures of longitudinal control of the vehicle were used. A tendency for more and longer gazes towards the billboard with the advertisement against speeding were observed compared to the control group (billboard with a neutral message). No differences were found between these groups with regard to the ability to recall details of the messages. The billboard campaign against speeding did not cause drivers to reduce speed, but having passed the billboard on distracted driving, drivers diminished their engagement in a secondary task. Overall, driving simulation proved to be a useful tool to complement established methods for evaluating road safety billboards along motorways. Benefits arise especially from the possibility to assess perceptional and behavioral effects in specific driving situations. Moreover, it opens up the possibility of already testing campaigns during the conception stage.