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Organisationsformen von Notarztsystemen

Breuer, Wolfgang


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Einsatzfahrzeug , Erste Hilfe , Gesetzgebung , Medizinische Gesichtspunkte , Medizinische Untersuchung , Notfall , Organisation , Schweregrad (Unfall, Verletzung) , Untersuchung am Unfallort , Verletzung
Freie Schlagwörter (Englisch): Emergency , Emergency vehicle , First aid , Injury , Legislation , Medical aspects , Medical examination , On the spot accident investigation , Organization (association) , Severity (acid, injury)
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 84 Personenschäden
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Medizin
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Verkehrswissenschaft (Köln)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen
Bandnummer: 212
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1990
Publikationsdatum: 12.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die flächendeckende Einrichtung von Notarztsystemen ist eine zentrale Aufgabe der jüngsten Ausbaustufe des Rettungswesens. Es ist das Ziel des Forschungsprojekts, die möglichen Organisationsformen von Notarztsystemen aufzuzeigen und die für die Auswahl einer Variante bedeutsamen Planungs- und Entscheidungsfaktoren zu ermitteln und zu systematisieren. Der Gang der Untersuchung gliedert sich in zwei Teile. Aufgabe des ersten Arbeitsschrittes ist es, eine wissenschaftlich abgesicherte Basis zum Planungsproblem der Organisation von Notarztsystemen zu entwickeln. Im Mittelpunkt dieses Untersuchungsabschnitts steht eine sowohl rettungstaktische als auch Kostengesichtspunkte beachtende Analyse der strategischen Organisationsmöglichkeiten von Notarztsystemen. Der zweite Untersuchungsteil ist empirisch ausgelegt. Er hat zur Aufgabe, einen Überblick über die bereits bestehenden Notarztsysteme zu vermitteln und die mit den verschiedenen Ausgestaltungsformen in der Praxis gemachten Erfahrungen aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Informationsquellen herangezogen. Einerseits wurden die in der Literatur relativ zahlreich vorzufindenden Beschreibungen bereits eingerichteter Notarztsysteme systematisch ausgewertet. Darüber hinaus wurden durch eine Umfrage die in den Bundesländern Saarland und Niedersachsen bestehenden Notarztsysteme flächendeckend erfasst. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Eignung einer Organisationsform zur Versorgung eines bestimmten Gebietes von einer Vielzahl ortsspezifischer Rahmenbedingungen abhängt und daher keine allgemeingültigen Empfehlungen zur Ausgestaltung von Notarztsystemen ausgesprochen werden können. Allerdings gibt die Untersuchung zu erkennen, dass bei vielen typischen Ausgangslagern ein an ein Krankenhaus angegliedertes, im Rendezvous-Verfahren betriebenes Notarztsystem die günstigste Organisationsvariante darstellt. Zum Abschluss der Untersuchung sind die wichtigsten Planungsempfehlungen zusammengefasst dargelegt. Als gundlegender Punkt wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Notarztsystemen als Teilbereichen des Rettungsdienstes einen rechtlichen und organisatorischen Rahmen zu geben. Wichtig ist dabei zum Beispiel, dass eindeutige Regelungen für die Zuständigkeiten bei der Planung und Durchführung der Dienste getroffen werden.
Kurzfassung auf Englisch: The area-wide establishment of emergency physician service systems (EPSS) had been the central task of the latest development stage reached by the emergency medical services system (EMSS). It is the aim of this research project to analyze the various organizational forms of such systems and to determine and systematize the planning and decision factors impacting the selection of a specific form of organization. The investigation is divided into two parts. The first part deals with the development of a scientifically supported basis for coping with the problem of organizing a logistic system for emergency physicians. The focus of this part of the investigation is an analysis of the strategic variables of organizing such a system with due consideration to both rescue strategies and the costs involved. The second part of the investigation is empirical in nature. It includes a survey of the existing systems and the experience gained with various system configurations. The information evaluated has been obtained from different sources. On the one hand there has been the systematic analysis of a large number of established systems described in the literature. In addition, the EPSS existing in the Saar District and in Lower Saxony have been thoroughly studied au an area-wide basis. The findings revealed that the suitability of the different forms of organization in providing a region with emergency medical assistance largely depends on specific preconditions. These factors were analyzed and discussed and, as a result, general recommendations for the design and equipment of EPSS can be made. However, there are indications that the operational form of the "Rendez-vous system" (physician and EMS have their own car and location) is in many typical condition sets of advantage compared with the "station system" (physician is a member of the ambulante staff). At the end of the investigation the most important planning recommendations are outlined. In summary: it is imperative that the EPSS as part of the EMSS be placed within a legal and organizational frame. For example it is necessary that clear responsibilities be established for the planning and processing function of the service.