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InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.) zugänglich unter
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Depression, Antidepressiva und Fahrtüchtigkeit

Brunnauer, Alexander ; Laux, Gerd

Originalveröffentlichung: (2008) Kongressbericht 2007 der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V., S. 50-53
pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Arzneimittel , Fahrtauglichkeit , Fahrzeugführung , Konferenz , Krankheit , Leistungsfähigkeit (allg)
Freie Schlagwörter (Englisch): Conference , Driving (veh) , Driving aptitude , Efficiency , Illness , Medication
Collection 1: BASt-Beiträge / Tagungen / Kongressbericht 2007 der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V.
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Medizin
Sonstige beteiligte Institution: Inn-Salzach-Klinikum (Wasserburg)
Dokumentart: InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.)
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 15.04.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Aus der Zusammenschau der gegenwärtigen Studienliteratur sowie den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung lässt sich ableiten, dass die Fahrtüchtigkeit eines unter Reboxetin oder Mirtazapin zum Teil remittierten Patienten als günstiger einzuschätzen ist als die eines unbehandelten depressiven Patienten. Die Bewertung eines Antidepressivums kann, wie die vorliegenden Ergebnisse zeigen, nicht vorrangig auf Basis der sedierenden Eigenschaften eines Präparats vorgenommen werden. Die experimentellen Daten belegen, dass neben der Verordnungsdauer und den damit zu erwartenden Adaptationsmechanismen auch der Einnahmezeitpunkt entscheidend bei der Bewertung der Substanz in Bezug auf die Verkehrssicherheit ist. Die vorliegenden Ergebnisse haben darüber hinaus wichtige Implikationen für die Einschätzung des Risikopotenzials neuerer selektiver Antidepressiva im Rahmen gesetzlicher Verordnungen. Bei der Bewertung des Gefährdungspotenzials dieser Substanzgruppe scheinen weit weniger die pharmakologischen Effekte als vielmehr morbogene Faktoren zu berücksichtigen zu sein. Die meisten der derzeit erhältlichen Antidepressiva sind weitgehend vergleichbar in Bezug auf ihre therapeutische Effektivität, sodass bei der Auswahl der Medikamente in erster Linie das Nebenwirkungsprofil ausschlaggebend ist.