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Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/152/


Aktive und passive Sicherheit gebrauchter Leichtkraftfahrzeuge

Active and passive safety of used light quadricycles

Gail, Jost ; Pastor, Claus-Henry ; Spiering, Marco ; Sander, Klaus ; Lorig, Mechthild

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Aktive Sicherheit , Deutschland , Fahrzeug , Forschungsbericht , Gebraucht , Gewicht , Leicht , Passive Sicherheit , Sicherheit , Technische Überwachung (Fahrzeug) ,
Freie Schlagwörter (Englisch): Germany , Lightweight , Research report , Safety , Second hand , Vehicle , Vehicle inspection , Weight ,
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut: Abteilung Fahrzeugtechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe F: Fahrzeugtechnik
Bandnummer: 44
ISBN: 3-86509-033-8
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 04.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die Klasse der Leichtkraftfahrzeuge (LKfz) unterliegt in Deutschland bislang keiner Zulassungspflicht und damit auch keiner regelmäßigen technischen Überwachung. Es handelt sich hierbei um Fahrzeuge mit einer Leermasse unter 350 kg und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Das äußere Erscheinungsbild der LKfz ähnelt dem eines normalen Kleinwagens. Die Fahrzeuge erhalten ein Versicherungskennzeichen, als Fahrerlaubnis wird ein Führerschein der Klasse B benötigt. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurde untersucht, ob von der Einführung einer obligatorischen technischen Überwachung für LKfz ein Beitrag zur Verkehrssicherheit zu erwarten ist und wie eine solche Überprüfung aussehen sollte. Hierzu wurden stichprobenhaft drei gebrauchte LKfz unterschiedlicher Hersteller, ein neues LKfz sowie ein vergleichbarer kompakter Pkw beschafft. Die Untersuchung erfolgte in drei Schritten: - Die LKfz wurden zunächst einer Hauptuntersuchung nach Paragraf 29 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) zugeführt und anschließend einer darüber hinausgehenden Prüfung unterzogen. Dabei zeigten sich teilweise erhebliche, sicherheitsrelevante Mängel, die ohne eine Überprüfung unerkannt geblieben wären. - Um Aussagen über die aktive Sicherheit der LKfz zu erhalten, wurden Versuche zur Fahrdynamik durchgeführt. Prinzipiell zeigten sich im Vergleich untereinander sowie mit dem normalen Kleinwagen keine wesentlichen Unterschiede in den fahrdynamischen Eigenschaften im Geschwindigkeitsbereich bis 45 km/h; es kam zu keinen kritischen Fahrsituationen. Allerdings wurden erst durch die Fahrversuche Defekte an der Bremse und der Lenkung bei je einem der LKfz entdeckt. - Zur Beurteilung der passiven Sicherheit wurden die LKfz, ausgerüstet mit einem Dummy, mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h gegen einen starren Block gefahren. Auswirkungen auf die passive Sicherheit der LKfz aufgrund einer fehlenden technischen Überwachung konnten hierbei nicht nachgewiesen werden. Grundsätzlich zeigte sich jedoch, dass bei der passiven Sicherheit der LKfz ein erhebliches Verbesserungspotenzial besteht. Resultierend aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen ergibt sich folgende Forderung: Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sollte eine regelmäßige technische Überwachung der LKfz eingeführt werden. Die Überprüfung sollte in Anlehnung an die Hauptuntersuchung von Pkw erfolgen, im Prüfumfang jedoch speziell auf die LKfz abgestimmt werden. Hierzu gehört insbesondere eine kurze Probefahrt, um Mängel an der Bremsanlage beziehungsweise Lenkanlage oder Manipulationen an der Drosselung der Geschwindigkeit feststellen zu können.
Kurzfassung auf Englisch: Hitherto there has been no obligation in Germany to register vehicles of the light quadricycles (Leichtkraftfahrzeuge - LKfz) category and consequently they have not been subject to any regular technical inspection. This category of vehicles comprises vehicles with an empty mass of under 350 kg and a maximum permissible speed of 45 km/h. The external appearance of light motor vehicles is similar to that of a normal small car. The vehicles are given an insurance identification mark and a driver must have a category B driving licence to drive them. Investigations were carried out in the research project on whether the introduction of an obligatory technical inspection of LKfz could be expected to product an increase in road safety and how such a test should be structured. Three randomly chosen used LKfz from different manufacturers were procured for the test, as well as a new LKfz and a comparable small car. The test was carried out in three phases: The LKfz were initially subjected to a main inspection in accordance with § 29 Road Traffic Authorisation Ordinance (Straßenverkehrszulassungsordnung Ń StVZO) and then to a more extensive inspection. These showed safety-relevant defects, some of which were substantial, which would have remained unnoticed without an inspection. Driving dynamics tests were carried out to evaluate the active safety of the LKfz. In principle a comparison of the LKfz with each other and with the normal small car did not show any essential differences in the driving dynamics properties at speeds of up to 45 km/h; there were no critical driving situations. However, it was not until the driving tests that defects in the brakes were discovered in one of the LKfz and in the steering of another. To assess the passive safety of the LKfz, they were equipped with a dummy and driven at a speed of 35 km/h into a rigid block. It was not possible to detect any effects on the passive safety of the LKfz caused by a lack of technical inspection. However, there was seen to be considerable potential for improving the passive safety of the LKfz. The results of these investigations show that there is a need for the following: regular technical inspections of the LKfz should be introduced to improve road safety. The LKfz inspection should be based on the main inspection for passenger cars, but its scope should be specially geared towards the LKfz. It should in particular include a short test drive, in order to be able to ascertain defects in the braking system or steering system or manipulations of the speed limter. The appendix to the original report contains the results of the inspections carried out in accordance with § 29 Road Traffic Authorisation Ordinance and the diagrams of the readings in the crash tests. This appendix was omitted from the present publication. It can be consulted at the Federal Highway Research Institute.