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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/1470/


Verkehrsgerechte Lage von Haltestellen im Straßenraum unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit

The safe location of bus stops on streets

Linnenberg, Engelbert


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Fahrer , Fußgänger , Haltebucht , Haltestelle , Insasse , Öffentlicher Verkehr , Ort (Position) , Radfahrer , Sicherheit , Verhalten
Freie Schlagwörter (Englisch): Arrester bed , Behaviour , Cyclist , Driver , Location , Pedestrian , Public transport , Safety , Stop (public transport) , Vehicle occupant
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 72 Verkehrs- und Transportplanung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Gesamthochschule Wuppertal. Lehr- und Forschungsgebiet Öffentliche Verkehrs- und Transportsysteme
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Bereich Unfallforschung
Bandnummer: 203
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1989
Publikationsdatum: 13.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen des Forschungsprogramms "Innerstädtische Planung als Einflussgröße auf die Verkehrssicherheit" der Bundesanstalt für Straßenwesen befasst sich das Lehr- und Forschungsgebiet Öffentliche Verkehrs- und Transportsysteme der Bergischen Universität - Gesamthochschule Wuppertal seit mehreren Jahren mit der verkehrsgerechten Lage und Anlage von Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs. In einer Pilotstudie wurden "Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit an Haltestellen im Straßenraum" untersucht, ohne jedoch empirische Erhebungen durchzuführen. In einem Anschlussauftrag sind die "Auswirkungen busbeeinflusster Lichtsignalanlagen auf die Sicherheit im Haltestellenbereich" geklärt worden. In dem jetzt abgeschlossenen Forschungsvorhaben sind unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit die Anforderungen an die Lage und Ausstattung von Haltestellen im Straßenraum, insbesondere von Haltestellen mit erhöhtem Schüleraufkommen, erarbeitet worden. Dies geschah in Bezug auf die vier grundsätzlichen Haltestellenformen: Haltestellen in Mittellage mit Haltestelleninsel; Haltestelleninsel in Mittellage ohne Haltestelleninsel; Haltestellen in Seitenlage mit Haltestellenbucht; Haltestellen in Seitenlage ohne Haltestellenbucht. Untersucht wurden die Verhaltensweisen von Kraftfahrern, Fahrern öffentlicher Verkehrsmittel, Radfahrer, Fahrgäste und Passanten. Es zeigt sich, dass in zahlreichen Verkehrssituationen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern Gefahrenpotentiale vorhanden sind. Verschiedene Problembereiche, wie das Erreichen und Verlassen der Wartefläche, die Erkennbarkeit einer Haltestelle, die An- und Abfahrt öffentlicher Verkehrsmittel an Haltestellen und die Gefährdung von Radfahrern im Bereich von haltenden Bussen, treten an allen Haltestellenformen auf und lassen sich auf gleiche Ursachen zurückführen. Teilweise können die Gefahrenpotentiale durch einfache Maßnahmen wie die Verbesserung der Fahrstreifenführung und der Markierung oder durch technische Sicherungsmaßnahmen (Türsignale an Fahrzeugen oder Lichtsignalanlagen) gemindert oder eleminiert werden. Zur Steigerung der Verkehrssicherheit werden teilweise aber auch bauliche Maßnahmen wie Verbesserung der Sichtverhältnisse, Anlage von Haltestellen-Kaps oder Radwegen, Änderung der Fahrstreifenführung oder der gegenseitigen Zuordnung der Teilhaltestellen vorgeschlagen. Haltestellen mit starkem Schüleraufkommen, auf deren Untersuchung ein Schwerpunkt dieser Forschungsarbeit lag, erfordern außer einer großzügigen Bemessung der Wartefläche, zusätzlichen Sitz- und Ablagegelegenheiten und ungefährlichen oder gesicherten Zuwegen keine besonderen Maßnahmen. Am Ende der Arbeit wird eine Check-Liste vorgestellt, mit deren Hilfe eine Bestandsaufnahme der Merkmale vorhandener und geplanter Haltestellen möglich ist. Damit der Planer in der Praxis eine Hilfe erhält, sollte nun die Herausgabe eines Merkblattes zur verkehrsgerechten Lage und Anlage von Haltestellen vorangetrieben werden, wozu die vorliegende Forschungsarbeit als Vorbereitung dienen kann.
Kurzfassung auf Englisch: As part of the research programme "Urban planning as a major influence on traffic safety" of the Bundesanstalt für Straßenwesen (Federal Institute of Road Transport), the instructional and research field an public transportation systems at the Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal has been working for many years on the safe positioning and layout of stops for the public passenger transport system. The pilot study examined the "possibilities for improvement of safety at stops an streets". This was conducted, however, without using empirical samples. A follow-up study clarified the "effects that traffic signals, which are automatically triggered by busses, have on the safety at stops". The project which has now been concluded presents the requirements for positioning and layout of stops on streets from a road safety point of view, in particular those frequented by large numbers of school children. The study was conducted with regard to the four basic typen of stops: - Stops positioned in the middle of the street with an island, - Stops positioned in the middle of the street with no island, - Stops positioned on the side of the street with a pull off, - Stops positioned on the side of the street with no pull off. The behaviour patterns of drivers, drivers of public transport vehicles, cyclists, passengers and passers-by were examined. The result was that in numerous traffic situations, potential dangers exist between various road users. Certain problem areas, like reaching and leaving the waiting area, awareness of stops, arrival and departure of public transport vehicles from the stops as well as the danger to cyclists near bus stops, are present at all the types of stops and can all be attributed to the same causes. Some of the potential dangers could be reduced or eliminated by using simple measures, for example, by improving the lanes or the lane markings or through technical safety equipment (turn signals on nature vehicle doors or automatically-triggered traffic signals). But to improve road safety, some structural measures, such as improvement of visibility, construction of stop-caps or bicycle paths, changes in lanes or placement of stops diagonally across from one another for traffic in opposite directions have also been suggested. Besides more generously-sized waiting areas, additional places to sit or stow articles and safe and secure approaches, stops frequented by large numbers of school children, which were closely examined as a part of this research project, do not require any special measures. At the conclusion of the study a check list is to be presented which should be helpful for taking an inventory of typical characteristics of current and planned stops. In order to assist the planner on a practical basis, an instructional leaflet on safe positioning and layout of stops should be published soon and the current research work can serve as a good foundation for it.