Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/156/


Verwendung von selbstverdichtendem Beton (SVB) im Brücken- und Ingenieurbau an Bundesfernstraßen

Use of self-compacting concrete (SCC) in bridge building and construction engineering on federal trunk roads

Tauscher, Franka

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.088 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Benutzung , Beton , Dauerhaftigkeit , Deutschland , Eigenschaft , Festigkeit ,Forschungsbericht , Selbstverdichtender Beton , Verarbeitbarkeit , Verdichtung , Wirtschaftlichkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): Compaction , Concrete , Durability , Economic efficiency , GermanyProperties , Research report , Strength (mater) , Use , Workability
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 32 Zementbeton
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 52 Bau von Oberbauten und Decken
Institut: Abteilung Brücken- und Ingenieurbau
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe B: Brücken- und Ingenieurbau
Bandnummer: 53
ISBN: 3-86509-563-1
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 04.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen des Projektes wurden bei zwei Maßnahmen die Herstellung von Bauwerksteilen in Ortbeton und bei einer Maßnahme die Serienherstellung großformatiger Fertigteile aus selbstverdichtendem Beton (SVB) fachtechnisch begleitet. Die dabei gesammelten Erfahrungen konnten durch Auswertung von Fachveröffentlichungen bestätigt und vertieft werden.rnDie Vorteile von SVB können auch für den Brücken- und Ingenieurbau genutzt werden. Durch das selbsttätige Fließen des SVB, das selbsttätige Entlüften und das Verteilen bis nahezu zum Niveauausgleich können Schäden infolge nicht ausreichender Verdichtung des Betons vermieden und die Oberflächenqualität verbessert werden. Die für konventionellen Rüttelbeton typische, körperlich stark belastende, lärm- und zeitintensive Verdichtungsarbeit entfällt. Zur Herstellung von freien Oberflächen mit Gefälle, die sich bei Brücken und Unterführungen von Bundesfernstraßen aus der Trassierung ergeben oder zur Ableitung des Oberflächenwassers im Beton der Fahrbahntafel des Überbaus erforderlich sind, ist SVB jedoch nicht geeignet. rnDie Herstellung von Bauteilen mit SVB erfordert einen erheblich größeren Aufwand bei Betonherstellung und bauvorbereitenden Maßnahmen als die Herstellung mit konventionel-lem Rüttelbeton. SVB ist wenig robust gegenüber baupraktischen Schwankungen von Ausgangstoffen, Betonherstellung und Einbaubedingungen. Unerwartete Konsistenzschwankungen, Änderung der Verarbeitbarkeitsdauer und Sedimentieren der Gesteinskörnung können bisher nur unter sehr hohem Aufwand (z.B. umfangreiche Vorversuche) sicher vermieden werden. Zur Steigerung der Robustheit von SVB sind bisher schon einige Verbesserungen erkannt und umgesetzt worden. Von einem herkömmlichen „gutmütigen“ Rüttelbeton ist sie jedoch noch weit entfernt. Eine Schulung des Personals im Umgang mit dem neuen Baustoff ist unerlässlich. Dem Erfordernis der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Herstellung und Einbau steht die heute übliche Trennung der Verantwortlichkeiten von Betonlieferant und Bauunternehmung gegenüber. Die sehr hohen Erwartungen an die Verbesserung der Sichtbetonqualität konnten nicht immer erfüllt werden. Typische Verdichtungsfehler werden zwar vermieden. Vollständig lunkerfreie und vollständig gleichmäßig gefärbte glatte Oberflächen wurden an Bauwerken in der Praxis jedoch nicht beobachtet.rnDer technologische, planerische und wirtschaftliche Aufwand für die Herstellung von Bauwerken mit SVB ist sehr hoch. SVB ist nicht für jedes Bauwerk im Zuge von Bundesfernstrassen geeignet. Die Wahl der Bauteile und die Einsatzbedingungen vor Ort verlangen deshalb eine umfassende Vorplanung. Die erwartete hohe Ausführungsqualität und der Wegfall der körperlich stark belastenden, lärm- und zeitintensiven Verdichtungsarbeit sind sehr von Vorteil und ein wichtiges Kriterium bei einer Entscheidung für die Verwendung von SVB.rn
Kurzfassung auf Englisch: Two measures within the framework of the project professionally supervised the production of building components using site-mixed concrete and another supervised the series production of large parts made of self-compacting concrete (SCC). The experiences gathered in the process could be confirmed and enhanced through the evaluation of technical publications. rnThe advantages of SCC could also be of use in bridge building and construction engineering. Damages due to insufficient compacting of the concrete can be avoided and the surface quality can be improved due to the automatic flowing of SCC, automatic ventilation and distribution up to almost an equalising of the level. The noisy and time consuming compacting work typical of conventional form-vibrated concrete does not apply here. However, SCC is not suitable for producing open, inclined surfaces, which are a result of route planning in bridges and underground crossings on federal trunk roads or for discharging the surface water in the concrete of the bridge deck of the superstructure. rnProduction of building components using SCC requires considerably more time and expenditure in the production of concrete and measures for preparing construction than production with conventional form-vibrated concrete. SCC is not very robust as far as practical aspects of construction are concerned, such as fluctuations in raw materials, production of concrete and installation conditions. Unexpected fluctuations in consistency, a change in the duration of processing and sedimentation of the aggregate can only be avoided taking a very high expenditure and time consumption into account (e.g. extensive preliminary testing). Quite a few improvements have been found and implemented to increase the robustness of SCC till now. However, there is a long way to go before it becomes more than a common “accommodating" form-vibrated concrete type. Training of staff in handling the new building material is essential. The necessity for production and installation units to work together as partners stands opposed to the now common separation between the responsibilities of the supplier of concrete and the construction company. The very high expectations in improving the quality of the exposed concrete could not always be fulfilled. In spite of this, typical errors in compacting are avoided. Smooth surfaces that are completely free of shrink holes and are completely evenly painted, have not been seen on structures in practice. The technological, plan-related and economic expenditure and time consumption for producing structures with SCC is very high. SCC is not suitable for every structure along federal trunk roads. The selection of the components and the conditions for use on site therefore demand extensive preliminary planning. The high quality in design expected and the discontinuation of the physically hard, noisy and time consuming compacting work are a great advantage and an important criterion when deciding whether SCC should be used or not. rn