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Buch (Monographie) zugänglich unter
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The pedestrian and city traffic : the history of protecting pedestrians and residents from the effects of wheeled and motor traffic with special reference to Britain, Germany and the United States

Hass-Klau, Carmen H.


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Fußgänger , Fußgängerbereich , Motorisierungsgrad , Regionalplanung , Stadtplanung , Straßenentwurf , Straßenverkehrsrecht , USA , Vereinigtes Königreich , Verkehrsbeschränkung , Verkehrsmittel
Freie Schlagwörter (Englisch): Germany , Highway design , Pedestrian , Pedestrian precinct , Regional planning , Town planning , Traffic regulations , Traffic restraint , Transport mode , United Kindom , USA , Vehicle ownership
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Bereich Unfallforschung
Bandnummer: 204
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1989
Publikationsdatum: 12.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Doktorarbeit soll ein detailliertes Bild vermitteln, wie Planer, Politiker, Anwohner und Verkehrsingenieure in drei Ländern, Großbritannien, Deutschland und in den Vereinigten Staaten, auf das Auto reagierten, eine der einflussreichsten Erfindungen des 19. Jahrhunderts. Fehleinschätzungen über das potenzielle Wachstum des Kraftfahrzeugverkehrs und seine möglichen negativen Auswirkungen waren nicht besonders verwunderlich, hatten jedoch schwerwiegende Folgen in den kommenden Jahrzehnten, besonders in den dicht bebauten städtischen Gebieten. Die Rolle des öffentlichen Nahverkehrs als alternatives Verkehrsmittel zum Kraftfahrzeug wurde völlig unterschätzt, zuerst in den Vereinigten Staaten, und selbst einige Jahrzehnte später noch in Großbritannien. Nur in der Bundesrepublik Deutschland hat man versucht, ein besseres Gleichgewicht zu finden. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Konflikte zwischen den schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Radfahrer) und der ständig zunehmenden Zahl der Kraftfahrzeuge, sowie der vorhandenen Stadtstruktur. Der eingehende Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland zeigt, dass diesen Konflikten bezüglich der Rolle des städtischen Straßenverkehrs unterschiedliche Bedeutung beigemessen wurden. Generell wurde in Deutschland frühzeitig im Sinne des Straßenverkehrs geplant und investiert, während Großbritannien einen Mangel, weniger in der Planung, als in der Umsetzung zeigte. Dieser grundsätzliche Unterschied hat ganz eindeutige Auswirkungen auf die heutigen Stadt- und Verkehrsstrukturen. Einschränkungen des motorisierten Verkehrs hatten in beiden Ländern unterschiedliche Motive und sind keineswegs so modern wie oft angenommen wird. Während in Deutschland, Tendenzen zur Verkehrsberuhigung selbst in den zwanziger und dreißiger Jahren der Erhaltung historischer Stadtstrukturen dienten, gab es derartige Bestrebungen in Großbritannien, wenn überhaupt, nur im Zusammenhang mit einer Erhöhung der Verkehrssicherheit, sowie wesentlich später in den sechziger Jahren, mit einer Verbesserung der städtischen Umwelt. Der Wendepunkt bei der fast unbeschränkten Forderung des motorisierten Verkehrs und die Umgestaltung der deutschen Städte, vor allem auch der Innenstädte, zu seinen Gunsten, fand hauptsächlich in den sechziger und siebziger Jahren statt. Dagegen warnte in Großbritannien schon zu Beginn der sechziger Jahre der Buchanan Bericht vor den negativen Auswirkungen des uneingeschränkten städtischen Kraftfahrzeugverkehrs. Obwohl der Buchanan Bericht selbst in Großbritannien kaum umgesetzt wurde, da es an Verständnis und politischem Durchsetzungswillen fehlte, setzte die Protestwelle gegen den Ausbau von weiteren Straßen viel früher als in der Bundesrepublik ein. Der britische Nachbar zeigte in den folgenden Jahrzehnten einen Ideenreichtum, wie man den Straßenverkehr einschränken könnte, der in der Bundesrepublik weitgehend fehlte. Zu Beginn der siebziger Jahre wurden in der Bundesrepublik ernsthaft neue Ideen zu Verkehrsberuhigungskonzepten diskutiert und zunächst noch zögernd umgesetzt, Großbritannien folgte diesen Entwicklungen noch wesentlich später.
Kurzfassung auf Englisch: This thesis gives a detailed picture of how planners, politicians, residents and transport engineers in three societies, Britain, Germany and the United States reacted to one of the most powerful inventions of the late nineteenth century, the motor car. Misjudgments of the potential growth of motor vehicle ownership and its adverse effects had serious repercussions in the coming decades, primarily in the dense urban areas. Disturbing has been the underestimation of the importance of public transport as a real alternative to the motor car in urban areas, first by the United States and even several decades later by Britain. Of the three countries, only Germany seems to have struck a better balance. Not surprisingly, already at the beginning of the twentieth century, conflicts occurred between the weaker road participants (pedestrians and cyclists), the existing urban fabric and the motor vehicle. A more comprehensive comparison between Britain and Germany shows that both countries developed specific patterns and had different attitudes towards road transport. Far more has been invested and planned in Germany whereas Britain has shown not so much a lack of foresight in planning but 'in investment in road transport. This major difference has had very visible effects an today's urban structure and transport situation. The demand for restraint of motor traffic had different motives in the two countries, and is not such a new idea as is often assumed. While in Germany even in the 1920s and 30s the protection of historic inheritance was a decisive motive, in Britain that was not the case. Questions of traffic restraint were however raised in connection with road safety and later in the 60s as a means of improving the urban environment. The turning point of nearly unlimited promotion of car use in urban areas took place in Germany during the 60s and 70s, whereas the Buchanan Report had already warned in the early 60s against the adverse effects cars could have in urban areas if they were not controlled. Although even in Britain the report was misunderstood and largely not put into practice, the wave of protest against road building occurred earlier there than in Germany. As a whole, Britain has shown a brillance of ideas in restraining motor vehicles which was lacking in the Federal Republic. At the beginning of the 70s, discussions started seriously in Germany an traffic calming concepts which were slowly transformed into reality, Britain seems to have followed these examples, but with a considerable time lag.