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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2016/1645/


Beanspruchung und Entfernbarkeit temporärer Fahrbahnmarkierung

Stress and removability of temporary pavement marking

Kemper, Dirk ; Schacht, Andreas ; Klaproth, Christoph ; Oeser, Markus ; Beyer, Georg

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ablösung (Bindemittel) , Adhäsion , Deutschland , Fahrbahnmarkierung , Folie , Forschungsbericht , Klebstoff , Verarbeitbarkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): Adhesion , Carriageway marking , Germany , Glue , Membrane , Research report , Stripping (binder) , Workability
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 73 Verkehrsregelung
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 50 Bauarbeiten
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: RWTH Aachen. Institut für Straßenwesen
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe S: Straßenbau
Bandnummer: 94
ISBN: 978-3-95606-228-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 15.02.2016
Bemerkung: Außerdem beteiligt: TraffiConsult Beyer
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorübergehende (gelbe) Markierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Absicherung von Arbeitsstellen auf Straßen. Im Bereich der Baumaßnahme dient diese Markierung als visuelle Führung des Verkehrs. Die gelbe Markierung gilt übergeordnet zur dauerhaften weißen Markierung. Neben der Einhaltung der verkehrstechnischen Anforderungen der Markierung stellt die rückstandslose Entfernbarkeit der Markierung oftmals ein Problem in der Praxis dar. Verbleibende Rückstände auf der Fahrbahn (Markierungs- oder Gewebereste, Primer) werden oftmals als sogenannte Phantommarkierungen bezeichnet und müssen ggfs. mechanisch (z.B. mit Fräsen) aufwendig entfernt werden. Bislang konnten noch keine Erkenntnisse gewonnen werden, warum Markierungen auf bestimmten Fahrbahnoberflächen Rückstände hinterlassen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden daher mittels Feldstudien sowie eines umfassenden Versuchsprogramms versucht, die wesentlichen Einflussgrößen auf die Haltbarkeit und die Entfernbarkeit der vorübergehenden Markierung zu ermitteln. Zudem sollte zur Ergänzung des existierenden Prüfverfahrens ein praxisnahes Bewertungssystem entwickelt werden. Zunächst wurde daher ein Prüfprogramm erstellt, um die relevanten Parameter zu ermitteln, die die Entfernbarkeit der Markierung beeinflussen. Es konnte gezeigt werden, dass die Entfernbarkeit von vielen unterschiedlichen Einflussgrößen (u.a. die Beanspruchung, die Oberflächentextur und -beschaffenheit, die Materialeigenschaften oder der Alterungszustand der Straßenoberfläche sowie der verwendete Primer und Kleber) abhängig ist. Aufgrund der Vielfalt der Einflussgrößen kann die Beurteilung nicht auf Basis einer einzelnen Versuchsanordnung, wie z.B. bei den Versuchen in der RPA, vorgenommen werden. Insbesondere die Makrotexturbewertung zeigen, dass eine größere Makrotextur zu tendenziell geringeren Abzugskräften führt. Ebenso ließen sich Einflüsse aus der Alterung der Straßenoberfläche sowie der Verwendung der Gesteinsarten nachweisen. Liegen die gemessenen maximalen Abzugskräfte zwischen 50 N und 150 N ist sichergestellt, dass die Markierungen ausreichend fest verklebt sind, aber nach Beendigung der Baumaßnahme i.d.R. ohne Materialrückstaende entfernt werden können. Die Messung der Entfernbarkeit, ohne vorherige Beanspruchung der Markierung, führt nicht zu realitätsnahen Ergebnissen, so dass die Belastung durch die ARTe erforderlich ist. Auf Grundlage der erzielten Ergebnisse kann somit die Entfernbarkeit der Markierung als Zulassungsprüfung in das Standardprüfprogramm aufgenommen werden.
Kurzfassung auf Englisch: The temporary (yellow) marking is an essential component of the work site securing on roads. In the area of the construction measure, this marking serves as a visual traffic routeing. The yellow marking shall have priority over the permanent white marking. In addition to the compliance with traffic-related requirements of the marking, also the residue-free removability of the marking often represents a problem for practice. Remaining residues on the lane (marking residues or mesh leftovers, primers) are often referred to as so-called phantom markings and, if necessary, need to be removed mechanically (e.g. by milling) with great effort. So far, no evidence could be obtained that explains why markings leave residues on certain road surfaces. As part of the research project, it was therefore tried to determine the main factors influencing the durability and removability of the temporary marking by field studies and a comprehensive test programme. Furthermore, a practice-oriented evaluation system should be developed as a complement to the existing test method. Therefore, a test programme was created in the first instance in order to determine the relevant parameters influencing the removability of the marking. It could be shown that the removability is dependent on many different factors (amongst others the stress, the surface texture and the surface properties, the material characteristics or the aging condition of the road surface as well as the used primer and adhesive). Due to the variety of influencing factors, the evaluation cannot be performed on the basis of a single test arrangement, as for instance for the tests in the RPA. In particular the macro texture evaluations show that a larger macro texture tends to result in lower extraction forces. Likewise, influences from road surface aging and the use of rock types could be detected. If the measured maximum extraction forces are between 50 N and 150 N, it is ensured that the markings are sufficiently glued and can be removed after the completion of the construction measure usually without material residues. The measurement of the removability, without prior stress of the marking, does not lead to realistic results so that the stress by ARTe is required. Based on the achieved results, the removability of the marking can thus be integrated into the standard test programme as an admission procedure.