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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Verkehrssicherheit in den neuen und alten Bundesländern

Safety in traffic in the new and old Federal States

Ernst, Gabriele ; Brühning, Ekkehard ; Alevisos, Evanthia

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Europa , Motorisierungsgrad , Sicherheit , Statistik , Unfall , Unfallhäufigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Accident rate , Europe , Germany , Safety , Statistics , Vehicle ownership
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 81 Unfallstatistik
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Institut: Abteilung Verhalten und Sicherheit im Verkehr
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen
Bandnummer: 239
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1991
Publikationsdatum: 11.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Teil 1: Es erfolgt eine Strukturanalyse zum Unfallgeschehen in den "Neuen Bundesländern" (fünf neue Bundesländer und Berlin (Ost) für den Zeitraum 1988 bis 1990 und der Vergleich mit dem Unfallgeschehen der Alten Bundesländer im Jahre 1990. Untersuchungsgegenstand sind Unfälle mit Personenschaden und insbesondere die im Straßenverkehr Getöteten nach dem 30-Tage-Erfassungszeitraum. Als Datenquelle lag Tabellenmaterial der Statistischen Ämter zugrunde. In den Neuen Bundesländern ergab sich 1990 ein Anstieg der Unfälle mit Personenschaden um + 46 Prozent, dabei nahm die Anzahl der Straßenverkehrstoten gegenüber dem Vorjahr um + 76 Prozent zu. Um die ungünstige Entwicklung in den Neuen Bundesländern differenziert darzustellen, erfolgt eine Untergliederung nach wesentlichen Strukturmerkmalen des Unfallgeschehens: Ortslage, Art der Verkehrsbeteiligung, Lebensalter der Verkehrsteilnehmer, Unfallart, Straßenzustand, Lichtverhältnisse, Unfallverursacher und Unfallursachen. Dabei werden Unterschiede in der Unfallstruktur zwischen den Neuen und den Alten Bundesländern für das Jahr 1990 herausgearbeitet. Diese Tabellenanalyse dient nicht nur der Deskription, sondern ist als erster Schritt in Hinblick auf die Identifikation von Problembereichen der Verkehrssicherheit und die Einführung von Maßnahmen für die Hebung der Verkehrssicherheit in den Neuen Bundesländern gedacht. Erkennbar wird, dass sich die geänderten Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel "schnelle Pkw-Verfügbarkeit", insbesondere bei den jungen Erwachsenen auswirken; gefahrenträchtige Fehlverhaltensweisen wie "Alkohol und Fahren", "überhöhte Geschwindigkeit" und "ungenügender Sicherheitsabstand" zunehmen; infrastrukturelle Mängel zum Beispiel auf Autobahnen häufig zum "Zusammenstoß mit entgegenkommenden Fahrzeug" führen. Teil 2: Es wird ein kurzer vergleichender Überblick über Niveau und Entwicklung der Verkehrssicherheit gegeben. Dabei steht das Unfallgeschehen in den Neuen Bundesländern vor und nach der "Wende" im Vergleich zur "alten" Bundesrepublik sowie die Einordnung in den Kontext der Verkehrssicherheit in 8 europäischen Vergleichsländern und den USA im Vordergrund. Informiert wird über einige Rahmenbedingungen sowie über Getötetenzahl, Struktur- und Risikovergleiche. Von ungünstiger Ausgangslage hat sich das Risiko, im Verkehr tödlich zu verunglücken, im westlichen Deutschland - D(W) - in den zurückliegenden Jahren günstig entwickelt; D(W) liegt auf mittlerer Position mit weiterhin günstiger Tendenz. Im östlichen Deutschland - D(O) - wird ein Strukturbruch deutlich: bis 1989 lag dort das globale bevölkerungsbezogene Risiko in der Größenordnung der günstigsten hochmotorisierten europäischen Vergleichsländer Großbritannien, Niederlande und Schweden; 1990 haben sich in D(O) die Risikowerte etwa verdoppelt, dabei sind einzelne Unfallbereiche besonders betroffen; für 1991 ist eine weitere Verschlechterung absehbar, bei der D(O) beim Sicherheitsvergleich die Spanne der europäischen Vergleichsländer überschreiten dürfte.
Kurzfassung auf Englisch: There is a structural analysis on injury accidents in the New German Federal States (incl. Berlin (East)) for the years 1988 until 1990 as well as a comparison with injury accidents in the former German federal states in 1990. The analysis focuses on injury accidents und especially on killed road users. The data was drawn from tables of the statistical services. In the new German federal states the number of injury accidents rose by 46 % in 1990. In the same year the number of killed road users increased by 76 % against the previous year. In order to differentiate the unfavourable development in the new German federal states there is a break down by main structural characteristics: accident location, traffic participation, age of road users, accident type, road surface condition, light conditions, road users responsible and accident causes. The different accident structures between the new and the old German federal states are evaluated for 1990. This analysis is not intcnded to be a mere description but to constitute a first step towards the identification of problem areas in traffic safety and the introduction of measures aiming at a higher traffic safety in the new federal states. It becomes clear that the change in the underlying conditions like "availability of passenger cars" has significant consequences, especially for young drivers. There is more and more dangerous behaviour like drinking and driving, speeding and failing to observe the appropriate distance. Furthermore, a poor infrastructure, especially on motorways, often leads to collisions between on-coming vehicles. A brief overview is given on the levet and the development of traffic safety. Priority is given to traffic accidents and fatalities in the Five New Federal States before and after the opening of the wall at the end of 1989, in comparison with the former Federal Republic of Germany. Furthermore, traffic safety in the old and new federal states is compared to the situation in 8 European countries and the USA. There is information on some underlying conditions, figures on killed persons as well as structure and risk values. Starting from a very unfavourable position, the risk of being killed in an traffic accident considerably diminished in West Germany in the eighties. West Germany reached an average position with a positive trend. In East Germany a structural break has emerged: until 1989 the global population-based risk to be fatally injured was similar to other highly-motorized European countries with the most favourable accident statistics: Great Britain, the Netherlands, Sweden. In 1990 the risk values were about twice as high in the new federal states as in the year before, with some specific accident areas showing an extreme rise. For 1991 even worse figures are to be expected. This year, it is possible that the new federal states will exceed the other European countries under comparison.